Monatsrückblick Dezember 2025:

Jan., 2026 | Rückblicke, Monatsrückblick

Zum Jahresanfang wirkt das Jahresende noch so fern. Doch plötzlich ist er da: Der letzte Monat im Jahr. Ganz zum Schluss konnten wir uns sogar noch über Schnee freuen. Ich sitze hier am warmen Ofen und schreibe meinen Monatsrückblick für den Dezember 2025 und genieße die letzten Schneeflocken, die bereits wieder zu schmelzen beginnen.

Unterricht im „Keine Angst vorm Staubsauger haben“

Auch der Dezember war angefüllt von Ereignissen, die ich so nicht geplant hatte. Unsere Katerbabys haben wir durch die Wochen 8 bis 12 begleitet und konnten ihnen buchstäblich täglich beim Wachsen zusehen! An dem einen Tag wächst der Schwanz mitsamt den Beinen, am nächsten Tag der Körper, dann sind wieder Schwanz und Beine dran. Auch kognitiv hat sich bei den Babys einige getan: Sie fordern mehr und mehr Beschäftigung ein. Ihr Zimmer reicht nicht mehr, sie wollen die nächsten Räume erkunden.

Entsprechend ihrer jeweiligen Entwicklung haben wir in den vergangenen zwei Monaten einiges an Grundlagen gelegt, die ihnen helfen sollen, ein stabiles und aufgeschlossenes Leben zu führen:

Der Staubsauger ist so beliebt geworden, dass wir nun den „Luxus“ haben, dass das Staubsaugen mit einer Bande kleiner Abenteurer auf der Bürste oder der Schulter verläuft. Auf dem Gerät sitzen mögen sie freilich nur, wenn das Gerät abgeschaltet ist. Der Luftstrom wirkt wie ein Fauchen, was jede Katze auf Abstand hält. Aber drüber springen, vorne, wo der Schlauch herausschaut, das macht wieder Spaß. Nein, wir können uns nicht beschweren, dass unsere Katerbande Angst vor dem Staubsauger hätten.

Das Training mit den Babys hat sich positiv abgefärbt auf die Mädels: Unser Möhrchen bleibt zwar ebenfalls sehr entspannt, wenn der Rüssel geschwungen wird, doch ihrer Schwester war das Ding bislang nicht sehr geheuer. Von unserer Angstkatze brauche ich wohl nicht zu reden, dass sie dem Sauger nun wirklich nichts abgewinnen konnte. Umso mehr freuten wir uns, dass selbst unsere Angstkatze zwar noch mit Abstand, aber immerhin sitzen blieb, wenn wir ankündigten „Achtung: Staubi“.

Für Katzen ist es sehr schön, wenn wir unsere Aktivitäten ankündigen. Es gibt ihnen Vorhersehbarkeit und Entscheidungsmöglichkeit, wie sie auf das, was gleich geschehen sollte, reagieren möchten.

Ein noch unentdeckter Schatz

Wer Kinder im Haus hat, hat mitunter das ein oder andere Lesebuch daheim. Und wer mit Katzen und Kinder lebt, dem laufen öfters Bücher mit Katzenthemen über den Weg.

Als Katzenberaterin ist es manchmal schwierig, über Ungenauigkeiten hinweg zusehen. Insbesondere, wenn es um Bereiche geht, die zu unschönen Erlebnissen für Mensch oder Tier führen. Vermutlich kennt das aber jeder in seiner Profession.

Ich bin vor Jahren auf ein Buch gestoßen, das zwar fachlich nicht ganz richtig ist, aber die Aussage ist eine sehr schöne. Für Kinder, die Katzen lieben, ist dieses Buch ein kleiner Schatz, der darauf wartet, entdeckt zu werden.

Es geht um „Henriettes Heim für schüchterne und ängstliche Katzen“ von Alicia Potter. Potter verarbeitet darin ihre Erfahrungen als Pflegestelle für Katzen:

Henriette öffnet ihr Zuhause als Heim für Katzen, die niemand mehr will: die schüchternen und ängstlichen, die nicht springen oder schnurren wollen oder Angst vor dem Besen haben. Eines Tages schleicht sich ein Kater in ihr Zuhause. Es ist Krümel, der der ängstlichste von allen. Als Henriette eines Tages Milch holen geht, doch nicht wieder heimkehrt, machen sich die Katzen sorgen. Krümel ist der einzige der weiß, wo sie ist. Die Katzen starten eine Rettungsaktion, bei der sie über ihre Ängste hinauswachsen und bringen Henriette wieder nach Hause.

Ich hoffe, ich habe an dieser Stelle nicht zu viel von der Handlung verraten. Aber ich wollte dieses Buch als Empfehlung gerne mitgeben. Es ist ein noch eher unbekanntes Buch, doch liebevoll gezeichnet und ohne fragwürdige Moral. Wer katzenbegeisterte Kinder hat, ist mit diesem Buch gut beraten. Ich verlinke mal zu einem bekannten Buch-Anbieter, ohne dass ich dafür eine Provision erhielte, einfach nur, dass Du es Dir anschauen kannst, falls es Dich interessiert.

Unsere Jungen haben es nach langer Zeit wieder herausgeholt und finden es zumindest mit 6 Jahren immer noch sehr schön. Der 8jährige ist dem Alter schon entwachsen, hört aber insgeheim immer noch mit einem Ohr zu.

