Revival für Findus‘ Pfannkuchentorte und ein Tag voll Katze

Juli, 2026 | Beziehung

Als ich Karinas Röpckes Aufruf zur Blogparade „Kindheitserinnerungen, die ich dieses Jahr unbedingt wiederholen möchte“ gelesen hatte, kam mir sofort die Erinnerung an etwas hoch, was ich zusammen mit meinem ältesten Sohn gemacht hatte. Damals war er ungefähr drei oder vier Jahre alt und als Katzenfreund völlig vernarrt in die Bücher über Pettersson und Findus von Sven Nordqvist. Eines Tages buk ich dann mit ihm die berühmte „Findus‘ Pfannkuchentorte“.

Meine Jungs Nr. 2 und 3 sind zwar schon etwas älter als mein Bub Nr. 1 zu der damaligen Zeit, aber Katzen sind immer noch und mittlerweile ganz besonders Teil unseres Lebens – und genauso wie mein ältester Sohn als Kind sind auch die jüngeren beiden ziemliche Naschkatzen. Darum werde ich mit ihnen etwas erleben, was uns damals auch schon eine riesige Freude bereitet hatte: Wir backen zusammen Pfannkuchentorte à la Pettersson und Findus – vegan und mit leckerem Dreh!

Und weil ich dazu richtig Lust habe, mache ich heute einen ganz besonderen Artikel daraus: dieser Blogartikel entsteht LIVE! D.h., er ist nicht weiter geschrieben als bis hierher und wird im Laufe des Tages um Text und Bilder ergänzt. Und im Anschluss werde ich den Tag mit unseren Jungs bei einem Lesetag wunderbar ausklingen lassen, so wie früher mit meinem Ältesten. Die Bücher haben wir bereits ausgewählt und ich stelle sie Dir im Laufe des Tages vor. Ich bin gespannt auf dieses Abenteuer und freue mich, es mit Dir und Deinen Kindern zu teilen.

Hinweis: Die Kapitel 1 und zwei geben ein wenig Hintergrundgeschichte zur Torte und meiner Erinnerung. Wenn Du nur das Rezept anschauen willst, lies Dir Kapitel 3 durch. Ab Kapitel 4 geht es weiter, wie wir den Tag mit unseren Katzen und Kindern verbracht haben.

Was ist Findus‘ Pfannkuchentorte?

Für die, die neu sind in der Welt von Pettersson und Findus, gebe ich hier einen kurzen Einblick: „Pettersson und Findus“ ist eine Geschichte, die Sven Nordqvist vor über 40 Jahren erfunden hat. Es handelt sich um einen alleinstehenden „Alten“, Pettersson, dem eines Tages ein Kater geschenkt wurde. Mangels Ideen nannte er ihn Findus, nach der Aufschrift auf dem Karton, in dem der Kater ihm gegeben wurde. Gemeinsam erleben sie allerhand Abenteuer und da Findus drei Mal im Jahr Geburtstag hat und Pettersson meint, zum Feiern gehöre ein Kuchen, backt er ihm jedes Mal eine Pfannkuchentorte. Dass dabei einiges schief geht und es auch eine Kette von Ereignissen zu überwinden gilt, sorgt für etliche Schmunzler und lässt einen den eigenbrötlerischen Pettersson und seinen kleinen Kater schnell ins Herz schließen.

Die Suche nach dem Rezept

In der Ausgabe „Eine Geburtstagstorte für die Katze“ von 1984 fand ich die Auflistung der Zutaten, aber kein Rezept. Im Netz bin ich dafür auf die unterschiedlichsten Varianten gestoßen – von klassisch mit Erdbeermarmelade über frische Himbeeren bis zu einer Variante, in der die Pfannkuchen im Ofen gebacken werden. Und ich meine, dass irgendwo sogar mal von Salamischeiben, Schokoladencreme und Kirschen zwischen den Schichten die Rede war, und ich dachte nur an die Bauchschmerzen, die diese Variante verursachen könnte. Gebacken haben mein ältester Sohn und ich das nie so, denn ich aß damals bereits vegan und wollte eine schöne Erinnerung ohne Bauchschmerzen. Mit meinem Ältesten habe ich stattdessen Carob-Creme und Heidelbeer-Marmelade zwischen die Pfannkuchen geschichtet und mit Heidelbeeren dekoriert. Genau das mache ich jetzt wieder.

