Endlich Frühling! Wem geht es noch so? Obwohl ich den Winter liebe und dieses Jahr mich sehr über den Schnee gefreut habe, bin ich genauso froh, dass es wieder warm wird! Die neue Erkältungswelle lässt langsam nach und die Kinder sind noch etwas schlapp. Doch auch sie zieht es nach draußen an die frische Luft und mit den Katzen ist es oft auch ein „Spazieren stehen“ als ein „Spazieren gehen“. Und weil heute der 12. März ist, sind hier meine 12 von 12- Impressionen. Weitere Eindrücke findest Du bei Caro von Draußen nur Kännchen, die diese alte Bloggertradition aufrecht hält.
Früh morgens werde ich erst einmal von Möhrchen begrüßt. Die Sonne leuchtet durch das Fenster, wodurch Möhrchens Augen ganz zart grünlich schimmern.

Morgens gehe ich erst einmal durchs Haus und schaue nach, wo alle Katzen sind. Dann wird gefüttert und die Toiletten gesäubert. Unsere Jungs liegen mit ihrer Erkältung noch hustend im Bett. Wir verbringen den Tag also relativ entspannt.

Nachdem irgendwann am Vormittag alle aus den Betten sind und gefrühstückt haben, zieht es uns raus: Die Sonne wärmt, der Wind ist frisch. Es ist wunderbares Frühlingswetter. Die Babys (unsere Päppelkätzchen) werden weiter an Leine und Geschirr gewöhnt und freuen sich schon auf ihren Ausgang. Jeder hat sein/ ihr eigenes Temperament und Tempo, ich gehe u. a. auch deswegen immer nur mit einem Kätzchen raus.

Es ist noch recht ungewöhnlich, mit einer Katze spazieren zu gehen. Und was neu ist, ist für Kinder immer aufregend und spannend. In unserer Begleitung dürfen unsere Jungs im Garten die Leine halten und lernen dadurch nicht nur die jeweilige Katze zu beobachten, sondern auch ihre Umgebung im Auge zu behalten. Das ist ziemlich anstrengend und fordert viel Konzentration.

Jede Katze will natürlich etwas Anderes kundschaften… Im Nachbargarten wird gewerkelt. Da muss man inne halten und überlegen… gefährlich oder nicht? In diesem Fall war es ungefährlich und die Erkundungstour geht weiter.

Bei unserem Rundgang durch den Garten entdecken wir das erste Gänseblümchen! Bald dauert es nicht mehr lang, da ist die Wiese voll mit ihnen!

Nachdem die ersten beiden Kater wieder im Haus sind, wollen die nächsten raus: Unser Jüngster will natürlich unbedingt mit seinem Levi raus. Aber der Rasen ist morgens noch nass! Mit einem Hechtsprung hüpft Levi auf die Schaukel, was unserem Jüngsten recht ist. Er lässt sich fallen und verschnauft – die Erkältung sitzt einfach noch.

Schließlich ist Tabby dran. Tabby hat ein völlig anderes Temperament als ihre Brüder: Sie ist eine echte Abenteurer-Katze und kann es kaum erwarten, raus zu gehen. Alles ist spannend, nichts ist vor ihr sicher – v.a. dann nicht, wenn im Futterbaum die Vögel zwitschern… So lange sie klein sind, denkt man noch gar nicht daran, dass sie einmal flinke Jäger werden. Doch mit nun 5 Monaten… da sieht man es den Babys an, wie es in ihren Pfoten juckt…


Nach dem Spaziergang geht es rein. Alle sind platt und schlafen ne Runde. Für die Großen habe ich derzeit kein Geschirr und nach einer unschönen Begegnungen mit dem Nachbarshund und da Monty derzeit bei uns im Freigang ist, erhalten sie ihre tägliche frische Luft am gesicherten Fenster. Aber: Auch sie würden gerne in den Garten. Mal sehen, wie sich das auflöst.

Während Paul bei Erbse schläft, sucht Albert meinen Schoß. Sehr zum Leidwesen von Tabby, die neben uns rechts auf dem Stuhl schläft, weil: Die Babys wurden größer, da passten nicht mehr 4 auf den Schoß… irgendwann auch nicht mehr drei…dann passten nicht mal mehr zwei auf meinen Schoß… Mit 5 Monaten sind die Kleinen schon so groß und wollen noch weiter wachsen. Dabei maßen sie vielleicht 10 cm, als wir sie aufnahmen und passten zu viert in die Hände meins Mannes. Ja, wir schwelgten heute in Erinnerungen. Dafür hatte ich dann keine Kraft mehr zum Kochen und es gab neben Bratlingen und Salat einfach Brote mit Aufstrichen.

Monty lässt sich lieber durch die Gegend tragen wie ein großes Baby. Und mit groß meine ich groß. Immerhin wiegt er gute 8kg und hat ne Länge von etwas über 60cm vom Kopf bis zum Schwanzansatz. Bevor wir mit den Babys raus gingen, hatte ich mir natürlich Gedanken gemacht, ob oder wie das mit Monty klappen soll, wenn sie aufeinander treffen. Mit den Großen Katzen war die Zusammenführung nach ca. 8 Monaten leider gescheitert. Die Babys hatte er dagegen verhältnismäßig gut angenommen. Entweder ignoriert er sie oder er zeigt Anzeichen von Spiel- und stoppt immer, weil die Kleinen ja doch irgendwie wohl noch klein sind.
Mir wähnt auch langsam, ob seine soziale Unverträglichkeit vielleicht auf einen ganz einfachen Umstand zurückzuführen ist: Als Streuner musste er ums Überleben kämpfen und war Kälte und Hunger ausgesetzt. Viele Katzen leiden unter einem sog. Hungertrauma, da sie einfach zu selten gefüttert werden und dann auch zu wenig Futter erhalten. Ressourcenmangel ist einer der Hauptgründe, warum es in Mehrkatzenhaushalten Streitigkeiten gibt oder, wie bei uns, Katzen sich mäßig vergesellschaften lassen. Die Ängste sitzen einfach und ein Trigger mag noch so klein sein, aber es reicht, um bisherige Bemühungen zunichte zu machen.
Bevor Monty auf eine unserer anderen Katzen trifft, sorgen wir deshalb dafür, dass er immer gut gesättigt ist. Bisher funktioniert es so gut, dass es Nasenbegrüßungen gibt und Monty manchmal mit uns mit spazieren geht.

Heute Abend geht es noch zu einem Workshop. Da freue ich mich schon sehr drauf, denn es wird mir helfen, meine Arbeit noch besser zu fokussieren und mich dem zu widmen, was mir sehr am Herzen liegt! Ich werde über das Ergebnis an anderer Stelle berichten 🙂

Ich hoffe, Du hattest Spaß an Deinem Ausflug in meinen Tag und ich freue mich über einen Kommentar von Dir! Wenn Du auch einen 12 von 12 verbloggt hast, hinterlasse mir auch gerne Deinen Link! Bis zum nächsten Mal!





Liebe Mara
Möhrchen ist ja ein toller Katzenname. Und sie ist so anmutig! Das mit dem Spazierengehen fand ich auch spannend, hab ich so nicht gekannt. Wir sind hier auf dem Land und da streunen die Katzen einfach bisschen rum wie es ihnen gefällt ;). Ich hoffe, du warst beim Claimen erfolgreicher als ich 😉 …
Ganz liebe Grüße, Edith