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	<title>Katzentraining mit Kind | Mara Hoffmann | Familienkatze</title>
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	<description>Deine Expertin für Katze &#38; Kind</description>
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	<title>Katzentraining mit Kind | Mara Hoffmann | Familienkatze</title>
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		<title>Das 1-2-3-Spiel für Katzen in Familien mit Kind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mara Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 17:29:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Katzentraining mit Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[Das 1-2-3-Spiel ist ein einfaches Pattern Game für Katzen. Es führt Deine Katze ins Training ein, gibt ihr Sicherheit und zeigt Dir, wie es ihr geht. Auch Dein Kind kann später mitspielen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Lovis hebt den Kopf, sobald ich &#8220;Three&#8221; sage. Mit diesem kleinen Moment beginnt unser 1-2-3-Spiel: Sie hat verstanden, dass das Wort ein Leckerli ankündigt und auch, dass sie selbst dieses Spiel initiieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das 1-2-3-Spiel ist das erste Pattern Game, das ich Familien empfehle, die beginnen, mit ihrer Katze aktiv zu arbeiten. Du brauchst dafür weder einen Clicker noch Vorwissen. Wenn in Deinem Alltag mit Kind viel los ist, findest Du hier also einen einfachen Einstieg ins Katzentraining, das sich gar nicht nach Training anfühlt, sondern eher nach gemeinsamen Spielen mit praktischem Nebeneffekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Lovis hat ihre Freude daran, mich zum Spielen aufzufordern. Für sie ist das eine große Entwicklung, denn Lovis war eine traumatisierte Angstkatze. Ich weiß, dass ich das schon oft geschrieben habe, und ich werde ihr einen eigenen Artikel widmen. Für dieses Mal muss es aber noch einmal genügen. Denn ich will Dir das einfachste Spiel zeigen, das Katzen lernen können und mit dem Du die Tür ins Katzentraining öffnest, sogar für ängstlichste Katzen, die von Menschen so gar nichts halten möchten wie Lovis.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-color has-background has-link-color wp-elements-1 is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow" style="color:#3e2b22;background-color:#f7f2e7">
<p class="has-text-color has-background has-link-color wp-elements-2 wp-block-paragraph" style="color:#3e2b22;background-color:#f7f2e7;letter-spacing:1px"><strong>Kurz und knapp:</strong> Was ist das 1-2-3-Spiel und wie hilft es Familien mit Kind?<br>Das 1-2-3-Spiel ist ein Pattern Game, das von Leslie McDevitt für hochreaktive Hunde entworfen und später von Beth Brown für Katzen adaptiert wurde. Bei 1-2-3 zählst Du &#8220;eins&#8221;, &#8220;zwei&#8221;, &#8220;drei&#8221; in einer beliebigen Sprache und gibst direkt nach der Drei ein Leckerli. Die feste Abfolge macht den Moment vorhersehbar, schenkt Deiner Katze Sicherheit und zeigt Dir, ob sie ansprechbar ist. In Familien mit Kind eignet es sich als ein einfacher Trainingsschritt, mit dem Du eine positive Verbindung zwischen Deiner Katze &amp; Deinem Kind aufbauen kannst.</p>
</blockquote>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>





<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist das 1-2-3-Spiel?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das 1-2-3-Spiel gehört zu den Pattern Games. Das sind kurze Spiele mit immer gleicher Abfolge, bei denen dieselbe Handlung stets zum selben Ergebnis führt. <a href="http://www.controlunleashed.net/" target="_blank" rel="noopener">Leslie McDevitt</a> hat sie in ihrem Buch &#8220;Control Unleashed&#8221; für Hunde entwickelt. <a href="https://eartotail.com/" target="_blank" rel="noopener">Beth Brown</a> ist Katzenverhaltensberaterin und wurde von Leslie McDevitt zum <a href="https://www.cleanrun.com/product/control_unleashed_instructor_certification_program_ccui/index.cfm?ParentCat=1349" target="_blank" rel="noopener">Certified Control Unleashed Instructor (CCUI)</a> ausgebildet. Aktuell ist sie Vizepräsidentin des weltweiten Verbands für Verhaltensberater*innen, der <a href="https://iaabc.org/" target="_blank" rel="noopener">International Association of Animal Behavior Consultants (IAABC)</a>. Sie bereitete die Pattern Games für Katzen auf und bildet Katzenverhaltensberater*innen und Katzentrainer*innen weltweit in den Pattern Games weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In 1-2-3 zählst Du auf Deutsch oder in einer beliebigen anderen Sprache &#8220;eins&#8221;, &#8220;zwei&#8221;, &#8220;drei&#8221; oder &#8220;one&#8221;, &#8220;two&#8221;, &#8220;three&#8221; und gibst direkt nach der Drei ein Leckerli. Ich nutze die englischen Zahlwörter, da sie sich phonetisch besser voneinander unterscheiden als die deutschen Wörter. Drei Eigenschaften machen 1-2-3 zu einem guten ersten Spiel:</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Deine Katze muss kein eigenes Verhalten zeigen, also nichts tun, damit sie ein Leckerli erhält. Das Leckerli erfolgt auf Dein Wort &#8220;Three&#8221;, ob sie Dich ansieht oder nicht.</li>