Das Rezept: Findus‘ Pfannkuchentorte – vegan & lecker

Lies das Kapitel einmal komplett durch, bevor Du loslegst. Die Torte besteht aus vier Bausteinen, die zeitlich ineinandergreifen. Wenn Du weißt, was wann dran ist, arbeitest Du entspannt und musst nichts zweimal machen. Halte Dich dann an die Zubereitung und den Ablauf am Ende, dann passt alles zusammen.

Zutaten für die Pfannkuchen (ca. 8 bis 10 Stück)

  • 1 l Hafer- oder Sojamilch
  • Saft und Abrieb einer Bio-Zitrone
  • 500g feine Haferflocken
  • 500 g Dinkelmehl, Typ 1050
  • Süßungsmittel und Menge nach Wahl (z. B. Kokosblütenzucker, Ahornsirup oder Agavendicksaft)
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Apfelmus, optional
  • Kokosöl zum Ausbacken

Zutaten für die Carob-Creme (zum Bestreichen von 8 Pfannkuchen)

  • 300 g Datteln, entsteint
  • 200 g Mandelmus
  • 6 EL Carobpulver
  • 200 ml Pflanzenmilch (Hafer oder Mandel)
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Sahne

  • 250 ml Kokossahne
  • 1 TL Tapiokastärke pro 250 ml Sahne

Zutaten für die Deko

  • ca. 200 g Heidelbeeren, gefroren (oder frisch, wenn gerade Saison ist)

Das brauchst Du außerdem

  • 2-3 Gläser Heidelbeermarmelade
  • Pfanne
  • 2 Pfannenwender (der zweite Pfannenwender hilft Dir, den Pfannkuchen beim Wenden besser zu halten)
  • Kokosöl und Küchenkrepp zum Ausbacken und Abtupfen
  • Standmixer oder Pürierstab für die Creme
  • Handrührgerät für die Sahne
  • Sieb und Schüssel für die Heidelbeeren
  • Esslöffel oder Teigschaber zum Verstreichen
  • Tortenplatte oder großer flacher Teller

Zubereitung der Pfannkuchen

  1. Gib den Zitronensaft in die Milch und lass sie kurz stehen. Das übernimmt die Funktion des Essigs und lässt die Milch leicht andicken. (Bei Sojamilch flockt das sichtbarer als bei Hafermilch. Das legt sich aber vollständig, sobald Du die Milch unter das Mehl rührst.)
  2. Vermische Mehl, Süßungsmittel und Salz. Gib Apfelmus und Zitronenabrieb dazu und rühre alles mit der Milch zu einem dicken Teig. Lass ihn 15 bis 20 Minuten ruhen.
  3. Backe in einer leicht gefetteten Pfanne Pfannkuchen von etwa 0,5 cm Dicke aus. Bei geringster Hitze brauchen sie etwa 10 bis 12 Minuten, bis die Oberfläche matt wird und sich Bläschen zeigen. Dann wendest Du sie und lässt sie noch 1 bis 2 Minuten fertig backen.
  4. Leg die fertigen Pfannkuchen auf Küchenkrepp. Dadurch saugt das Papier überschüssiges Öl auf, während sie auskühlen. Lass sie vollständig kalt werden, bevor Du die Torte schichtest.

Zubereitung der Carob-Creme

  1. Wenn Deine Datteln nicht sehr weich sind, weich sie etwa 10 Minuten in warmem Wasser ein und gieß sie danach ab.
  2. Püriere Datteln, Mandelmus, Carobpulver, die Pflanzenmilch und das Salz cremig. Bei dieser Menge machst Du das je nach Größe Deines Mixers am besten in zwei Durchgängen.
  3. Justiere nach Gefühl nach. Mit mehr Pflanzenmilch wird die Creme streichfähiger, mit mehr Mandelmus fester.
  4. Die Creme stellst Du erst einmal beiseite, aber nicht in den Kühlschrank. Sie soll streichfähig bleiben wie ein dickes Mus, damit Du sie später gut auf den Pfannkuchen verteilen kannst, ohne dass er reißt. Wenn Du die Creme doch schon früher zubereitest und sie kalt fest geworden ist, rühr einen Schuss Pflanzenmilch unter, dann wird sie wieder weich.

