Der April 2026 hatte ein Hauptthema: Ich wollte endlich meinen eigenen Newsletter haben. Daneben passierte das, was im Frühling eben passiert – die Katzen erkundeten den Garten, die Kinder entdeckten Schmetterlinge und irgendwo tropfte ein Abfluss. Klingt banal und gar nicht nach „typisch Frühling“ in einer „typischen Familie“. Wir sind eben typisch untypisch 😉
Abenteuer Newsletter
Irgendwann im letzten Jahr wurde ein Wunsch laut, den ich lange gehegt hatte: Ich wollte einen eigenen Newsletter, um direkter mit all jenen in Kontakt bleiben zu können, die tiefer eintauchen wollen in die Welt der Familienkatze. Mein Newsletter sollte ein Ort sein, an dem ich noch ein kleines bisschen persönlicher schreiben kann als im Blog, der für alle Menschen weltweit lesbar ist, was ich gut finde und so auch will. Aber wer sich für Themen rund um die Familienkatze und Katze-Kind-Beziehungen interessiert und sich für meinen Newsletter anmeldet, der bekommt eben noch einen Ticken mehr von mir. Etwas aktuellere Einblicke und gerne etwas mehr Humor. Wir werden sehen.
Im April habe ich es dann umgesetzt: Ich habe Anbieter verglichen, verschiedene Seiten erstellt, sowie eine Automation eingerichtet, damit auch diejenigen, die sich mitten in der Nacht anmelden, mit den wichtigsten Infos versorgt werden. Ein WordPress-Update sorgte zwischendurch für Nacharbeit und im Verlauf des Monats zeigten sich Schwierigkeiten bei der Akzeptanz mancher E-Mail-Adressen oder Anbieter. Falls Du Dich anmelden möchtest und es nicht klappt: Schreib mir einfach unter kontakt@marahoffmann.de – ich füge Dich persönlich hinzu.
Aktuell arbeite ich mich ein und die ersten Newsletter sind noch etwas technischer geschrieben, bis ich meine eigene Stimme auch dort gefunden habe. Anfangs will man ja alles richtig machen. Aber ich freue mich darauf, meinen Schreibfluss dort ausleben zu können – ohne mit ellenlangen Texten zu überfordern. Ein Newsletter ist einfach ein anderes Format als ein Blog und ich freue mich, diese andere Seite von mir dort zu entfalten.
Schwerpunkt in den Beratungen im April 2026
Im April lag der Schwerpunkt der Beratungen auf einem Thema, das viele neue Katzenhalter*innen beschäftigt, über das sich aber viele nicht trauen zu fragen bzw. sie nicht nachdenken: die Wahl der geeigneten Katze. Woher soll sie kommen? Was sollte sie erlebt und gelernt haben? Woran erkenne ich, ob mit ihr gut umgegangen wurde und ob das, was mir erzählt wird, auch stimmt? Sollten es ein oder zwei Katzen sein? Was muss ich vorbereiten, bevor sie einzieht? Was gibt es mit Baby und Kind zu bedenken?
Häufig sind es junge Eltern, die sich durch die Geburt eines Babys diesen Fragen öffnen. Doch auch Familien mit älteren Kindern stehen davor und es passiert schnell, dass sie sich überfordert fühlen angesichts der Dinge, die auf sie zukommen. Ein großes Problem ist, dass Katzen immer noch der Mythos anhaftet, sie seine „Anfängertiere“ und einfach in der Haltung. Dass dem nicht so ist, findet gesellschaftlich mittlerweile Beachtung und ist längst überfällig. Und da es meistens so ist, dass wenn eine Person fragt, viele andere ebenfalls diese Frage beschäftigt, werde ich bei Gelegenheit auch dazu etwas schreiben. Denn es gibt einige Dinge, auf die man bei der Auswahl einer geeigneten Familienkatze achten sollte. Und hat man sie erst einmal kompakt vor sich liegen, ist es gar nicht mehr so schwierig.