<li>Du brauchst keinen Clicker und keine Trainingsvorerfahrung.</li>



<li>Die feste Abfolge macht den Moment vorhersehbar. Deine Katze weiß, was kommt, und kann sich entsprechend darauf einstellen.</li>
</ul>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Damit legst Du den Grundstein für weiteres Training: <strong>Deine Katze lernt, dass Dein Wort etwas ankündigt</strong> und dass das, was folgt, gut ist. Auf dieser ersten Verständigung bauen alle weiteren Spiele auf. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls Du mich schon länger kennst, erinnerst Du Dich, dass ich bisher Up &amp; Down als Einstieg ins Katzentraining empfohlen habe. Es ist ebenfalls ein sehr niedrigschwelliges Spiel und ich bringe es meinen Familien neben 1-2-3 gerne zu Beginn des Katzentrainings bei. Da ich aber stets auf der Suche danach bin, es Familien noch einfacher zu machen, ihrer Katze zu helfen, schaute ich genauer hin: Noch einfacher als Up &amp; Down ist 1-2-3. Es braucht erst einmal gar nichts von Deiner Katze, während bei Up &amp; Down ein Minimum an Mitarbeit Deiner Katze benötigt wird. </p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was 1-2-3 für Deine Katze bedeutet</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das 1-2-3-Spiel gibt Deiner Katze ein vertrautes Muster und vermittelt ihr dadurch Sicherheit. Weil die Abfolge immer gleich bleibt, weiß sie, was als Nächstes kommt. Wenn Du das Spiel mit Deiner Katze gut beherrschst, fängst Du an, es zu variieren: Du kannst Dich im Raum bewegen, es an anderen Orten spielen oder eine weitere Person hinzuholen. Durch das Variieren nimmt Deine Katze dieses Muster in ihren Alltag mit und lernt, dass sie sicher ist, egal, wie ihr Umfeld sich gerade gestaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich werden ihr die Menschen vertrauter: Je öfter Deine Katze erlebt, dass beim Spiel verlässlich gezählt wird und ein Leckerli folgt, desto besser kann sie das Verhalten des Menschen einschätzen. Dadurch wirkt das Verhalten von Menschen weniger bedrohlich. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt die Erfahrung, etwas bewirken zu können. Bei Lovis wiegt das besonders schwer. Bevor sie zu uns kam, hatte sie eher erlebt, dass ihr Handeln keinen positiven Unterschied machte: Sie wurde gelockt, eingesperrt, gejagt, und Menschen wurden übergriffig. Wenn Lovis spielen will, zeigt sie mir ein bestimmtes Verhalten, mit dem sie das Spiel initiiert. Es ist ihr Startsignal. Außerdem lernt Lovis durch das Spielen, dass niemand ohne ihre Erlaubnis ihr zu nahe kommt. Sie muss nicht fliehen oder sich verteidigen, um Gehör zu finden, und so kann sie umlernen. Man könnte es so zusammenfassen: Ich habe eine Stimme, und die zählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Positive Gefühle belohnen sich selbst und entspannen. Wenn Du das Spiel in vielen Situationen geübt hast, kannst Du es später dort einsetzen, wo Deine Katze Unterstützung braucht, etwa bei Besuch oder beim Tierarzt oder wenn Du Dein Baby stillst. Es signalisiert ihr: Alles in Ordnung, wir spielen, Du kannst mir vertrauen.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was Du durch 1-2-3 erkennst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das 1-2-3-Spiel gibt Dir eine wichtige Information über Deine Katze. Spielt sie mit Dir mit, liegt sie unterhalb ihrer Reizschwelle und ist ansprechbar. Außerdem kann durch 1-2-3 ein leicht erhöhter Stresspegel sinken.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-uagb-info-box uagb-block-1dd69d11 uagb-infobox__content-wrap  uagb-infobox-icon-above-title uagb-infobox-image-valign-top"><div class="uagb-ifb-content"><div class="uagb-ifb-icon-wrap"><svg xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><path d="M0 256C0 114.6 114.6 0 256 0C397.4 0 512 114.6 512 256C512 397.4 397.4 512 256 512C114.6 512 0 397.4 0 256zM371.8 211.8C382.7 200.9 382.7 183.1 371.8 172.2C360.9 161.3 343.1 161.3 332.2 172.2L224 280.4L179.8 236.2C168.9 225.3 151.1 225.3 140.2 236.2C129.3 247.1 129.3 264.9 140.2 275.8L204.2 339.8C215.1 350.7 232.9 350.7 243.8 339.8L371.8 211.8z"></path></svg></div><div class="uagb-ifb-title-wrap"><h3 class="uagb-ifb-title">Gut zu wissen</h3></div><p class="uagb-ifb-desc"><strong>Was bedeutet &#8216;Reizschwelle&#8217;?</strong><br>Mit Reizschwelle wird die Grenze beschrieben, ab der ein Reiz Deine Katze zu stark aufregt. Unterhalb dieser Grenze kann sie noch Informationen aufnehmen und je nach Umstand überlegt handeln und lernen. Wird die Grenze überschritten, kann sie nicht mehr rational denken und reagiert nach einem ihr vertrauten Handlungsmuster.</p></div></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Spielt Deine Katze nicht mit oder geht nicht auf Dich ein, kann das bedeuten, dass sie etwas stört. Schau Dich um: Worauf richtet sie ihre Aufmerksamkeit? Auf ein Geräusch, einen Menschen, einen Geruch oder einen Platz? Dadurch erkennst Du schneller, was sie ablenkt oder belastet, und kannst gezielt daran arbeiten. Drängen hilft hier nicht. Wenn Deine Katze nicht mitspielt, ist das eine Information, mehr nicht. Zeigt sie subtile Anzeichen von Schmerzen, lass sie bitte tierärztlich untersuchen. </p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wo liegt die Grenze von 1-2-3?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte betonen, dass Pattern Games eine Methode sind, die Deine Katze unterstützen kann. Das 1-2-3-Spiel ist dabei ein Werkzeug. Es hilft am besten vorbeugend, solange Deine Katze ansprechbar ist. Bringe es ihr in Momenten bei, die ruhig sind. Für einen Start mitten in einer Schreckreaktion oder starken Aufregung eignet es sich nicht. Stell es Dir wie Schwimmen lernen vor: Du beginnst nicht mit dem Schwimmunterricht, wenn Du untergehst, sondern weit vorher, um das Untergehen zu vermeiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bitte beachte unbedingt: <strong>Ein Pattern Game wirkt nur im passenden Zusammenhang.</strong> Wenn Du einen Kurs zu Pattern Games findest, solltest Du darauf achten, ob Dir neben dem Spiel selbst auch seine Anwendung beigebracht wird. In meinem Kurs, der demnächst mit einer Beta-Runde startet, ist dies ein Schwerpunkt: Ich will Dir zeigen, wann sich welches Pattern Game eignet, wie Du es aufbaust und auf unterschiedliche Situationen überträgst. Wenn Dich das interessiert, trag Dich gerne in meinen <a href="https://marahoffmann.de/newsletter-anmeldung/">Newsletter</a> ein, dort erfährst Du weitere Infos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zieht sich Deine Katze dauerhaft zurück, faucht oder kratzt sie oder verändert sich ihr Verhalten plötzlich, lass zuerst tierärztlich abklären, ob Schmerzen oder eine Erkrankung dahinterstecken. Kratzt oder beißt sie jemanden, sorge dafür, dass sie sich in einen Raum zurückziehen kann, ohne dass Du sie anfasst. Sie soll sich erst einmal beruhigen dürfen. Eine <a href="https://marahoffmann.de/verhaltensberatung/">Verhaltensberatung</a> hilft Dir hier weiter, die Zusammenhänge zu verstehen und die Ursache herauszufinden.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie Du das 1-2-3-Spiel aufbaust</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für 1-2-3 brauchst Du lediglich ein paar Leckerli und Deine Katze. Als Belohnung nehme ich hier Leckerli, weil sie die größte Akzeptanz bei Katzen genießen und sich auch für ängstliche Katzen eignen. Wenn Deine Katze weniger auf Leckerli anspricht, dagegen aber z. B. Streicheleinheiten viel lieber mag, nutze ein kurzes Kraulen durch Dich als Belohnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Baue die Abfolge rückwärts, also von hinten nach vorne auf. Dieser Rückwärtsaufbau heißt Backchaining und ist ein einfacher Weg, um jemandem ein neues Verhalten beizubringen. So geht&#8217;s:</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Gib &#8220;Three&#8221; eine Bedeutung und lade es auf</strong><br>Sag &#8220;Three&#8221; und gib Deiner Katze sofort ein Leckerli. Wiederhole dies etwa 5-10 Mal pro Einheit. Wiederhole die Einheit an mehreren Tagen nacheinander, bis Deine Katze reagiert, z. B. den Kopf anhebt oder Dir ihre Aufmerksamkeit schenkt. Anhand ihrer Reaktion erkennst Du, wann sie versteht, dass &#8220;Three&#8221; ihr ein Leckerli ankündigt.</li>



<li><strong>Setze &#8220;Two&#8221; vor &#8220;Three&#8221;</strong><br>Sag &#8220;Two&#8221;, anschließend &#8220;Three&#8221; und gib dann das Leckerli. Wiederhole dies wie eben beschrieben, bis Deine Katze schon bei &#8220;Two&#8221; reagiert.</li>



<li><strong>Setze &#8220;One&#8221; vor &#8220;Two&#8221; und &#8220;Three&#8221;</strong><br>Führe &#8220;One&#8221; genauso ein wie &#8220;Two&#8221;.</li>



<li><strong>Startsignal einführen</strong><br>Achte darauf, ob Deine Katze Dir von sich aus irgendein Verhalten zeigt, das Du als Signal nutzen kannst, um 1-2-3 zu starten. Im Verlaufe des Spiels hob Lovis z. B. an ihrem Platz ihr linkes Vorderpfötchen. Ich habe das als Startsignal genommen und künftig erst mit dem Zählen begonnen, wenn sie ihr Pfötchen hob. Dadurch bekam sie eine Möglichkeit, mir klar zu sagen, dass sie jetzt spielen will.</li>
</ol>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gehe immer erst dann zum nächsten Schritt, wenn Du die Reaktion bei dem jeweils aktuellen Schritt deutlich siehst. Dein Tempo richtet sich immer nach Deiner Katze.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie Du 1-2-3 an unterschiedlichen Orten spielst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald die Zahlenfolge und das Startsignal feststehen, übst Du das Spiel in wechselnden Situationen. Lernen geschieht immer abhängig vom Zusammenhang. Ein Spiel, das am Lieblingsplatz klappt, gilt für Deine Katze noch nicht automatisch auch im Flur oder am Abend. Dieses Übertragen auf neue Situationen heißt Generalisieren. Das habe ich mit Lovis geübt:</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich wechselte meine Position und zählte rechts von ihr, statt wie zuvor links.</li>



<li>Wir gingen einen Schritt weg von ihrem Lieblingsplatz und wählten eine niedrigere Ebene, also vom Kratzbaum auf den Wohnzimmertisch.</li>



<li>Wir wechselten den Raum und spielten statt im Wohnzimmer in der Küche.</li>



<li>Wir spielten zu anderen Uhrzeiten und in Anwesenheit anderer Menschen und Katzen.</li>



<li>Zuletzt spielten meine Kinder mit Lovis 1-2-3.</li>
</ul>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Jedes Mal, wenn ich etwas an dem Spiel variierte, initiierte ich es zuerst und begann wieder mit dem ersten Schritt. Da der Zusammenhang jeweils neu war, wollte ich, dass Lovis verstand, dass wir 1-2-3 nun auch an dem anderen Ort oder zu der anderen Uhrzeit spielen können. Sobald sie verstand und mir ihr Startsignal anbot, initiierte ich das Spiel vorerst immer seltener und überließ ihr die Kontrolle, wann sie spielen wollte. Dadurch festigte sich das Startsignal, und Lovis erlebte, dass sie direkt mit mir kommunizieren kann und ich sie höre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile ist es ein Miteinander: Wir beide fragen, ob der jeweils andere Lust hat, 1-2-3 zu spielen. Dabei spreche ich Lovis einfach an: &#8220;Lovis, 1-2-3 spielen?&#8221; Ich pausiere kurz, beginne zu zählen und gebe bei &#8220;Three&#8221; das Leckerli. Damit prüfe ich ihre Bereitschaft zum Mitspielen. Nach dem Leckerli beobachte ich ihre Reaktion: Hebt sie ihre linke Pfote, dann will sie spielen. In dem Fall zähle ich im zweiten Durchgang erst, wenn Lovis erneut ihre Pfote als Startsignal hebt und mich damit zum Weiterspielen auffordert. Hebt sie dagegen ihre Pfote nicht, dann blinzle ich ihr zu und gehe, denn dann will sie in der Regel ihre Ruhe haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beth empfiehlt, jede Runde mit ein oder zwei Durchgängen der Grundversion aufzuwärmen. Außerdem beschreibt sie eine mögliche Variante: Du machst zu jeder Zahl einen kleinen Schritt und gibst nach &#8220;Three&#8221; das Leckerli. Später, wenn das Spiel gefestigt ist und Du weitere Pattern Games lernst, kannst Du verschiedene Spiele miteinander kombinieren. Du kannst kreativ werden und eure ganz eigenen Abfolgen entwickeln oder die Kombinationen gezielt einsetzen, wenn Du einen Moment überbrücken musst. Pattern Games sind wirklich vielseitig einsetzbar.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wann kann Dein Kind bei 1-2-3 mitspielen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sobald Du das Spiel mit Deiner Katze aufgebaut hast und Dein Kind die Abfolge gut beherrscht, kann es ebenfalls 1-2-3 mit Deiner Katze spielen. Doch auch wenn das Spiel einfach ist, bleibt der Aufbau Erwachsenensache. Bleib daher in der Nähe und beobachte Deine Katze und Dein Kind, wenn sie miteinander 1-2-3 spielen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gemeinsame Spielen geschieht in der Regel, ohne sich zu berühren. Das ist v. a. für Deine ängstliche Katze wichtig, denn bevor sie Berührung erlaubt, muss sie Deinem Kind erst vertrauen. Das 1-2-3-Spiel gibt ihr die Möglichkeit dazu: Dein Kind kann Kontakt zu Deiner Katze aufbauen und mit ihr interagieren, ohne sie zu berühren.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hinweis: Streicheln</strong><br>Ob und wann Dein Kind Deine Katze streicheln darf, entscheidet Deine Katze. Kommt sie auf Dein Kind zu, beschnuppert es oder reibt ihr Köpfchen an ihm, halte Dein Kind in diesem Moment zurück. Mit dem Kopfreiben beginnt Deine Katze, Dein Kind in ihre Welt zu holen und ihren Geruch mit seinem zu mischen. Das ist keine Einladung zum Streicheln. Reibt sie ihr Köpfchen mehrmals entspannt an Deinem Kind, kannst Du die Hand Deines Kindes in Deine nehmen und Deiner Katze entgegenhalten. So baust Du ihr eine Brücke und bleibst als vertraute Person an ihrer Seite. Weicht Deine Katze zurück, beende die Annäherung. Wie Du das Streicheln Schritt für Schritt aufbaust, beschreibe ich in einem eigenen Artikel, der demnächst erscheint.</p>
</blockquote>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Dein Kind mit Deiner Katze spielt, wird es für sie zu einer Quelle angenehmer Erfahrungen. Und auch Dein Kind lernt dabei viel:</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list">
<li>Es beobachtet das Verhalten Deiner Katze, lernt es zu verstehen und richtet sein eigenes Handeln daran aus.</li>