Zubereitung der Sahne

  1. Stell Schüssel und Rührbesen etwa 10 bis 15 Minuten vor dem Schlagen in den Gefrierschrank. Die Kälte hält das Kokosfett fest, dadurch wird Deine Sahne fester und hält länger.
  2. Schlag die Sahne kalt aus dem Kühlschrank mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe auf, bis feste Spitzen entstehen. Das dauert etwas länger als bei Kuhmilchsahne.
  3. Sobald die Kokossahne fast steif ist, lässt Du die Tapiokastärke einrieseln und schlägst kurz weiter. Das stabilisiert die Sahne, damit sie das Schichten und die Standzeit übersteht.

Zubereitung der Heidelbeeren

Gib die gefrorenen Heidelbeeren in ein Sieb und stell es zum Auftauen über eine Schüssel. Der Saft kann abtropfen und landet nicht in Deiner Torte. Beim Gefrieren brechen die Eiskristalle die Zellwände der Beeren auf, deshalb tritt beim Auftauen Flüssigkeit aus. Den abgetropften Saft kannst Du bedenkenlos trinken. Frische Heidelbeeren wäschst Du nur und tupfst sie vorsichtig trocken.

Der Ablauf: Wann kommt was?

  1. Zuerst gibst Du die Heidelbeeren ins Sieb und lässt sie abtropfen. Das braucht nur Zeit, aber nicht Deine Aufmerksamkeit.
  2. Dann backst Du die Pfannkuchen und lässt sie vollständig auskühlen. Das dauert am längsten, deshalb ist das Dein erster großer Arbeitsschritt. Warme Pfannkuchen würden Dir die Carob-Creme schmelzen und die Sahne zusammenfallen lassen.
  3. Während die Pfannkuchen auskühlen, mixt Du die Carob-Creme. Du kannst sie einfach abgedeckt stehen lassen, bis Du sie brauchst.
  4. Ganz zuletzt schlägst Du die Sahne auf, direkt bevor Du die Torte schichtest. Geschlagene Sahne steht nicht lange und fällt Dir sonst wieder in sich zusammen.

Die Schichtung

  1. Leg den ersten Pfannkuchen auf Deine Tortenplatte oder einen großen Teller.
  2. Bestreich ihn dünn mit Carob-Creme, etwa 2 EL.
  3. Verteil eine Schicht Marmelade darauf.
  4. Leg den nächsten Pfannkuchen möglichst gerade auf und drück ihn leicht an.
  5. Mach so weiter, bis Du alle Pfannkuchen aufgebraucht hast.
  6. Den obersten Pfannkuchen bestreichst Du nur mit Sahne. Danach streichst Du die Außenseite der Torte rundum mit Sahne ein, wie im Original.
  7. Zum Schluss verteilst Du die abgetropften Heidelbeeren auf der obersten Sahneschicht.
  8. Wenn Du es einrichten kannst, lass die Torte mindestens 4 Stunden an einem kühlen Ort durchziehen, am besten über Nacht. Sie wird dadurch schnittfester. Wenn Du Naschkatzen im Haus hast, isst Du sie am besten sofort 🙂

Ab in die Küche

Kleine Geschwister eifern den Großen gerne nach. Heute stehe ich also wieder in der Küche, diesmal mit den beiden Jüngeren, und backe die Torte, die schon ihren großen Bruder damals so begeistert hat. Mein Jüngster liebt Pfannkuchen über alles. Für ihn ist es klar, dass er ganz vorne mit dabei ist. Und da meine Jungs ganz große Naschkatzen sind, gibt es heute Findus‘ Pfannkuchentorte zu Mittag 🙂