Über den Tellerrand gucken
Im April besuchte ich ein Webinar von Julia Kluge von Kluge Hunde. Bevor spekuliert wird: Ich werde nicht die Tierart wechseln. Auch wenn ich gerne einen Hund hätte und das Webinar halb privat und halb beruflich besuchte, überwog der berufliche Teil: Ich wollte schauen, was Julia zum Thema Familienhund zu sagen hat und was ihr Ansatz ist, um Eltern in dem Spagat zwischen Haushalt, Arbeit, Kind(er) und Hund(en) und eigenen Interessen zu unterstützen. Ich ging also mit folgenden Fragen im Kopf in das Webinar: Wenn ich eine gestresste Mama mit Kind und Hund wäre – würde das, was mir angeboten wird, mir helfen? Finde ich hier etwas, das auch meinen Familien helfen könnte? Schließlich muss ich das Rad nicht neu erfinden und alles, was ich finde, durchdenke ich und entwickle daraus meinen eigenen Ansatz.
Das Webinar hatte in mir gemischte Gefühle ausgelöst: Julia zeigte auf, das die Hauptlast der Fürsorge nach wie vor mehrheitlich bei den Müttern liegt. Sie sind häufig überlastet, immer irgendwo verantwortlich, immer irgendwo gefragt. Julia schlug vor, ein System zu entwickeln, das gestressten Müttern mehr Struktur im Familienleben ermöglicht, um Zeit für sich selbst und die eigenen Energiereserven zu finden. Systeme und Strukturen können helfen, das stimmt. Dennoch bin ich zwiegespalten.
Frauen sind in der Regel Beziehungswesen. Sie sehnen sich nach meiner Erfahrung nach Austausch, der ihnen das Gefühl gibt, gesehen, gehört und verstanden zu werden. Allein dieser Aspekt setzt in ihnen Kraft frei, sich den täglichen Anforderungen stellen zu können, selbst wenn diese nicht weniger werden, was aber nicht bedeutet, dass sie nicht weniger werden sollten.
Was ich meine, ist einfach: Es ist belegt, dass die mentale Hauptlast bei Müttern liegt. Die Praxis zeigt, dass v. a. Frauen sich Hilfe suchen, wenn es mit dem Kind oder Haustier herausfordernd wird. Der aktuelle Trend, Müttern zu sagen, sie bräuchten (neue) Strukturen oder ein (neues) System, um den vielen Anforderungen gerecht zu werden, greift meiner Ansicht nach zu kurz. Es legt die Verantwortung wieder auf die Schultern der Mutter: Eine neue/ andere Struktur bzw. System verschafft Dir Erleichterung und wenn die nicht eintritt, ist Deine Struktur/ System noch nicht stimmig.
Strukturen und Systeme sind sehr abstrakte Konzepte. Für eine Frau, die lediglich weitere Strukturen und Systeme aufbauen soll, kann sich das sehr schnell sehr technisch anfühlen und geht an dem vorbei, was sich viele Frauen wünschen: sich aussprechen können und den Ballast von der Seele reden – und v. a. praktisch im Alltag erleben, dass sich die Last verteilt, denn durch die Verteilung entsteht Anerkennung, Respekt und Erleichterung. Ich vermute, dass viele Frauen zurückschrecken, wenn die Antwort am Ende lautet: noch mehr organisieren, noch mehr managen. Auch wenn es ein wichtiger Schritt hin zur Klärung ist. Denn Strukturen aufrechtzuerhalten ist selbst ein Mental Load – und wenn der wieder allein bei der Mutter landet, hat sich im Grunde nichts verändert. Sie ist dann nicht mehr Beziehungsteilnehmerin, sondern rückt immer stärker in die Rolle der Managerin der Familie. Irgendwann zerbricht sie daran.
Was ich deshalb für relevanter halte, ist es, die ganze Familie in die Verantwortung holen. Wenn der Wunsch nach einem Tier von allen ausgeht, dann kann und sollte jedes Familienmitglied entsprechend der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten einen Teil dazu beitragen, dass es dem Tier gut geht. Strukturen, die gemeinsam gebaut werden, halten länger. Das entlastet meiner Ansicht nach wirklich. Ich bin noch nicht fertig mit diesem Gedanken. Aber er sitzt und wird in einen Blogartikel münden.
Ausbau des Spazierganges mit unseren Youngstern
Bei steigenden Temperaturen haben wir die Runden mit unseren Youngstern ausgebaut. Tabby und Albert genießen die Ausflüge durch den Garten sichtlich. Levi und Paul fanden das Geschirr anfangs ungewohnt und brauchten etwas mehr Zeit – aber nach einigen Tagen waren auch sie nicht mehr zu halten und erkundeten den Garten. Mittlerweile haben Tabby und Albert so großen Spaß daran, dass sie den Hof verlassen und bereits ums Eck schauen. Im sogenannten Prophetenweg ist es still – die idealen Voraussetzungen, um die Runde zu erweitern. Den Namen erhielt der Weg inoffiziell, unter Nachbarn, nach einer ehemaligen Anwohnerin.