<li>Es lernt Respekt vor der Entscheidung eines Lebewesens, das schwächer wirkt.</li>



<li>Es nimmt ein Ja und ein Nein an, ohne es persönlich zu nehmen. Beides sind Informationen Deiner Katze, die einen ebenso freien Willen hat wie Dein Kind.</li>
</ul>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Pattern Games knüpfen an den Gedanken der Gewaltfreien Kommunikation an, und die ganze Familie lernt mit. Ihr verbringt gemeinsame Zeit, in der ihr gedanklich beieinander seid. Fernseher und Handy bleiben aus. Sowohl Deine Katze als auch Dein Kind erleben diese Momente positiv, und das stärkt die Beziehung untereinander. Und Du kannst zusehen, wie euer Alltag sich Stück für Stück entspannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Katzen und Kinder im Spiel lernen, habe ich auch im Artikel <a href="https://marahoffmann.de/ernst-des-spiels/">Der Ernst des Spiels</a> beschrieben.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">FAQs</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Muss meine Katze etwas können, um 1-2-3 zu spielen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nein. Deine Katze muss nichts können und sie muss auch kein Verhalten zeigen. Es ist egal, ob sie Dich ansieht, wegschaut oder sich umdreht. Das Leckerli bekommt sie trotzdem. Ihre Reaktion verrät Dir aber, ob sie ansprechbar ist. Bietet Deine Katze hingegen von sich aus ein Verhalten an, kannst Du es später als Startsignal aufbauen.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Was kann ich tun, wenn meine Katze keine Leckerli mag?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Katzen sind Leckerli nicht besonders zugeneigt und schätzen andere Dinge mehr, etwa Streicheln oder etwas zum Riechen oder Erkunden. Leckerli sind als Belohnung am weitesten verbreitet, deshalb nutze ich sie hier als Beispiel. Wenn Deine Katze keine Leckerli verträgt, suche Unterstützung durch eine Katzenernährungsberatung. Oft kannst Du einen Teil des regulären Futters Deiner Katze als Leckerli nutzen. Beobachte, was Deine Katze bevorzugt, und gib es ihr als Belohnung auf Dein Zahlwort.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Kann mein Kind das Spiel auch mit meiner Katze spielen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, sobald Du es mit Deiner Katze aufgebaut hast. Danach zeigst Du Deinem Kind, wie es geht. Bleib in der Nähe, solange Dein Kind mit Deiner Katze spielt. Die Verantwortung, das Verhalten Deiner Katze und Deines Kindes einzuschätzen und im Zweifelsfall rechtzeitig helfen zu können, liegt immer bei Dir.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Hilft das 1-2-3-Spiel einer ängstlichen Katze?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">1-2-3 gibt Deiner Katze ein vorhersehbares Muster. Wenn Du es in ruhigen Momenten aufbaust, in denen sie ansprechbar ist, und es Schritt für Schritt in neue Situationen überträgst, kannst Du ihr helfen, Sicherheit zu gewinnen und entspannter zu werden. Bestimmt die Angst den Alltag Deiner Katze und eurer Familie, suche Dir bitte Unterstützung bei einer katzenkundigen Tierarztpraxis und in einer <a href="https://marahoffmann.de/verhaltensberatung/">Verhaltensberatung</a>.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Heute heißt es &#8220;Three&#8221;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst heute beginnen, Deiner Katze das 1-2-3-Spiel beizubringen. Für den ersten Schritt brauchst Du ein Wort, ein Leckerli und Deine Katze. Sobald der Ablauf gut sitzt, kannst Du Deinem Kind das Spiel beibringen und es kann ebenfalls mit Deiner Katze spielen. Katze &amp; Kind gehören beide zu Deiner Familie, und dieses Spiel gibt ihnen einen gemeinsamen Anfang. Schau in den nächsten Tagen, wann und ganz besonders wie Deine Katze auf 1-2-3 reagiert.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du mehr wissen willst, wie Du Deine Katze &amp; Dein Kind gemeinsam stärkst, lade Dir hier mein kostenloses Booklet <a href="https://marahoffmann.de/katze-liebt-kind/" data-type="page" data-id="6025">Katze liebt Kind</a> herunter. Du meldest Dich damit gleichzeitig zu meinem Newsletter an und erhältst jeden Dienstag einen praktischen Impuls für ein entspanntes Zusammenleben mit Katze &amp; Kind.</p>



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                <h4>Fast geschafft!</h4>
                <p>Ich schicke Dir gleich eine E-Mail. Klick auf den Bestätigungs-Button darin, dann ist Dein Booklet unterwegs. <br><br>Achte bitte auf eine E-Mail mit dem&nbsp;Absender&nbsp;kontakt@marahoffmann.de.<br><br><br>Dieser Schritt ist gesetzlich vorgeschrieben, um&nbsp;Dich davor zu schützen, ohne Dein&nbsp;Einverständnis irgendwo angemeldet zu werden.</p>
              
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		<title>Wie Du Deine Katze an Neues gewöhnst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mara Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 12:46:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Katzentraining mit Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[Deine Katze soll entspannter werden, wenn sich etwas verändert? Wie Du eine neue Situation so klein zerlegst, dass sie machbar bleibt - mit sieben Schritten aus unserem Familienalltag.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Jedes neue Möbelstück ist für unsere Katzen ein großes Abenteuer. Nachdem wir die Bestellung aufgegeben haben, sind wir in Vorfreude, was sich in einer leicht gesteigerten Erregungslage zeigt. Wenn dann unsere Postbotin klingelt und das Paket übergibt, kommen neben dem Klingelgeräusch, den aufgeregten Kinderstimmen und den Geräuschen, die der Karton mitbringt, zusätzlich mehr Bewegung und fremde Gerüche ins Haus. Und damit habe ich noch nicht einmal von den Reizen gesprochen, die entstehen, wenn der Karton ausgepackt und der Kratzbaum aufgebaut wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meistens schauen unsere Päppelbabys neugierig zu, wobei der Karton erst einmal am spannendsten ist. Levi jedoch ist vorsichtiger als die anderen und braucht mehr Zeit, um sich zu uns zu gesellen. Von einem erhöhten Regal überblickt er die Lage und wenn es ihm passt, geht er meist erst zu unserem Jüngsten, um seine Entdeckungen zu untersuchen. Unser Jüngster hat bereits ein gutes Gespür dafür entwickelt, wie er mit Levi umgehen kann, damit er sich vor der Knisterfolie, dem Papier oder anderen Teilen nicht erschrickt. Es ist wirklich schön anzusehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An anderer Stelle habe ich bereits geschrieben, <strong><a href="https://marahoffmann.de/katze-angst-vor-neuem/">warum Deine Katze Angst vor Neuem hat</a></strong> und auch, wie Du <strong><a href="https://marahoffmann.de/angstkatze-anzeichen-ursachen-vertrauen-aufbauen/">Deine Angstkatze besser verstehen</a></strong> kannst. Hier soll es darum gehen, wie Du ihr helfen kannst, sich leichter an neue Dinge zu gewöhnen.</p>



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<blockquote class="wp-block-quote has-text-color has-background has-link-color wp-elements-3 is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow" style="color:#3e2b22;background-color:#f7f2e7">
<p class="has-text-color has-background has-link-color wp-elements-4 wp-block-paragraph" style="color:#3e2b22;background-color:#f7f2e7;letter-spacing:1px"><strong>Kurz und knapp:</strong> Wie gewöhnst Du Deine Katze an Neues?<br>Zerlege die neue Situation in Schritte, die so klein sind, dass jeder einzelne für Deine Katze machbar bleibt. Dabei veränderst Du immer nur eine Sache auf einmal, hörst früher auf, als Du denkst, und lässt Deiner Katze jederzeit die Möglichkeit wegzugehen. Reagiert sie angespannt, war der Schritt zu groß und Du gehst zurück, bis zu dem Punkt, an dem Deine Katze zuletzt entspannt war. Über viele solcher Situationen lernt Deine Katze ein Muster: Hier ist etwas anders, ich kann es in meinem Tempo prüfen, und am Ende geht es gut für mich aus.</p>
</blockquote>



