Monatsrückblick Januar 2026: Aufbruchsstimmung und Vorfreude

Feb., 2026 | Rückblicke, Monatsrückblick

Ein Rückblick ist eine wunderbare Gelegenheit, zu reflektieren und inne zu halten: Was verlief gut, was nicht so gut? Woran muss ich arbeiten? Was will ich nachjustieren? Was will ich loslassen? Was gehört zu mir? Und was nicht?

In diesem Monatsrückblick Januar 2026 wird mir v. a. bewusst, dass das Jahr bereits einen Monat alt ist! Die Wochen vergingen wie im Flug! Und doch ist so vieles bereits im Januar passiert! Meine Highlights teile ich mit Dir in diesem Rückblick!

Jahresrückblick- Jahresausblick

Über den Jahreswechsel hinweg habe ich meinen Jahresrückblick 2025 geschrieben. Dabei kristallisierte sich ein Thema in meinen Beratungen besonders heraus: Unsauberkeit. Unter Kolleg*innen ist dieses Thema weniger beliebt. Das liegt v. a. daran, dass Katzenhalter*innen oft zu lange warten, bevor sie sich Hilfe holen. Entsprechend dünn sind ihre Nerven und gering ihr Wunsch, noch etwas zu tun: Die traurige Folge ist meistens, dass die Katze abgegeben wird und keine Hilfe mehr in Anspruch genommen wird.

Dabei lässt sich Unsauberkeit gut beheben. Wenn wir verstehen, dass Verhalten uns Informationen über das Befinden einer Katze gibt, dann können wir auch Unsauberkeit als Kommunikationssignal annehmen. Als solches ist jede Pfütze und jedes Häufchen eine Botschaft an den Menschen: „Mir geht es nicht gut. Bitte tu‘ etwas!“ Und aus dieser Perspektive können wir Verständnis und Kraft entwickeln, unserer Katze zu helfen. Katzenhaltung ist eben nicht „einfach“ und läuft nicht „nebenbei“. Dieser Mythos wird so vielen Familien zum Fallstrick- völlig unnötig, wenn wir Katzenhaltung ernst nehmen und uns unserer Verantwortung für dieses hoch intelligente und faszinierende Lebewesen bewusst werden, Informationen sammeln und handeln.

Wie wichtig dieses Thema ist, zeigten auch die ersten Wochen im neuen Jahr: Ich erhielt allein drei Anfragen zum Thema Unsauberkeit in den ersten zwei Januar-Wochen. Da die Halter*innen bereits im Netz nach Infos suchten, aber entweder nicht zufrieden oder weiterhin unsicher waren, führte ich selber eine Recherche durch. Dabei bin ich über etliche Ratschläge gestolpert, die sich der Thematik widmen, aber leider nicht so gut die Hintergründe erklärten oder tatsächlich Falschinformationen streuten. Deswegen habe ich begonnen, eine eigene Reihe zum Thema Unsauberkeit zu schreiben. Und so, wie ich bin, schaue ich, dass ich ziemlich in die Tiefe gehe. Wenn Deine Katze ebenfalls über Pfützen oder Häufchen mit Dir spricht, dann schaue in den nächsten Wochen unbedingt immer wieder vorbei!

Ein schwarz-weißes Kätzchen sitzt in einer großen Katzentoilette und verrichtet seine erste Pfütze in der Toilette.
Katzen sind reinliche Tiere- Unsauberkeit ist ein Hilferuf!

Drei Einbrüche und ein Rätsel

Der anhaltende Frost holte alle Wärme aus unserem alten Bauernhaus und fordert(e) uns einiges ab. Wir nutzten die Gunst der Stunde und übten uns in Spuren lesen, entdeckten Perlen und liefen durch einen zugefrorenen Bach. So viel Schnee gab es lange nicht. Die Natur klang einerseits so ruhig, andererseits zwitscherte und flatterte es überall. Sogar die ersten Zugvögel sind auf ihrer Durchreise bereits bei uns angekommen. Da kann der Frühling wirklich nicht mehr lang auf sich warten lassen?!

Mittendrin fiel ein Kachelofen aus und dennoch hielt sich die Temperatur im Haus wacker bei 17 Grad. Die Gastherme gab ihr Bestes. Wir konnten spüren, wie unterschiedlich die Wärme eines Ofens im Vergleich zu einer regulären Heizung ist. Da liegen wirklich Welten dazwischen. Daher sind wir unendlich dankbar, dass der Ofen Anfang Februar wieder seine Arbeit aufnehmen kann!

Die Kälte, die Anfang des Jahres hier einbrach und der Ofen, der ebenfalls „einbrach“, hatten zur Folge, dass auch unsere Gesundheit „einbrach“. Direkt zu meinem Geburtstag erwischte meine Familie die Grippe und lag zwei Wochen krank, bis sie endlich wieder auf die Beine kam.

