Wenn ich meinen 12 von 12 veröffentliche, wird es bereits später Abend sein. Der Tag war so ausgefüllt, dass ich kaum eine ruhige Minute hatte. Neben einer Beratung, für die ich noch die letzten Empfehlungen verfasste, stand v.a. ein Tierarzttermin an – einer unserer Päppelbabys hat gerötetes Zahnfleisch und einen sehr unangenehmen Mundgeruch entwickelt. Da Katzen Schmerzen nur sehr subtil zeigen und genauso wie jeder lebende Organismus krank werden können, sind kleinste Veränderungen bereits Warnhinweise. Ich hatte daher vorgestern direkt unsere Tierärztin angerufen und für heute einen Termin erhalten.
Ich nehme Dich heute mit zu einem unperfekten Tierarztbesuch. Und wenn Du Lust auf noch mehr „normalen Alltag“ hast, dann schau gerne bei Caro von Draußen nur Kännchen vorbei: Dort versammeln sich an jedem 12. eines Monats viele verschiedene Blogger*innen, die ihren Tag in Form von 12 Bildern mit Dir teilen. Viel Freude beim Lesen und weitersagen!
Früh am Morgen kuscheln sich nicht nur die Kinder noch mal in die Federn. Schwer vorstellbar, dass ich zwischen den beiden und irgendwo unter den Katzen wenige Minuten zuvor auch noch lag. Aber die Kinder müssen geweckt werden. Heute ist schließlich erst Freitag. Und damit habe ich auch schon das erste Motiv für meinen 12 von 12.

Hier wartet einer darauf, dass sich die Tür öffnet – so wie jeden Morgen, wenn der Große zur Schule geht. Für ihn stand heute ein Diktat an. Er war so schwach am Morgen, dass wir schon überlegten, ob er überhaupt Kraft genug hatte. Aber er wollte es versuchen. Über den Vormittag hinweg ging es ihm zunehmend besser. Dennoch: Autismus ist nicht so leicht. Kann man sagen, was man will.

Während der Große in der Schule war, versuchte ich die Transporttasche neu einzurichten. Die Betonung liegt auf versuchte. Der kleine Spaßvogel Albert fand es mehr als interessant was ich da machte. Eine Lage rein, zwei wieder raus… Alberts Energie und Leichtigkeit genieße ich sehr. Und dadurch, dass ich meine Tage ent-stresse, indem ich mir weniger vornehme, nehme ich sie umso bewusster wahr und kann mich auf die jeweilige Situation tiefer einlassen. Wir haben Zeit. Mit Katzen und Kindern sowieso.

Autofahren gehört leider immer noch nicht zu Alberts liebsten Beschäftigungen, dafür war es beim Tierarzt wieder ok. Wir sind immer zeitig da, so dass unsere Katzen schon mal etwas runterfahren können, bevor die eigentliche Untersuchung beginnt. Das lindert die Nervosität und sie können sich leichter auf die Untersuchung einlassen.

Albert ist ein neugieriger Kater. Er erkundet den ganzen Raum, lässt sich streicheln und verwöhnen.

Auch die Kinder sind mit dabei.

Unsere Tierärztin hat ein tolles Gespür für Katzen und in ihrer entspannten Art geht sie auch auf den kleinen Quatschkopf gerne ein. Albert ist mein erster Kater, der sämtliche Gummibänder liebt. Das Erregungslevel haben wir abgewartet, in voller Spielmanier kann man kein Blut abnehmen. Insgesamt hat der Termin ca. 1 Stunde gedauert. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber: Wir haben Zeit. Weil es für Katzen (und Kinder) so wichtig ist. Und am Ende auch uns gut tut.

Wir lassen den Tag gerne mit einem Spaziergang ausklingen. Die Babys bleiben schon im Haus, aber draußen wartet noch Monty, der Streuner. Hier sondiert er die Lage und versucht mächtig grumpy zu gucken – muss ja Eindruck schinden. Spaß bei Seite, er hat einfach einen Schlafzimmerblick und aus diesem Winkel sieht er etwas ungnädig aus. Und wenn seine Ohren dann auch noch auf Empfang sind, kann der Eindruck schon mal trügen. Monty begleitet uns super gerne zu Spaziergängen. Er ist einfach eine „treue Seele“, wie unsere Nachbarin heute sagte. Was für ein liebes Kompliment für jemanden, der jahrelang kein Zuhause hatte.

Seit ein paar Tagen sind die Stare da. Wie immer pünktlich.

Denn auch die Kirschen färben sich langsam rot. Heute gibt’s Kirschen zum Abendbrot. Mehr saisonal und regional geht nicht.

Auf dem Weg fällt mir diese kleine Blume auf. Ich kenne sie nicht. Wenn Du weißt, was das für eine Blume ist, schreibst Du es mir in die Kommentare? Sie leuchtet wunderschön!

Wir kommen nach dem Abendspaziergang inklusive Kirschenessen wieder rein. Jetzt gibt’s noch ein wenig getoastetes Brot mit Musen und Marmeladen, damit wir auch länger satt sind. Kirschen gehen einfach zu schnell durch. Und wieder ist Albert ganz vorne mit dabei 🙂 Er ist an allem interessiert. Eine gesunde Katze ist einfach neugierig.

Alberts Neugier und seine Offenheit bringt mich zu der Überlegung, ob er sich vielleicht als Besuchskater eignet. Nicht jeder Mensch mag Hunde, manche haben auch Angst vor ihnen. Andererseits eignet sich absolut nicht jede Katze dazu, sich anderen Menschen offen zuzuwenden. Das ist ein Gedanke, der mich schon länger beschäftigt.
Wenn Dich das Thema interessiert und Du auf dem Laufenden bleiben willst, melde Dich gerne für meinen Newsletter an. Darin schreibe ich über Themen, die das Zusammenleben mit Katze & Kind erleichtern, erzähle von neuen Blogartikeln oder auch von Ideen und teile meine Erfahrungen aus Arbeit und Familie. Im Newsletter können wir zudem direkter in den Austausch gehen.
Ich freue mich, Dich in der Welt der Familienkatze zu begrüßen! Und wenn Du jemanden kennst, den das interessieren könnte, freue ich mich, wenn Du ihm oder ihr von meinem Newsletter erzählst. Bis bald!





0 Kommentare