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<p class="has-text-align-center has-text-color has-background has-link-color has-medium-font-size wp-elements-5 wp-block-paragraph" style="color:#f7f2e7;background-color:#3e2b22">Dir gefällt, was Du liest? Verpasse keinen Blogartikel mehr von mir &#8211; <strong><a href="https://marahoffmann.de/newsletter-anmeldung/">abonniere meinen Newsletter!</a></strong></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Was passiert im Kopf Deiner Katze, wenn sie Neues lernt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Katze hat einen Bereich, in dem sie handlungsfähig ist. Innerhalb dieses Bereiches kann sie schauen, prüfen, sich entscheiden und lernen. Übersteigt eine Situation diesen Bereich, schaltet sie sozusagen auf Autopilot um und reagiert nur noch. Ein Lernen findet in dem Moment nicht mehr statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Deine Katze wiederholt Erfahrungen sammelt, die unterhalb ihrer Reizschwelle bleiben, d.h. unterhalb des Punktes, an dem sie ansonsten fliehen würde, dann lernt sie, dass die entsprechende Situation für sie auszuhalten oder zu bewältigen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Alltag summieren sich die Reize auf. Steigt das Erregungsniveau Deiner Katze weit genug, ist ihre Reizschwelle erreicht. Ab da zeigt sie ihr lang eingeübtes Standardverhalten für diese Art von Situation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Erfahrung, die unterhalb dieser Schwelle gelingt, verschiebt sie ein Stück weiter nach oben. Deine Katze wird also flexibler, indem sie oft genug etwas Unbekanntes als angenehm erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Arbeit mit Menschen wird dasselbe Prinzip als Toleranzfenster beschrieben. Der Begriff meint genau diesen Bereich, in dem jemand handlungsfähig bleibt. Das Prinzip gilt also artübergreifend, nur die Worte dafür sind verschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um einer unsicheren Katze helfen zu können, ist es sehr empfehlenswert, im Alltag zu erkennen, wo ihre Reizschwelle liegt.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Warum es Kindern leichter fällt, Neues zu lernen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Einschränkungen und Ausnahmen kannst Du dasselbe Prinzip bei Kindern ebenfalls beobachten. Ein Kind erlebt ständig etwas zum ersten Mal. Wenn sein Umfeld sicher ist und es eine gute Rückmeldung bekommt, wird aus dem Unbekannten eine angenehme Lernerfahrung. Beim nächsten Mal geht es neugieriger und zuversichtlicher heran. Kinder mit neurodivergenter Wahrnehmung können dieselbe Situation allerdings als überfordernd erleben, auch bei bester Begleitung. Dann braucht dieses Kind ein sehr behutsames Vorgehen, ähnlich, wie ich es für Katzen beschreibe: kleine Schritte, viel Vorhersehbarkeit und die Möglichkeit, jederzeit auszusteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu Kindern werden Katzen deutlich seltener auf neue Situationen vorbereitet und erhalten insgesamt weniger Gelegenheiten, angenehme Erfahrungen zu machen. An dieser Stelle setzt Du an: Die Gelegenheiten, die Deiner Katze fehlen, kannst Du ihr geben.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Welche Haltung brauchst Du, bevor ihr loslegt?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reizschwelle Deiner Katze gilt es niemals zu überschreiten. Wenn Du Deine Katze an etwas Neues heranführen willst, zerlegst Du die neue Situation in Schritte, die so klein sind, dass jeder einzelne von ihnen für Deine Katze machbar ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jede Situation bietet Deiner Katze eine Chance zum Lernen. Die Frage ist, ob wir sie so niedrigschwellig gestalten, dass sie diese Chance auch nutzen kann. Das Erste, was Du dafür brauchst, ist die innere Haltung gegenüber den Situationen, die ohnehin jeden Tag bei euch stattfinden. Vier Dinge helfen Dir dabei:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mache Dir bewusst, dass Deine Katze relevant ist.</strong>&nbsp;Eine Katze ist genauso ein Lebewesen mit Bedürfnissen, Gefühlen und Wünschen, wie wir Menschen auch. Wenn Du ihr dies zugestehst, begegnest Du ihr mit einer anderen Selbstverständlichkeit und gehst natürlicher in eure Übungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Höre früher auf, als Du denkst.</strong>&nbsp;Anstatt mehrere Minuten mit Deiner Katze an einer Sache zu feilen, reichen oft 1-3 Wiederholungen. Danach ist die Übung beendet, auch wenn sie gut läuft. Mit jeder Wiederholung lernst Du, die feinen Signale Deiner Katze zu lesen, und bis dahin schützt Dich der frühe Schlusspunkt davor, ihre Grenze zu überschreiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Lass Deiner Katze die Wahl, wegzugehen.</strong>&nbsp;Eine Katze, die jederzeit aus der Situation aussteigen und weggehen kann, wird über die Zeit länger bleiben und öfter mitmachen. Das klingt im ersten Moment widersprüchlich, aber es ist der zuverlässigste Hebel, den Du hast. Wer freie Wahl hat, sagt öfters „Ja.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sorge dafür, dass Dein Kind mit etwas Gutem verbunden ist.</strong>&nbsp;Futter, ein Spiel auf Abstand oder ein ruhiger Moment im selben Raum ohne Zwang zur Nähe helfen Deiner Katze dabei, Dein Kind mit angenehmen Dingen zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche offensichtlichen und subtilen Signale Deine Katze zeigen kann, wenn sie Angst hat und woran Du frühe Anspannung erkennst, findest Du in meinem Artikel über <strong><a href="https://marahoffmann.de/angstkatze-anzeichen-ursachen-vertrauen-aufbauen/#Woran_erkennst_Du_eine_Angstkatze">Angstkatzen verstehen</a></strong>.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Beispiel aus dem Familienalltag</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir eine Situation, die es in fast jedem Haushalt mit Kind regelmäßig gibt: Dein Kind bekommt ein neues Spielzeug. Vielleicht ist es größer als das bisherige, oder es macht Geräusche, bewegt sich oder blinkt einfach nur. Für Dein Kind ist es ein schöner Moment. Deine Katze bewertet jedoch in derselben Minute einen fremden Gegenstand, der Geräusche macht, die sie nicht einordnen kann, und der von einem Menschen bewegt wird, dessen Bewegungen ohnehin schwer vorherzusehen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Situation lässt sich sehr gut in kleine Schritte zerlegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schritt 1: Zuerst liegt das Spielzeug einfach herum, ohne dass damit gespielt wird.</strong>&nbsp;Wenn möglich, packt ihr es an einem Ort aus, an dem Deine Katze weder schläft noch frisst und der für sie sogar relativ uninteressant ist. Dort lasst ihr es dann liegen. Zeige das Spielzeug Deiner Katze nicht und locke sie auch nicht dorthin. Beobachte sie auch nicht auffällig dabei, falls sie das Spielzeug einmal erkunden will. Geht sie an dem Spielzeug vorbei, ohne zu reagieren, hat sie bereits gelernt, dass es keine Bedeutung für sie hat bzw. ungefährlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schritt 2: Danach verbindest Du das Spielzeug mit etwas Angenehmem.</strong> Leg ein paar Leckerli in die Nähe, und zwar so weit entfernt von dem Spielzeug, dass Deine Katze ohne zu zögern ihre Leckerli frisst. Zögert sie, schaut sich immer wieder um oder frisst nicht, war der Abstand zu gering. Diese Beobachtung zeigt Dir, wo die Reizschwelle Deiner Katze aktuell liegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schritt 3: Verringere die Entfernung, sobald Deine Katze entspannt ist.</strong>&nbsp;Hat Deine Katze mehrmals entspannt ihre Leckerli gefressen, rücke das Futter ein paar wenige Zentimeter näher an das Spielzeug heran. Wechsle bitte nicht den Ort des Spielzeuges und hole auch noch nicht Dein Kind dazu. Wenn Deine Katze etwas Neues lernt, dürfen die Veränderungen immer nur an einer Stellschraube geschehen, um sie nicht zu überfordern. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass Deine Katze auf etwas reagiert, Du aber bei mehreren Veränderungen gleichzeitig nicht weißt, worauf genau sie reagiert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schritt 4: Als Nächstes kommt Bewegung dazu.</strong>&nbsp;Sobald das Spielzeug für Deine Katze uninteressant geworden ist, vergrößere wieder den Abstand zwischen Katze und Spielzeug, weil mit der Bewegung eine neue Anforderung dazukommt. Nimm es kurz in die Hand, mache eine Bewegung damit und lege es wieder an seine Stelle zurück. Zwei bis drei Wiederholungen genügen, danach beendest Du die Übung. Wenn Deine Katze das Spielzeug ignoriert, kannst Du die Bewegungen oder die Dauer der Wiederholungen variieren. Bitte mache noch keine Geräusche mit dem Spielzeug und lasse es auch noch nicht blinken. Das kommt dran, sobald Deine Katze mit den Bewegungen fein ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schritt 5: Arbeite nun an der nächsten Eigenschaft.</strong>&nbsp;Sobald Deine Katze mit der Entfernung zum Spielzeug und der Bewegung kein Problem mehr hat, vergrößere wieder den Abstand zwischen Katze und Spielzeug, wie beim vorherigen Schritt. Wähle eine weitere Eigenschaft aus, die das Spielzeug mitbringt und für Deine Katze herausfordernd ist. Das kann das Blinken oder verschiedene Geräusche sein. Gehe wieder so vor, wie bei der Desensibilisierung der Bewegung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schritt 6: Zuletzt kommt Dein Kind dazu.</strong>&nbsp;Am Anfang ist Dein Kind nur im Raum, während Du die Schritte wiederholst, die Deine Katze schon kennt. Läuft das ruhig, darf Dein Kind aktiv werden und Leckerli verteilen oder das Spielzeug hinlegen, sich bewegen etc. Wichtig: Wähle immer eine Sache aus, an der ihr übt, damit Deine Katze nicht überfordert wird. Wenn diese eine Sache für Deine Katze ok ist, dann erst wähle die nächste Sache aus, an der ihr übt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schritt 7: Füge nun alles zusammen.</strong>&nbsp;Wenn Deine Katze in mehreren kleinen Schritten die einzelnen Situationen als ungefährlich kennengelernt und bewertet hat, beginnst Du damit, mehrere Eigenschaften miteinander zu kombinieren. Im Alltag wird Spielzeug auf vielfältige Weise verwendet. Das ist ein eigener Schritt und muss ebenfalls gelernt werden. Erst, wenn Deine Katze wirklich fein ist mit den unterschiedlichen Möglichkeiten, wie sie das Spielzeug erleben kann, kannst Du beginnen, ihr das Spielzeug an einem anderen Ort zu präsentieren. Dabei beginnst Du wieder von vorne und lässt sie erleben, dass auch an diesem Platz das Spielzeug ungefährlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Schritt nicht funktioniert, gehst Du zurück bis zu dem Punkt, an dem Deine Katze zuletzt entspannt war. Deine Katze hat Dir in diesem Moment mitgeteilt, dass die Aufgabe für sie zu groß war. Das ist eine hilfreiche Rückmeldung, denn sie erspart Dir eine Erfahrung, die euch am Ende beide zurückwerfen würde.</p>