Während dieser Zeit schrieb ich an mehren Artikeln, u. a. dem ersten Beitrag zu meiner Unsauberkeits-Serie. Ich wollte ihn eigentlich direkt nach der Veröffentlichung versenden, als ich feststellte, dass sich immer wieder etwas an meinem Beitrag verstellt hatte. Textblöcke verschwanden oder waren plötzlich doppelt. Auch die Abstände hatten sich verschoben. Ich war etwas über eine Woche damit beschäftigt herauszufinden, was denn da los sei und hatte den Artikel immer wieder überarbeitet, Fehler behoben etc. Zusätzlich habe ich sämtliche Passwörter geändert. Seitdem habe ich den Eindruck, dass der Artikel stabil ist. Wer weiß, was los war. Es ist mir ein Rätsel.

Verantwortung braucht Vorbilder

Wer in der Katzenwelt unterwegs ist, dem werden die vielen Aufrufe rund um eine Kastrationsverordnung bzw. Katzenschutzverordnung nicht entgangen sein. Über 2 Millionen Straßenkatzen leben derzeit auf Deutschlands Straßen- verwilderte Hauskatzen und ihre Nachkommen. Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die mir sehr früh einen verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren beibrachte. Als Kinder begleiteten wir unsere Mutter nicht nur zu Tierarzt-Besuchen. Auch unser örtliches Tierheim und weitere private Organisationen sowie Pensionen und Pflegestellen waren uns vertraut.

Ich erinnere mich sehr gut an eine Frau, die uns eines Tages bat, einen Kater aufzunehmen, der an FIV litt, mit dem Wunsch, ihm einen schönen Lebensabend zu ermöglichen. Ihm wurden nur noch wenige Wochen bis Monate gegeben. Doch er blieb uns mehrere Jahre ein treuer Begleiter- bis zu dem Tag, als ich mich wie oft um seine Fellpflege kümmerte und plötzlich ganze Büschel samt Haut in der Hand hielt. Wir hatten Jerry alle sehr ins Herz geschlossen und so war es ein sehr schmerzlicher Abschied.

Das Bewusstsein um Elend, Leid und Schmerzen unserer Katzen berührt mich. Es ist mir daher eine Selbstverständlichkeit, unsere Päppelkatzen kastrieren zu lassen. Mit einem Alter von etwas über 16 Wochen und einem Gewicht zwischen 2,4kg und 2,9 kg haben wir sie unserer Tierärztin vorgestellt. Zwei kräftige Kater wurden bereits kastriert. Im Februar folgen der dritte Kater und und unser zierliches Mädchen. Sie erhält ein wenig mehr Zeit, um an Gewicht zuzulegen.

Ich bin kein populäres Gesicht für „den Tierschutz“. Ich bin keine „Heldin“. Man findet mich auch eher weniger auf Kundgebungen oder Protestveranstaltungen. Ich bin jemand, die mit eigenem Beispiel voran geht, zuhört, aufklärt und die nächste Generation für mehr Verständnis und Respekt gegenüber Lebewesen sensibilisiert, die um uns herum leben oder die wir selbst in unseren Haushalt aufnehmen- wohlweislich, dass nicht immer alles so läuft, wie man sich das wünscht. Ich bin jemand, die da ist und mit anpackt, weil es richtig ist- auch wenn es schwierig wird. So sind unsere Babys zu uns gekommen.

Unsere Jungen begleiten mich zu den Tierarzt-Terminen. Wir lesen gemeinsam Bücher über Tiere, besuchen Tierheime oder Gnadenhöfe. Sie werden in die Versorgung und Pflege unserer Katzen mit einbezogen und müssen genauso lernen, auf eine Aktivität zu verzichten, wenn die Versorgung Vorrang hat. Sie stellen Fragen, machen sich ihre Gedanken, haben Sorgen, Ideen und Wünsche. In allem schaue ich, dass ich sensibel und entsprechend ihres Alters und Verständnisses darauf eingehe – ohne zu erwarten, dass sie wirklich alles verstehen oder umsetzen, was ich ihnen versuche näherzubringen.

Ich muss gestehen: Es ist nicht immer einfach, es braucht Geduld, Zeit, Aufmerksamkeit. Doch es lohnt sich! Es ist so unglaublich berührend zu sehen, wie ihr Mitgefühl und ihr Verständnis wachsen und wie sie selber kreativ werden und lernen, Entscheidungen zum Wohle eines anderen zu treffen. Natürlich sind sie immer noch Kinder und haben ihre Flausen im Kopf. Aber der Same ist gesät. Welche Frucht daraus erwächst, wird sich zeigen.