Von Sorgen, Nöten und „nur eine kurze Frage“

Jahresende findet oft noch ein Endspurt statt, auch, was Termine angeht. Manchmal will man in letzter Sekunde eine Frage loswerden, bevor die meisten Menschen in die Feiertage wechseln und Ferien bzw. Urlaub beginnen. Oder Silvester plötzlich in greifbare Nähe rückt.

Unsere Katzen sind frühzeitig ins Training gegangen und auch die Katerbande wurde direkt einbezogen. So kam es, dass die Babys durchgeschlafen haben und die Mädels sich das Lichterspiel am Fenster anschauten. Glücklicherweise wohnen wir sehr ländlich, sodass der Lärm, Gestank und Müll sich in Grenzen hielt. Doch auch, wenn Du ländlich wohnst, solltest Du jedes Jahr rechtzeitig, spätestens Anfang Dezember damit beginnen, Deine Katzen auf Silvester vorzubereiten.

Ein weiterer Nebeneffekt: Ich habe die Feiertage genutzt, um mein Info-Material zu aktualisieren bzw. aufzuhübschen. Ich hab ein wenig die Arbeit eines hübschen Layouts unterschätzt. Vielleicht gehen die letzten Empfehlungen ja doch noch mal im alten Design heraus?

Der wichtigste Blogartikel

Der angeblich wichtigste Blogartikel eines Blogs ist wohl der Jahresrückblick. Im Rückblick wird nicht nur zurückgeschaut, was war oder wie es war, sondern auch direkt Lehre draus gezogen und für das Folgejahr Ideen gesponnen.

Dieses Jahr habe ich das erste Mal einen Jahresrückblick geschrieben und dafür bei der Blogchallenge von Judith Peters mitgemacht.

Im Dezember konnte ich das Jahr reflektieren und war erstaunt, wie viel passiert ist. Die Herausforderungen des letzten Quartals hatten meinen Blick etwas getrübt, stellte ich fest. Ich war beruflich der Katerbabys wegen deutlich kürzer getreten, z.B. fiel ich im Oktober komplett aus und auch im November war ich noch nicht wieder voll einsatzbereit. Im Dezember konnte ich dann bereits erste Anfragen wieder annehmen und bin nun dabei, die letzten Zeilen zu beenden und abzusenden.

Während ich an meinem Jahresrückblick schrieb, hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. 2026 würde ich anderes vorangehen und weitermachen als in 2025. Über’s Jahr hat sich mein Schwerpunkt gewandelt und ich wünsche mir, mehr das zu tun, was mir Spaß macht und auch deutlicher bzw. strikter zu dem zu stehen, was ich nicht mehr tun werde: Ich kann HalterInnen nicht helfen, die nicht bereit sind, etwas für ihre Katze im Sinne ihrer Katze zu ändern, dran zu bleiben oder, so banal es klingt, mich und meine Arbeit nicht entlohnen zu wollen.

Alles in allem war die Erfahrung der Blogchallenge sehr spannend. Die Atmosphäre hat sehr viel Spaß gemacht und war eine tolle Abwechslung zu meinen anderen Aufgaben. Zu sehen, wo man Anfang des Jahres stand und wo man heute steht, ist beeindruckend. Ich bin gespannt, wohin mich meine Blog-Reise noch führen wird.

Was ich im Dezember veröffentlicht habe

Wie zu erwarten, wenn Arbeit auf Leben trifft und andersherum, bleibt fürs Schreiben weniger Zeit. Laut meiner To-Want-Liste für das 4. Quartal 2025 wollte ich meine ganzen Entwürfe endlich beenden. Ich habe einen Entwurf final geschrieben, nämlich den zu Turner, der neben Leyhausen als einer der wichtigsten Pioniere in der Katzenforschung gilt. Mir juckt es in den Fingern, noch mehr über die Beziehung zwischen Katze und Mensch, deren Entwicklung usw, zu schreiben. Da kommt der Verhaltensforscher in mir zu Tage. Naja, 2026 hat gerade erst begonnen. Dafür sind neue Entwürfe dazu gekommen, so dass es mir in 2026 nicht an Ideen mangelt.

Monatsrückblick November 2025: Wie soll es jetzt weitergehen? – Mara Hoffmann | Katzenberatung & Katzentraining

12 von 12 im Dezember 2025: der letzte 12 von 12 in 2025 – Mara Hoffmann | Katzenberatung & Katzentraining

Dennis C. Turner — Wie ein Ethologe unsere Sicht auf Katzen veränderte – Mara Hoffmann | Katzenberatung & Katzentraining

18 Gründe für ein Leben mit Katze – Mara Hoffmann | Katzenberatung & Katzentraining

Jahresrückblick 2025: Intensiv und schmerzvoll! – Mara Hoffmann | Katzenberatung & Katzentraining

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Hi, ich bin Mara

Hi, ich bin Mara

Als Katzenverhaltensberaterin & Pädagogin begleite ich Dich dabei, Deine Katze auf Augenhöhe zu verstehen und eine Beziehung zu gestalten, die auf Respekt und Vertrauen beruht.

Mein Augenmerk liegt besonders auf Katzen in Familien mit Kindern – gerade dort, wo der Alltag oft hektisch und herausfordernd ist.

Ich helfe Dir, Missverständnisse aufzulösen und eine echte Verbindung zwischen euch zu gestalten – mit alltagstauglichen Schritten, die sich unkompliziert in Dein Familienleben integrieren lassen. Gemeinsam schaffen wir einen entspannten Alltag mit Nähe, Spiel und Geborgenheit.

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