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<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Moment mag es sich wie eine endlose Reise anfühlen, Deiner Katze den Schrecken von etwas Unbekanntem zu nehmen. Doch jede angenehme Erfahrung, die sie macht, wirkt sich positiv auf die nächste Lernsituation aus und hilft ihr die weiteren Schritte schneller zu gehen. Am Anfang mag es also etwas dauern, bis sie sich auf die Übungen einlässt, mit jedem weiteren Tag versteht sie aber besser, was Du ihr zeigen willst und kann sich schneller auf die Situation einlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder haben allerdings selten Lust, mehrere Tage auf ihr Spielzeug zu warten. Falls Dein Kind also gleich losspielen will, achte darauf, dass Deine Katze in dem Moment einen sicheren und ungestörten Rückzugsort hat und den Raum jederzeit verlassen kann. Die kleinen Schritte holst Du nach, wenn es bei euch ruhiger ist.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kannst Du gezielt Neues üben?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht denkst Du jetzt, dass sich das alles nur üben lässt, wenn tatsächlich etwas Neues ansteht. Das stimmt aber nicht. Du kannst diese Gelegenheiten selbst schaffen, und zwar in einem Umfang, den Du bestimmst. Z.B. eignet sich sehr gut ein leerer Karton, der einige Zeit im Wohnzimmer steht, oder ein Kleidungsstück mit dem Geruch Deines Kindes, das Du auf den Kratzbaum legst. Auch Einkaufstüten eignen sich hervorragend als Erkundungsobjekte – achte aber unbedingt darauf, die Henkel durchzutrennen, da hier die Gefahr besteht, dass Deine Katze sich strangulieren kann. Manchmal reicht es auch schon, wenn ein Stuhl an einer anderen Stelle steht. In jedem Fall macht Deine Katze eine neue Erfahrung und lernt dabei ein sich wiederholendes Muster: Hier ist etwas anders, ich kann es in meinem Tempo prüfen, und am Ende geht es gut für mich aus. Darauf kann sie zurückgreifen, wenn irgendwann eine Veränderung kommt, die Du Dir nicht ausgesucht hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Du diese Schritte auf das Zusammenleben von Deiner Katze und Deinem Kind überträgst, habe ich in meinem kostenlosen Booklet „<strong><a href="https://marahoffmann.de/katze-liebt-kind/">Katze liebt Kind</a></strong>“ für Dich aufgeschrieben &#8211; mit einer Situation, die Du direkt ausprobieren kannst.</p>



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<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie berücksichtige ich mein Kind, wenn ich meine Katze an Neues gewöhne?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Damit Dein Kind für Deine Katze nicht dauerhaft eine Ankündigung für unangenehme Situationen ist, braucht Deine Katze positive Erlebnisse mit ihm. Diese gestaltest Du wie zuvor besprochen sehr bewusst und in kleinen Schritten. Aber auch andersherum ist es wichtig, dass Du darauf achtest, dass Dein Kind Deine Katze nicht als Verbotszone erlebt. Dafür ist es sehr gut, wenn Du Deinem Kind eine altersgerechte Aufgabe überträgst, die es für Deine Katze ausführen kann, ohne dabei zu nah an Deine Katze heranzutreten. Wichtig: Eine Aufgabe übertragen bedeutet nicht, die Verantwortung abzugeben. Auch Dein Kind braucht die Erfahrung, dass seine Meinung zählt und es eine echte Wahl hat „Nein“ zu sagen, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Je nach Alter kann Dein Kind dabei helfen, Leckerli in Fummelbretter zu füllen, Futter in Schränke zu räumen, den Wassernapf aufzufüllen oder auch neues Spielzeug auszuwählen. Vielleicht hat Dein Kind Freude an Musik und Du kannst es dafür begeistern, auch für eure Katze spezielle Entspannungsmusik auszuwählen? Die Frequenzen liegen in etwa im Bereich der Wellness-Musik. Besonders hilfreich ist sie an stürmischen Tagen, wenn es draußen laut ist und Deine Katze sich stattdessen auf die Geräusche in ihrer direkten Umgebung konzentrieren kann. Damit der Effekt weiterhin positiv bleibt, sollte die Musik auch in tatsächlich ruhigen Momenten abgespielt werden. Die Erfahrung der einen Situation überträgt sich auf die andere.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">FAQ &amp; Mythen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Kind ist noch klein. Kann ich überhaupt schon etwas tun, um meine Katze an mein Kind zu gewöhnen?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, und je früher Du anfängst, desto selbstverständlicher wird es für euch alle, dass ihr bewusster miteinander umgeht. Bei jüngeren Kindern sind visuelle Hilfsmittel sehr wertvoll, die Deinem Kind ohne viele Worte Orientierung geben. Z.B. können Schwimmnudeln als optische Barriere zum Kratzbaum anzeigen, bis wohin Dein Kind gehen darf und ab wann der Ruhebereich Deiner Katze beginnt. Wenn Dein Kind älter wird, kannst Du es kognitiver ansprechen und ihm erklären, dass z.B. die Schlafplätze ungestört bleiben oder dass Deine Katze jederzeit gehen darf und dies keine Ablehnung bedeutet.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Ist es zu spät, meine Katze an Neues zu gewöhnen, wenn sie schon älter ist?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nein. Lernen ist keine Frage des Alters. Deine Katze lernt ihr Leben lang. Jedoch sind bei einer älteren Katze die Schritte kleiner und es braucht mehr Wiederholungen, weil sie über Jahre bestätigt bekommen hat, dass ihre bisherige Einschätzung stimmt. Achte außerdem darauf, ob Schmerzen oder nachlassende Sinne das Wohlbefinden Deiner Katze beeinträchtigen, da beides ihre Reizschwelle und damit ihre Bereitschaft, Neuem zu begegnen, senkt. Bei plötzlichen Veränderungen im Verhalten gehört immer eine tierärztliche Abklärung an den Anfang.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Wie lange dauert es, bis eine Katze sich an etwas Neues gewöhnt?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das hängt davon ab, wie groß die Veränderung für Deine Katze ist und was sie an Erfahrungen und Genetik mitbringt. Bei neuen Möbelstücken liegt die Spannweite von wenigen Tagen bis zu einigen Monaten. Bei Dingen, die sie unmittelbar betreffen, wie ein Umzug oder ein neues Familienmitglied, rechne ich eher in Wochen bis Monaten. Wichtiger als die Dauer ist jedoch die Richtung, in der Deine Katze sich entwickelt: Wenn Deine Katze von Tag zu Tag oder Woche zu Woche etwas näher kommt, etwas länger bleibt oder etwas gelassener reagiert, läuft es gut.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Was Du heute tun kannst</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Katze lernt neue Situationen zu bestehen, indem sie diese in kleinen Schritten erlebt und jeder einzelne davon gut für sie ausgeht. Deine Aufgabe ist es, jede Situation in so kleine Schritte zu zerlegen, dass Deine Katze unterhalb ihrer Reizschwelle bleibt und gar nicht in Angst geraten muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die sieben Schritte am Spielzeug sind ein Beispiel. Das Muster dahinter kannst Du aber auf alle Situationen übertragen, die ihr im Alltag erlebt. Neue Gegenstände lässt Du zunächst an einem uninteressanten Ort liegen, verbindest sie anschließend mit etwas Angenehmem und wählst dabei jeweils eine Eigenschaft des Gegenstandes nach der anderen, die Deine Katze kennenlernen soll. Anschließend kombinierst Du die Eigenschaften und achtest gleichzeitig darauf, dass die Gesamtsumme der Reize unterhalb der Reizschwelle bleibt, d.h. unterhalb der Grenze, ab der Deine Katze die Situation verlassen würde. Ganz zum Schluss nimmst Du Dein Kind dazu und beginnst wieder von vorne, den neuen Gegenstand Deiner Katze in der nun veränderten Situation zu präsentieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eingangs erzählte ich von Levi, der als Päppelbaby seit seinen ersten Lebenstagen bei uns ist und somit eigentlich eine gute Sozialisierungsphase erlebt hat. Dennoch bringt er eine gewisse Vorgeschichte mit, die wir einfach berücksichtigen müssen. Unser Jüngster geht sehr gut auf Levi ein und zeigt ihm viele neue Dinge in einem sehr moderaten Maß, so dass es für Levi gut machbar ist, sich auf Neues einzulassen. Die wiederholten Erfahrungen geben ihm das Gefühl von Sicherheit: Er kann sich die Situation in seinem Tempo anschauen und hat eine echte Wahl, wie viel er sich zutraut und in welchem Tempo er vorangeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du gerade merkst, dass Deine Katze schon vor dem ersten Schritt aussteigt, beginne eine Ebene früher. Hier habe ich Dir die Hintergründe aufgeschrieben, <strong><a href="https://marahoffmann.de/katze-angst-vor-neuem/">warum Deine Katze mit Angst auf Neues reagiert</a></strong>.</p>