Was im Januar 2026 sonst noch los war

Bei uns stehen alle Zeichen immer noch auf Katzenaufzucht- sie wachsen, gedeihen und erkunden ihre Umwelt. ihr wachsender Verstand will dabei sehr gefordert und gefördert werden und bringt uns auf allerlei Ideen. Wir haben wirklich unsere Freude daran, die Kleinen beim Heranwachsen zu begleiten.

Mit neuen Reizen sorgen wir für Abwechslung im frostigen Winteralltag und bereiten im Training auf Alltagssituationen sowie erste Freiland-Abenteuer vor. Derweil sorgen die ungewöhnlichen Vorlieben der einzelnen Babys für die ein oder andere Schnappatmung…

Und wer meint, Katzen seien neben „einfach“ und „nebenbei“ auch noch „günstig“, dem darf ich wohl nicht von unserer Rechnung für die Kastration, dem neuen Küchenherd etc. erzählen… Puh, was da an Ausgaben diesen Monat zusammenkamen, inkl. der laufenden Kosten wie Futter, Streu & Co. Katzen sind definitiv nicht „günstig“ 😉

Was ich im Januar 2026 veröffentlicht habe

Monatsrückblick Dezember 2025: ungewohnter Jahresausklang

Mein Motto für 2026: Mein Weg – meine Art – mein Tempo

12 von 12 im Januar 2026: fiebernde Kinder & der Beginn einer Erkältungswoche

Meine To-Want-Liste für das 1. Quartal 2026

Warum Training bei Katzen oft scheitert- und was über Erfolg und Misserfolg entscheidet

Unsauberkeit bei Katzen: Der komplette Leitfaden zu Urin- & Kotproblemen (Ursachen, Diagnostik, Lösungen)

Ausblick auf den Februar 2026

Im Februar nehme ich an einem ganz besonderen Event teil: der Blogdekade! Die von Franzi Blickle ausgerichtete Tradition findet bereits zum 10. Mal statt und ich bin mehr als gespannt auf alles, was mich erwartet! Eines kann ich Dir vergewissern: Es wird eine Menge Blogartikel „regnen“. Und ich freue mich riesig, wenn Du den einen oder anderen oder alle liest und mir einen Kommentar hinterlässt!

Außerdem steht noch eine Beratung aus und dann heißt es für mich: Schreiben- und Abenteuer erleben. In MV stehen die Winter-Ferien vor der Tür. Es sind ein paar Ausflüge mit den Kindern geplant und ganz wichtig: Die letzten beiden Babys werden kastriert.

Weitere Beiträge

Hi, ich bin Mara

Hi, ich bin Mara

Als Katzenverhaltensberaterin & Pädagogin begleite ich Dich dabei, Deine Katze auf Augenhöhe zu verstehen und eine Beziehung zu gestalten, die auf Respekt und Vertrauen beruht.

Mein Augenmerk liegt besonders auf Katzen in Familien mit Kindern – gerade dort, wo der Alltag oft hektisch und herausfordernd ist.

Ich helfe Dir, Missverständnisse aufzulösen und eine echte Verbindung zwischen euch zu gestalten – mit alltagstauglichen Schritten, die sich unkompliziert in Dein Familienleben integrieren lassen. Gemeinsam schaffen wir einen entspannten Alltag mit Nähe, Spiel und Geborgenheit.

Kommentare zum Beitrag

1 Kommentar

  1. Liebe Mara!
    Oh was sind die Kätzchen süsz – und grosz geworden, seit ich sie das erste mal sah! Aber ich kann erahnen, was da für Aufmerksamkeit und Mühe dahintersteckt.
    Unsauberkeitsprobleme hatte ich mit meinem nie, so traumatisiert und verschreckt er auch war. Wir haben ganz viel Zeit miteinander verbracht, sofern er das wollte. Sonst ging er seiner Wege und hatte mehrere Rückzugsverstecke, von denen ich nichts wuszte 😉 Da bin ich dann auch nie hingegangen.
    Er müszte inzw. ins 17. Jahr gehn, so genau ist das nicht feststellbar – ich hoffe, er bleibt mir noch eine Weile.
    Auch mit früheren Katzen meiner Eltern gab es sowas nie. Ich selbst konnte lange keine Katzen haben wg. Allergie, die aber recht erfolgreich behandelt worden ist, bis auf einen kleinen Rest – damit kann ich leben.
    Ja, Dein Blog – das unbekannte Wesen! Seufz… ich bin mit WordPress nie warm geworden und komme ansonsten mit Blogspot gut zurecht, bis auf kleine Ausnahmen, die gibt es immer –
    Liebe Grüsze
    Mascha

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