Wie ich bereits im Monatsrückblick für Februar 2026 angekündigt hatte, stand der März ganz im Zeichen der Katzenvermittlung. Ich führte viele und manchmal auch lange Gespräche mit Interessenten, traf auf Mythen, die ich aufklärte und auf Unverständnis, das ich stehen ließ. Beruflich entschied ich mich, dass im März wenig stattfindet. Ich wollte schlicht die wenige mir verbliebene Zeit mit den Mädels verbringen und die Konzentration haben, das für sie beste Zuhause zu finden.
Der Abschied…
Möhrchen und Erbse sind Ende März bei ihrer neuen Halterin eingezogen – und sie haben es wirklich super getroffen! Sie haben nicht nur ein großes Haus zur Verfügung, sondern dürfen auch einen gesicherten Garten erkunden. Ein Hund und ein weiterer Kater leben ebenfalls mit ihnen. Da die Mädels in einem Haushalt mit 40 Katzen und 3 großen Hunden aufgewachsen waren und die neue Halterin sich wirklich gut mit beiden Spezies auskennt, waren wir sehr zuversichtlich, dass sie die Situation gut begleitet. Hätte es Schwierigkeiten gegeben, hätten die Mädels jederzeit zu uns zurückkommen dürfen. Glücklicherweise gab es keine triftigen Gründe dafür. Dennoch fiel uns der Abschied schwer und ich bin dankbar, dass die neue Halterin mich mit Updates versorgt. Möhrchen blüht auf und geht mittlerweile Spazieren, Erbse brauchte etwas länger, um sich zurecht zu finden. Ihr fehlt ein wenig der Schabernack und das Training, das wir hier hatten. Aber auch das konnte im neuen Zuhause gelöst werden und nun erkundet sie den Garten und ihr weiteres Umfeld und hat ihre Bezugsperson gefunden.






… und seine Wirkung
Parallel zur Vermittlung habe ich Vorgespräche mit Interessent*innen geführt und dabei etwas sehr Deutliches gesehen: Ein großer Teil der Menschen, die sich eine Katze holen, wollen dies aus dem Gedanken heraus, dass Katzen „einfach“ seien – ohne großen Aufwand, ohne Ansprüche, im Vergleich zum Hund eben unkompliziert. Immer wieder begegnete mir dabei ein Bild, das Katzen stark verkürzt darstellt und ihre Bedürfnisse kaum berücksichtigt.
In den Gesprächen wurde sehr deutlich sichtbar, wie groß die Lücke zwischen Vorstellung und Realität sein kann. Teilweise erinnerte mich diese Haltung an die Vorstellung, ein Kind oder eine Partnerschaft zu führen, ohne dass Bedürfnisse oder Kommunikation eine Rolle spielen.
Das ist auch ein deutlicher Hinweis darauf, wie notwendig Aufklärungsarbeit in diesem Bereich ist und zwar nicht nur im direkten Beratungskontext, sondern auch in der Vermittlung selbst. Auch in Tierheimen entsteht durch manche Anzeigentexte schnell der Eindruck, Katzen seien besonders pflegeleicht und nebenbei zu halten.
Ich denke, dass ohne diese Lernbereitschaft sich keine wirkliche Basis für ein gemeinsames Zusammenleben zwischen Katze und Mensch entwickeln kann. Deshalb ist Aufklärung kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil verantwortungsvoller Katzenvermittlung.