Die Pfannkuchen mit einer Mischung aus Haferflocken und Mehl zu backen, klappt wirklich wunderbar. Das Einzige, was hier nötig ist, ist Geduld, damit alles in Ruhe und bei geringer Hitze ausbacken kann, damit nichts anbrennt. Du kannst, wenn Du mal keine Pfannkuchentorte backen willst, dieses Pfannkuchen-Rezept mit klein geschnittenen Apfelstückchen aufpeppen und hast richtig leckerere Apfelpfannkuchen – auch ein Rezept, das ich aus Kindertagen liebe.

So kam Findus‘ Pfannkuchentorte an

Unsere Jungs waren einer Meinung:

Mmmh. Lecker!

Das Schöne an dieser Pfannkuchentorte ist, dass sie nicht rundherum perfekt wie aus der Konditorei aussehen muss. Das ist hier gar nicht gewollt. Ich finde, es nimmt den Perfektionsdruck ungemein heraus. Und das kann ich sagen, weil ich früher sehr stark frequentiert war, um für die Verwandtschaft schöne und leckere Torten zu backen. Da war der Anspruch stark zu spüren. Bei dieser Pfannkuchentorte steht im Vordergrund, dass sie super lecker schmeckt und mit Kindern einfach Spaß macht, sie zu backen.

Und raus ins Grüne

Nach dem Essen machen wir einen kleinen Spaziergang. Tabby scheint unsere Gedanken zu ahnen und will unbedingt mit. Wir nehmen sie ins Geschirr und genießen eine kleine Runde.

Während wir draußen sind, halten die anderen noch ihren Mittagschlaf. Aber nicht mehr lange…

Unsere Jungs haben besondere Leckerli für sie ausgesucht und sich knifflige Spiele ausgedacht, damit es ihnen auch richtig Spaß macht, ans Futter zu gelangen. Als kleine Jäger haben sie gerne was zu tun 😉

Kissenburg & Deckenhöhle – unser Tag klingt aus

Und jetzt kommt, worauf unsere Jungs schon lange warten: Sie reden seit Wochen davon, wann wir endlich einen Lesetag machen können. Und da der Papa heute auf Dienstreise ist, haben wir das ganze Haus für uns – das ruft förmlich nach Kissenburg und Deckenhöhle, gemütlichen Lichtern und Lese-Kuscheln mit Mama und der Katzen-Bande.

Das sind einige unserer Bücher:

Damit es so richtig kuschelig wird, tragen wir alle Kissen zusammen, und mit den vielen Decken bauen wir uns eine gemütliche Höhle. Die Kinder holen noch ihre Lieblingslichter dazu und die Katzen tun sich an ihren Snacks und Spielen genüsslich.

Und bevor wir uns ganz zurückziehen: Danke, liebe Karina, für diese Blogparade. Sie hat unseren Sommer ganz nostalgisch versüßt. Und Dir ein herzliches Dankeschön fürs Mitlesen und Miterleben bis hierher! Schreib mir gern in den Kommentaren, ob Du die Pfannkuchentorte schon kanntest und wie es für Dich war, einen Artikel einmal live wachsen zu sehen. Vielleicht wiederholen wir das ja bald. Themenvorschläge nehme ich sehr gerne entgegen! 🙂

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Hi, ich bin Mara

Hi, ich bin Mara

Als Katzenverhaltensberaterin & Pädagogin begleite ich Dich dabei, Deine Katze auf Augenhöhe zu verstehen und eine Beziehung zu gestalten, die auf Respekt und Vertrauen beruht.

Mein Augenmerk liegt besonders auf Katzen in Familien mit Kindern – gerade dort, wo der Alltag oft hektisch und herausfordernd ist.

Ich helfe Dir, Missverständnisse aufzulösen und eine echte Verbindung zwischen euch zu gestalten – mit alltagstauglichen Schritten, die sich unkompliziert in Dein Familienleben integrieren lassen. Gemeinsam schaffen wir einen entspannten Alltag mit Nähe, Spiel und Geborgenheit.

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