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		<title>CatSport™ – Der erste Teamsport für Familienkatzen</title>
		<link>https://marahoffmann.de/catsport-teamsport-familienkatzen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mara Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 04:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Katzentraining mit Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[CatSport™: Der neue Trend für Familienkatzen? Was dahinter steckt und warum immer mehr Familien begeistert sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Was passiert, wenn man die natürlichen Fähigkeiten der Katze mit der Begeisterung von Kindern kombiniert? Genau daraus ist in den letzten Monaten etwas entstanden, das gerade still und leise immer mehr Familien begeistert: CatSport™. Wenn Du davon noch nichts gehört hast, ist das kein Problem. Wie so oft schwappt der Trend aus den USA erst verspätet nach Europa. Da ich im Allgemeinen sehr vorsichtig mit Trends umgehe, war ich auch CatSport™ gegenüber sehr skeptisch. Zu oft stehen bei neuen Trends Unterhaltung und Inszenierung im Vordergrund, während die Bedürfnisse der Katze in den Hintergrund rücken. Ich habe mir CatSport™ genauer angesehen und was ich dabei entdeckt habe, war überraschend durchdacht.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist CatSport™?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">CatSport™ ist ein strukturierter Trainingsansatz, bei dem Katzen gemeinsam mit Kindern kleine Bewegungs- und Kooperationsübungen ausführen. Die Grundlage bilden Prinzipien aus dem modernen Tiertraining, kombiniert mit Bewegungsformaten aus dem Kindersport. Im Zentrum stehen dabei drei Kernaspekte:</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>interartliche Koordination</strong> (die Zusammenarbeit zwischen zwei unterschiedlichen Arten)</li>



<li><strong>emotionale Synchronisierung</strong> (das aufeinander Abstimmen von Aufmerksamkeit und Stimmung)</li>