Diese Haltung prägt auch meine Entscheidungen im Umgang mit meinen eigenen Katzen und in Situationen, in denen eine Vermittlung notwendig wird. Sie ist nicht immer bequem, aber sie ist für mich die Grundlage dafür, dass Tiere in passende und stabile Lebenssituationen kommen.
Im Verlauf dieser Gespräche wurde für mich ebenso klar, dass nicht jede Anfrage in eine vertiefte Beratung führt. Beratung setzt eine bestimmte Grundlage voraus, vor allem die Bereitschaft zu lernen und sich auf die Bedürfnisse eines anderen Lebewesens wirklich einzulassen. Fehlt diese Bereitschaft, bleibt Entwicklung begrenzt oder setzt gar nicht erst ein.
Endlich: Website-Texte sind überarbeitet
Es stand seit dem letzten Quartal 2025 auf meiner To-Want-Liste. Im März 2026 habe ich es getan: Ich habe die Texte auf meiner Website radikal überarbeitet. Der Fokus ist jetzt klarer und ich merke es. Wenn ich weiß, für wen ich schreibe und warum, schreibe ich anders. Ich schreibe persönlicher, klarer, nicht mehr distanziert und fachlich. Ich schreibe für Dich, die Du das hier liest, und ich schreibe für mich, als Selbstreflexion und zum Festhalten für meine Gedanken.
Der Weg zu diesen neuen Texten war lang. Ich hatte mich zuvor an Vorlagen orientiert, um zu lernen „wie es richtig ist“. Und die Grundlagen waren ok. Mit den Monaten entwickelte ich mich weiter, habe mehr und mehr mein Thema gefunden und lernte, meine eigene Stimme zu entwickeln. Und auch das ist ok. Mittlerweile verstehe ich, dass Schreiben ein Prozess ist, der fortwährend andauert, in (un-)regelmäßigen Abständen zur Überarbeitung von Texten führt und die innere Entwicklung widerspiegelt. Auch deshalb gefällt mir das Bloggen sehr: Es wird zu einem Stück Geschichte meiner selbst, indem es meine Entwicklung dokumentiert.
Der Newsletter kommt
Irgendwann im letzten Jahr wurde ein weiterer Wunsch laut, den ich diesen Monat noch gestartet bin: Ich wollte einen eigenen Newsletter haben! Die Vorbereitungen laufen 🙂
Update: Die Anmeldeseite steht. Ich bin gespannt und freue mich sehr auf dieses neue Abenteuer! Für Blogartikel habe ich dazu dieses Banner erstellt und pflege es nach und nach ein – hier kannst Du Dich anmelden:
Dir gefällt, was Du liest? Verpasse keinen Blogartikel mehr von mir – abonniere meinen Newsletter!
Was sonst noch los war
Passend zum Frühlingserwachen habe ich diesen Monat begonnen, wieder mehr Bewegung in meinen Alltag zu integrieren. Die vergangenen zwei Jahre bin ich sehr träge gewesen und nun spüre ich, wie gut es mir tut. Bewegung beruhigt mein Nervensystem und bringt mir Klarheit. Und ich denke dabei unweigerlich an unsere Wohnungskatzen: Bewegungsmangel beeinflusst ihr subjektives Wohlbefinden stärker, als viele ahnen. Auch deshalb ist tägliches Jagdspiel ein Muss. Meine ersten Blogbeiträge widmeten sich dem idealen Jagdspiel. Damals war ich noch sehr fachlich orientiert und habe entsprechende Wälzer geschrieben. Die Beiträge verlinke ich hier nicht, da ich sie grundlegend überarbeiten und entzerren werde. Aber wenn Dich jetzt interessiert, wie Du Deine Katze artgerecht und gut in Bewegung bringst, verlinke ich Dir hier den Blog von Julia, von Happy Little Predators, die sich als Biologin nur auf das artgerechte Spiel mit Katzen konzentriert.
Was ich im März 2026 veröffentlicht habe
Entsprechend meiner Prioritäten habe ich sehr wenig veröffentlicht.
12 von 12 im März 2026: Ab in die Sonne!
Ausblick auf den April 2026
Im nächsten Monat tauche ich tiefer ein in das Abenteuer Newsletter und will ein Webinar zu einem völlig fremden Thema besuchen. Mit den steigenden Temperaturen stehen weitere Garteneinsätze an und auch das Thema Katzenspaziergang wird ausgebaut.
Wenn Du bis hierhin gelesen hast und nun mehr Lust auf die Welt der Familienkatze bekommen hast, habe ich ein zweites Banner erstellt – bis gleich in meinem Newsletter 😉





0 Kommentare