Schmetterlingspark in Klütz
Unser Monatsausflug führte uns dieses Mal in den Schmetterlingspark nach Klütz. Unter einer Glaskuppel wurde eine tropische Natur nachgeahmt. Es war warm und schwül, der Schweiß rann einem den Rücken runter. Die meisten der dortigen Schmetterlinge leben nur zwischen fünf und zehn Tagen und waren uns bisher völlig unbekannt. Daneben luden in angrenzenden Räumen Ausstellungen dazu ein, sich tiefer mit Schmetterlingen, der Geschichte von Tierexpeditionen und dem eigenen Verhalten in der Natur zu beschäftigen.
Schmetterlinge begleiten uns auch persönlich: Im Monatsrückblick September 2025 erzählte ich von einem Kokon, den einer unserer jungen Freunde fand. Wir bauten ein geeignetes Zuhause, legten den Kokon hinein und warteten, bis der Schmetterling geschlüpft war. Dann setzten wir ihn im Garten frei. In Klütz kamen die Erinnerungen daran wieder hoch.


Eine weiße Straße
Pünktlich im April erstrahlt unser kleines Dorf in einem ganz besonderen Anblick: Die Knospen der Kirschbäume platzen auf und verwandeln unser Dorf in eine weiße Straße. Dann steht ein Baum nach dem anderen in leuchtendem Weiß und nur wenige Tage blüht die ganze Straße, bis wiederum ein Baum nach dem anderen die Blüten verliert und es wirkt, als würde der Winter zurückkommen – die zahllosen Blütenblätter verwandeln die Straße und Gärten in ein weißes Blütenmeer. Jedes Jahr ist dies für uns eines der schönsten Momente im Frühling und etwas, das im Winter Vorfreude auslöst: Wir sind sicher, dass der nächste Frühling kommt. Mit dieser Sicherheit trotzen wir den frostigen Tagen und üben uns in Geduld, wenn alles in den vier Wänden aufeinander hockt und man nicht so recht weiß, wohin mit seiner Energie.
Und wieder muss ich an unsere Wohnungskatzen denken: Katzen haben sehr viel Energie und sind bei weitem nicht die Stubenhocker, für die sie gerne gehalten oder in den Medien gargestellt werden. Nicht nur, wenn sie Kitten oder Youngster, d.h., ca. zwischen 3 und 12 Monaten ca. alt sind, ist es wichtig, sie auszupowern. Auch adulte Tiere brauchen ihre Auslastung. Andernfalls neigen auch sie zu gesundheitlichen Problem und/ oder Verhaltensauffälligkeiten. Und ich spüre: Ich habe viel vor für und mit Familienkatzen.



Was im April 2026 sonst noch los war
Zaunbau
Lange Jahre haben wir darauf gewartet, auch den vorderen Teil des Grundstücks weiter zu gestalten. Die ersten Schritte sind getan. Mehr dazu erzähle ich in den weiteren Rückblicken oder auch im Newsletter.

Verstopfter Abfluss
Ziemlich überrascht war ich, als ich eines Mittags die Töpfe aus dem Schrank nehmen wollte und eine große Pfütze in einem Deckel fand. Zunächst dachte ich, ob die Dichtungsringe über die Jahre porös geworden seien und wollte sie erneuern. Aber es stellte sich heraus, dass schlicht der Abfluss trotz Sieb sich über die Jahre zugesetzt hatte. Die Reinigung wurde von unseren sechs Monate alten Jungkatzen aufmerksam begleitet. Ausgeräumte Schränke, Schüsseln auf dem Boden, stetig tropfendes Wasser – für sie war das offenbar ein Ereignis, das man nicht verpassen sollte. Ein Haushalt kann ein Abenteuerspielplatz sein, für Kinder wie für Katzen. Wichtig ist dabei, dass sich niemand ernsthaft verletzt.



Was ich im April 2026 veröffentlicht habe
Newsletter, Technik und Beratungen hielten mich gut auf Trab. Dennoch konnte ich ein paar Artikel veröffentlichen:
CatSport™ – Der erste Teamsport für Familienkatzen
Der 12-Wochen-Fokusplan für Familien: Echte Entlastung durch klare Prioritäten
Ausblick auf den Mai 2026
Den kommenden Mai nutze ich, um das kostenlose Booklet zu erstellen und dabei tauche ich ein bisschen tiefer in Design und Optik ein. Ich bin gespannt, was daraus wird.
Update: Das Booklet findest Du unter diesem Link: Deine Katze liebt Dein Kind. Sie weiß es nur noch nicht. Und wenn Du auf die Grafik klickst:






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