<li><strong>mikrobewegungsbasierte Abstimmung</strong> (die feine Anpassung kleinster Bewegungen aufeinander)</li>
</ul>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zum klassischen <strong><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cat_agility" target="_blank" rel="noopener">Agility</a></strong> oder anderen Sportarten geht es bei CatSport™ nicht darum, eine bestimmte Abfolge in einer bestimmten Zeit zu durchlaufen. CatSport™ ist darauf ausgerichtet, unterforderten Wohnungskatzen durch interessante und abwechslungsreiche Angebote zu mehr Bewegung zu verhelfen. Gleichzeitig steht der gemeinsame Spaß, eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Katze und Mensch sowie die spielerische Integration von Kindern im Vordergrund. Insgesamt also eine Win-win-win-Situation.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/Tabby-auf-Gardinenstange-CatSport™-April-2026-1.jpg" alt="Eine grau getigerte Katze balanciert auf einer doppelten Gardinenstange. Auf der hinteren Stange hängt eine weiße Gardine, auf der vorderen Stange hängt ein roter Vorhang. Die Katze schaut direkt in die Kamera." class="wp-image-5117" srcset="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/Tabby-auf-Gardinenstange-CatSport™-April-2026-1.jpg 600w, https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/Tabby-auf-Gardinenstange-CatSport™-April-2026-1-300x200.jpg 300w, https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/Tabby-auf-Gardinenstange-CatSport™-April-2026-1-480x320.jpg 480w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tabby- die Katze der Erfinderin von CatSport™ bei einen ihrer akrobatischen Kunststücken</figcaption></figure>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Wie CatSport™ entstand</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee entstand &#8211; wie so oft &#8211; eher zufällig. Als eine besonders einfallsreiche Samtpfote sich weigerte, von der Gardinenstange ihrer Halterin Mary Jutt herunterzukommen, blieb dieser zunächst nichts anderes übrig, als die Situation zu beobachten. Was dann folgte, war deutlich spannender als jeder gut gemeinte Lösungsversuch: Die Kinder der Halterin begannen, sich immer neue Wege auszudenken, um die Katze zum Herunterkommen zu bewegen, mal mit Locken, mal mit Rufen, mal mit kleinen Bewegungen quer durch den Raum. Während die Katze keinerlei Anstalten machte, ihren erhöhten Beobachtungsposten aufzugeben, wurden die Ideen der Kinder immer kreativer. Was zunächst wie eine typische Alltagsszene wirkte, entwickelte schnell eine eigene Dynamik. Die Katze blieb, die Kinder probierten weiter und beide Seiten schienen sichtlich Gefallen daran zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inspiriert von diesem Moment begann Jutt, die spontanen Einfälle ihrer Kinder bewusst aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Sie überlegte, wie sich bekannte Bewegungs- und Spielideen so anpassen ließen, dass sie für Katzen sinnvoll und gleichzeitig für Kinder gut umsetzbar sind. Aus einzelnen Versuchen wurden kleine Übungen, aus diesen wiederum wiederkehrende Abläufe. Mit der Zeit entstand damit eine Sammlung an Spiel- und Bewegungsformaten, die sich gezielt in den Alltag integrieren ließen, wobei Katze und Kind gleichermaßen beteiligt wurden. Et voilà &#8211; das Grundprinzip von CatSport™ war geboren. Was folgte, war ein schrittweises Feintuning mit ersten Anwendungen und weiteren Ideen.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die ersten Disziplinen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Inspiriert wurde Jutt dabei unter anderem von Bewegungsformaten wie Agility, klassischen Staffelprinzipien aus dem Schulsport, rhythmischen Abläufen aus Tanzformaten sowie Elementen aus dem <strong><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Clicker_training" target="_blank" rel="noopener">Clickertraining</a></strong>. Alle Disziplinen folgen dabei einem ähnlichen Prinzip: Das Kind gibt Impulse und die Katze reagiert. Oder nicht &#8211; was statistisch gesehen nicht selten vorkommt. Und genau hier liegt der eigentliche Reiz.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/Clicker-Leckerli-Aprilscherz-2026.jpg" alt="Jemand hält einen blauen Clicker in der Hand, im Hintergrund sind Leckerlistreifen auf einem weißen Holztische zu sehen." class="wp-image-5105" srcset="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/Clicker-Leckerli-Aprilscherz-2026.jpg 600w, https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/Clicker-Leckerli-Aprilscherz-2026-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 600px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Für die meisten Disziplinen nützlich: Wenn Eltern Clicker und Leckerli bereit halten</figcaption></figure>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn umfasste CatSport™ nur wenige einfache Disziplinen: einen improvisierten Parcours, erste Staffelvarianten und einfache Bewegungsabfolgen mit Target. Mit zunehmender Erfahrung und wachsendem Interesse wurden diese Ansätze erweitert, angepasst und differenziert. Neue Disziplinen kamen hinzu, bestehende wurden verfeinert. Nach und nach entwickelte sich ein Repertoire, mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen und Schwerpunkten, das sowohl Abwechslung ermöglicht als auch Überforderung vermeidet &#8211; je nachdem, wie erfahren Katze und Kind bereits im Zusammenspiel sind. Im Folgenden stelle ich Dir die einzelnen Disziplinen genauer vor.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ninja-Paws Parcours</strong></h3>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/parcours-aprilscherz-2026.jpg" alt="Vier Katzenbabys in grau getigert, rot getigert und schwarz-weiß turnen auf dem Fußboden über Kratzpappe, durch einen Spieltunnel und auf einem Teppich." class="wp-image-5107" srcset="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/parcours-aprilscherz-2026.jpg 600w, https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/parcours-aprilscherz-2026-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 600px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Parcours lässt sich aus allem herstellen, ist niedrigschwellig und verspricht maximal Spaß</figcaption></figure>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwierigkeitsgrad:</strong> 2/5 &#8211; 4/5<br>(für motivierte Teams mit ersten gemeinsamen Erfahrungen)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Material:</strong> Kissen, Kartons, kleine Hindernisse, erhöhte Flächen, Leckerli</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung:</strong> Der Parcours wird gemeinsam aufgebaut. Die Katze hat Zeit, alle Elemente in Ruhe zu erkunden. Diese Phase ist entscheidend, damit sich die Katze an neue Elemente und Umstrukturierung von Räumen gewöhnen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ablauf:</strong> Die Katze startet an einem festen Punkt und wird vom Kind schrittweise durch einzelne Stationen geführt. Anfangs in klarer Reihenfolge, später variabel.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ziel:</strong> Aufmerksamkeitsgeleitete Raumorientierung und Vertrauen in die Führung des Kindes.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonderheit:</strong> Fortgeschrittene Katzen entwickeln häufig eine eigene Routenplanung, die nicht zwingend mit der ursprünglichen Streckenführung übereinstimmt.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>High-Five-Flow Staffel</strong></h3>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/high-five-aprilscherz-2026.jpg" alt="Eine getigerte Katze mit weiß liegt auf einer oberen Plattform eines Kratzbaumens und hebt ihre Pfote zu einem High Five zu einer Frau. Man sieht nur den Arm der Frau." class="wp-image-5108" srcset="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/high-five-aprilscherz-2026.jpg 600w, https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/high-five-aprilscherz-2026-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 600px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Eltern üben, damit&#8217;s später klappt: das Abklatschen für den Staffellauf</figcaption></figure>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwierigkeitsgrad:</strong> 3/5<br>(geeignet für Teams mit erster Signalkontrolle)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Material:</strong> Sitz-Target, Leckerli</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung:</strong> Die Katze kennt einfache Signale wie „Sitz“ und kann kurze Wartezeiten aushalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ablauf:</strong> Die Katze gibt ein High-Five, das Kind läuft eine Strecke und kehrt zurück, anschließend folgt die Belohnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ziel:</strong> Impulskontrolle und belohnungsinduzierte Verhaltensstabilisierung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonderheit:</strong> Einige Katzen entwickeln hier eine beeindruckende Fähigkeit zur situativen Geduld &#8211; andere optimieren den Ablauf, indem sie die Übung eigenständig beenden.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Catwalk Elegance Challenge</strong></h3>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/catwalk-aprilscherz-2026.jpg" alt="Eine rot getigerte Katze mit weiß balanciert auf der Lehne eines Sofas." class="wp-image-5109" srcset="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/catwalk-aprilscherz-2026.jpg 600w, https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/catwalk-aprilscherz-2026-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 600px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Der wahre Catwalk</figcaption></figure>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwierigkeitsgrad:</strong> 2/5<br>(für ruhige Umgebungen und erste Balanceübungen)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Material:</strong> schmale Wege (z. B. Brett, Teppichkante), rutschfester Untergrund</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung:</strong> Sicherer Aufbau und ruhige Umgebung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ablauf:</strong> Die Katze bewegt sich über einen vorgegebenen „Laufsteg“, begleitet vom Kind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ziel:</strong> Körperspannung, Balance und dyadische Synchronisationsfähigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonderheit:</strong> Nicht selten entscheidet sich die Katze, den Laufsteg zu verlassen &#8211; meist mit einer Selbstverständlichkeit, die jede Bewertung überflüssig macht. Diese Eigenständigkeit ist Teil des Systems.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Target-Rhythm Dance</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwierigkeitsgrad:</strong> 3/5 &#8211; 4/5<br>(für Teams mit Erfahrung im Target-Training)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Material:</strong> Target-Stab, ruhige Musik (optional)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung:</strong> Die Katze folgt einem Target zuverlässig. Der Raum ist frei und ruhig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ablauf:</strong> Das Kind führt die Katze mit einem Target durch einfache Bewegungsabläufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ziel:</strong> Reaktive Bewegungsantizipation und gemeinsame Bewegungsdynamik.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonderheit:</strong> Während einige Teams fließende Bewegungsabläufe entwickeln, bevorzugen andere eine eher interpretative Herangehensweise.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Silent Step Synchron</strong></h3>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/stopptanz-aprilscherz-2026.jpg" alt="Eine schwarze Katze geht geduckt über einen grauen Teppich und haart in der Bewegung ein." class="wp-image-5110" srcset="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/stopptanz-aprilscherz-2026.jpg 600w, https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/stopptanz-aprilscherz-2026-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 600px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Erfordert höchste Impulskontrolle: der Silent Step.</figcaption></figure>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwierigkeitsgrad:</strong> 2/5<br>(ideal für ruhige, konzentrierte Phasen)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Material:</strong> rutschfester Untergrund, evtl. Teppich</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung:</strong> Der Raum ist ruhig, Störungen werden reduziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ablauf:</strong> Kind und Katze bewegen sich gleichzeitig möglichst leise durch den Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ziel:</strong> Körperspannung, Achtsamkeit und Wahrnehmung feinster Bewegungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonderheit:</strong> Viele Katzen zeigen hier eine überraschend hohe Kompetenz- unabhängig davon, ob das Kind noch beteiligt ist.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Freeze &amp; Flow Control</strong></h3>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/freeze-flow-control-aprilscherz-2026.jpg" alt="Ein schwarz-weißer Kater liegt völlig gestreckt auf einem weißen Teppich." class="wp-image-5111" srcset="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/freeze-flow-control-aprilscherz-2026.jpg 600w, https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/freeze-flow-control-aprilscherz-2026-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 600px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Freeze im Flow in Perfektion</figcaption></figure>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwierigkeitsgrad:</strong> 4/5<br>(für Teams mit klarer Signalstruktur)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Material:</strong> Musik oder Zielobjekt</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung:</strong> Signalwort für „Stopp“ wird eingeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ablauf:</strong> Bewegung – Signal – beide stoppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ziel:</strong> Situative Impulskontrollmodulation und Aufmerksamkeitssteuerung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonderheit:</strong> Während Kinder das Stoppen aktiv üben, zeigen viele Katzen eine sehr eigenständige Interpretation des Begriffs „Stopp“.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Hunt &amp; Toss Dynamics</strong></h3>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="400" src="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/hunt-and-toss-dynamic-aprilscherz-2026.jpg" alt="Eine getigerte Katze mit Weiß liegt auf einem Teppich. Sie hat vergrößerte Pupillen und ist in Spiellaune. Vor ihr liegt ein Spielball: rot mit bunten Streifen." class="wp-image-5112" srcset="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/hunt-and-toss-dynamic-aprilscherz-2026.jpg 600w, https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/hunt-and-toss-dynamic-aprilscherz-2026-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 600px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">Diese Katze will den Ball wohl nicht zurückbringen</figcaption></figure>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwierigkeitsgrad:</strong> 2/5 &#8211; 3/5<br>(für aktive Teams mit Spielfreude)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Material:</strong> kleines Spielzeug</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorbereitung:</strong> Möglichst freie Fläche ohne Ablenkung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ablauf:</strong> Das Kind wirft ein Objekt &#8211; die Katze reagiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ziel:</strong> Koordination und intrinsisch motivierte Bewegungssequenzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Besonderheit:</strong> In seltenen Fällen entwickeln Katzen eine beeindruckende Rückholpräzision &#8211; in den meisten Fällen jedoch ein noch beeindruckenderes Talent, das Spielzeug zu ignorieren.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<div class="wp-block-button is-style-fill"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-background has-link-color wp-element-button" href="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/catsport-zertifikat-april-2026.pdf" style="color:#3e2b22;background-color:#e0b84a;box-shadow:var(--wp--preset--shadow--natural);letter-spacing:1px"><strong>Lade Dir hier Dein CatSport™-Zertifikat runter!</strong></a></div>
</div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie kommt </strong>CatSport™ bei Familien an?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rückmeldungen sind bemerkenswert eindeutig. Viele Familien berichten von mehr gemeinsamer Aktivität, mehr Leichtigkeit im Alltag und einer neuen Qualität im Miteinander von Katze und Kind. Besonders spannend ist, dass Kinder beginnen, eigene Ideen zu entwickeln und Katzen, sich gezielter einzubringen oder bewusst auszusteigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter dem Hashtag #catsport tauchen inzwischen erste Videos auf von improvisierten Parcours bis hin zu erstaunlich kreativen Bewegungsabläufen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit wachsender Begeisterung entstanden zudem erste Treffen im privaten Rahmen und erste inoffizielle Wettkämpfe. Und damit eine Entwicklung, die so vermutlich nicht geplant war: Ein einheitliches Regelwerk existiert derzeit noch nicht, was von vielen Beteiligten gleichzeitig als Problem und als wesentlicher Reiz des Sports beschrieben wird. Während einige Familien den offenen Charakter schätzen, beginnen andere bereits, Abläufe zu vergleichen, Zeiten zu stoppen oder Schwierigkeitsgrade zu definieren. Noch geschieht das spielerisch, aber die Dynamik ist erkennbar. Dennoch: Bei so viel Aufmerksamkeit und Spaß bestehen einige Katzen inzwischen auf feste Trainingszeiten.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Meine Einschätzung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ob sich CatSport™ langfristig als feste Disziplin etabliert, bleibt abzuwarten. Was aber jetzt schon klar ist, ist, dass sich die Beziehung zwischen Katze und Kind verändert. Und bevor Du jetzt anfängst, einen Trainingsplan zu schreiben, Zeiten zu stoppen oder Deine Katze für die nächste Wohnzimmermeisterschaft anzumelden, atme kurz durch. Schau Deine Katze an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn sie gerade beim Lesen dieses Artikels aufgestanden ist, sich umgedreht hat und gegangen ist &#8211; ohne erkennbaren Grund &#8211; dann bist Du vermutlich schon mitten im CatSport™. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bewegung tut gut und Lachen ist gesund. Darum: Ich wünsch Dir einen schönen 1. April &#8211; Happy April Fools’ Day!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ganz ehrlich: Ein bisschen CatSport steckt in jeder guten Beziehung zwischen Katze und Kind. Und falls Du jetzt tatsächlich Lust bekommen hast: Hol Dir hier Dein CatSport™-Zertifikat &#8211; ganz ohne Wettkampf, aber mit ganz viel Spaß!</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-background has-link-color wp-element-button" href="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/catsport-zertifikat-april-2026.pdf" style="color:#2e180f;background-color:#d0a258;box-shadow:var(--wp--preset--shadow--natural);letter-spacing:1px"><strong>CatSport™-Zertifikat herunterladen</strong></a></div>
</div>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn Du gemerkt hast, wie gut sich das anfühlt: Auf meinem Blog geht es um echte Verbindung, gemeinsames Lernen und einen Alltag, der für Dich, Deine Katze und Kind leichter wird. Wenn Du dazu mehr willst, bleib gern hier &#8211; es kommt noch einiges dazu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">P.S.: CatSport™ mag zwar ein Aprilscherz sein, die Geschichte dahinter ist es aber nicht. Die agile Tabby ist tatsächlich unser Päppelmädchen.</p>



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		<title>Warum Training bei Katzen oft scheitert- und was über Erfolg und Misserfolg entscheidet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mara Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jan 2026 12:55:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Katzentraining mit Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[Verstehe, warum Vertrauen die entscheidende Basis für ein erfolgreiches Katzentraining ist- und wie Du es aufbaust.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Viele Katzenhalter*innen wünschen sich ein harmonisches Zusammenleben mit ihrer Katze: entspannte Tierarztbesuche, gelassene Pflegemomente, ein respektvolles Miteinander im Alltag und vielleicht auch gemeinsames Lernen, das beiden Freude macht. Spätestens an diesem Punkt taucht das Wort <em>Training</em> auf. Für manche klingt es nach Beschäftigung und Beziehung, für andere nach Druck, Kontrolle oder gar Zwang. Genau hier beginnt oft das Missverständnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Training mit Katzen ist weder Dressur noch das blinde Befolgen von „Kommandos“ (furchtbares Wort!) oder &#8220;Signalen&#8221; (nur minimal besser). Es ist ein gemeinsamer Lernprozess, der tief in der Beziehung zwischen Mensch und Katze verankert ist. Ob Deine Katze bereit ist, sich auf diesen Prozess einzulassen, hängt dabei nicht von ihrer „Lernfähigkeit“ oder Motivation ab, sondern von etwas viel Grundsätzlicherem: davon, wie sicher sie sich fühlt in sich selbst, in ihrer Umwelt und in der Beziehung zu Dir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Beitrag erfährst Du, warum Training ohne Vertrauen schädlich sein kann und dass Vertrauen und emotionale Sicherheit die Voraussetzungen für erfolgreiches Training mit Katzen sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn Lernen ist kein rein technischer Vorgang, sondern v. a. ein emotionaler. Eine Katze, die sich unsicher, unter Druck oder überfordert fühlt, kann nicht kooperativ lernen, selbst dann nicht, wenn wir „alles richtig“ zu machen glauben. Erst wenn Vertrauen und Sicherheit gegeben sind, entsteht die Basis für freiwillige Zusammenarbeit, nachhaltiges Lernen und dadurch auch die Bereitschaft, sich Neuem zu öffnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: ich verwende weder den Begriff &#8220;Kommando&#8221;, noch &#8220;Signal&#8221;. Ich spreche von einer &#8220;Einladung&#8221;, die ich an meine Katze richte und gebe ihr damit völlige Wahlfreiheit, wie sie sich entscheiden will.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>





<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zielsetzung des Katzentrainings</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Training für Katzen ist mehr als nur das Erlernen von Kunststücken oder das Abgewöhnen von schlechten Angewohnheiten. Es ist eine Möglichkeit, die Kommunikation mit unserer Katze zu verbessern, ihre Lebensqualität zu steigern und gleichzeitig eine tiefere Bindung zu ihr aufzubauen. Während viele Menschen beim Begriff „Training“ an Sitz, Platz oder das Befolgen von sonstigen Anweisungen denken, geht es bei Katzen in erster Linie um Vertrauen, Respekt und Zusammenarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lernen ist dabei kein neutraler, rein kognitiver Vorgang. Ob eine Katze aufnahmefähig ist, neue Verknüpfungen bilden kann und überhaupt bereit ist, sich auf einen Lernprozess einzulassen, hängt maßgeblich von ihrem emotionalen Zustand ab. Fühlt sie sich unsicher, unter Druck oder in ihrer Selbstbestimmung eingeschränkt, tritt Lernen in den Hintergrund, weil ihr Nervensystem auf Selbstschutz statt auf Kooperation eingestellt ist. Training, das diese innere Ausgangslage ignoriert, verfehlt daher nicht nur sein Ziel, sondern kann Vertrauen nachhaltig beschädigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Katzen sind eigenständige, oft sehr sensible Tiere, die ihren freien Willen haben. Ein erfolgreiches Training ist daher nicht nur darauf ausgerichtet, bestimmte Verhaltensweisen zu formen, sondern auch darauf, ihre natürliche Intelligenz und ihre Neugier zu fördern. Es geht darum, ein Verständnis für ihre Bedürfnisse und ihre Perspektive zu entwickeln und eine Basis zu schaffen, auf der wir gemeinsam lernen und wachsen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch das Wichtigste, was wir als Katzeneltern verstehen müssen, ist, dass&nbsp;<strong>Training ohne&nbsp;Vertrauen</strong>&nbsp;und eine vertrauensvolle Beziehung&nbsp;<strong>nicht möglich</strong>&nbsp;ist. Vertrauen ist die Grundlage für jedes weitere Vorhaben im Training. Denn, wenn Deine Katze Dir nicht vertraut, wird sie nicht bereit sein, mit Dir zusammenzuarbeiten oder sich zu kooperativen Verhaltensweisen zu motivieren. Ein solches Vorgehen wäre keine Zusammenarbeit mehr, sondern Dressur. Dabei entstehen Druck und Angst, was nicht nur Vertrauen untergräbt, sondern im weiteren Verlauf auch zu Rückzug oder aggressivem Verhalten führen kann.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Bedeutung der Beziehung im Training</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Katzen sind keine „Untertanen“, die auf Befehl gehorchen. Im Gegensatz zu Hunden, die tendenziell mehr zum „Gehorsam“ neigen, ist unsere Katze eine Persönlichkeit, die auf eigene Art und Weise mit der Welt umgeht. Das bedeutet, dass das Training mit ihr nicht auf „Kommandos“ im traditionellen Sinne ausgerichtet sein kann oder darf. Vielmehr muss es auf einer&nbsp;guten Beziehung&nbsp;basieren, die durch Wertschätzung, Vertrauen und Respekt geprägt ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine tragfähige Beziehung bedeutet dabei mehr als Freundlichkeit oder Geduld. Sie schafft Orientierung, Vorhersagbarkeit und emotionale Sicherheit – zentrale Voraussetzungen dafür, dass eine Katze sich auf neue Situationen und Lernprozesse einlassen kann. Erst wenn unsere Katze weiß, woran sie bei uns ist, kann sie ihre Aufmerksamkeit vom Selbstschutz auf Kooperation verlagern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir müssen lernen, die Sprache unserer Katze zu verstehen und entsprechend zu reagieren. Katzen haben eine sehr feine Wahrnehmung von Körpersprache und Tonfall, und sie kommunizieren hauptsächlich über nonverbale Signale. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Beziehung im Training ist daher kein einseitiges „Lesen“ der Katze, sondern ein fortlaufender Abstimmungsprozess. Unsere Katze beobachtet ebenso genau, wie wir uns verhalten, ob wir verlässlich reagieren und ihre Signale ernst nehmen. Diese wechselseitige Anpassung stärkt nicht nur das Vertrauen, sondern unterstützt die emotionale Selbstregulation auf beiden Seiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir uns ihrer Körpersprache bewusst sind und sie respektvoll behandeln, wird es uns gelingen, eine starke, auf Vertrauen basierende Beziehung zu ihr aufzubauen. Dies wiederum ist die Voraussetzung für ein Training, dass Spaß bringt und Lust auf mehr macht sowie positive Auswirkungen auf die Psyche von Katze und Mensch hat.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das Entscheidende: Vertrauen als Basis</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir mit unserer Katze arbeiten, ist es entscheidend, eine Umgebung zu schaffen, in der sie sich sicher und geborgen fühlt. Diese Sicherheit ist die Voraussetzung dafür, dass unsere Katze bereit ist, sich auf uns einzulassen und mit uns zusammenzuarbeiten. Vertrauen ist nicht etwas, das man erzwingen kann – es muss langsam und behutsam aufgebaut werden, damit es ein festes, stabiles Fundament bildet.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Wie Vertrauen aufgebaut wird</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Sicherheitsbedürfnisse der Katze:</strong>&nbsp;Unsere Katze benötigt eine Umgebung, die ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht. Das bedeutet, dass sie jederzeit Rückzugsmöglichkeiten, einen sicheren Schlafplatz, sauberes Wasser, frisches Futter und eine Katzentoilette in ihrer Nähe haben sollte. Diese grundlegenden Bedürfnisse müssen immer respektiert und gestillt werden, um eine vertrauensvolle Beziehung zu gewährleisten. Sie bilden die Basis für emotionale Stabilität. Fehlen sie, ist die Katze dauerhaft mit Selbstregulation beschäftigt und Lernen tritt in den Hintergrund.</li>



<li><strong>Schaffung einer sicheren Umgebung:</strong>&nbsp;Dazu gehört, dass wir das Verhalten unserer Katze beobachten und auf ihre Signale achten. Eine ruhige und stressfreie Umgebung, die ihr genug Raum für Selbstbestimmung lässt, hilft ihr dabei, Vertrauen zu entwickeln. Dabei ist es wichtig, dass keine plötzlich auftretenden, stressigen Reize (wie laute Geräusche oder schnelle Bewegungen) sie überfordern. Vorhersagbarkeit in der Umgebung und im Tagesablauf dagegen reduziert Stress und erhöht die Bereitschaft, sich auf neue Anforderungen im Training einzulassen.</li>



<li><strong>Klare Kommunikation:</strong>&nbsp;Katzen haben eine sehr feine Wahrnehmung von Körpersprache und Tonfall. Ein klarer, ruhiger Kommunikationsstil ist unerlässlich. Klare Signale helfen unserer Katze, Situationen richtig einzuordnen und erklären ihr, was wir von ihr erwarten bzw. was sie von uns oder ihrem Leben mit uns erwarten kann, ohne Druck oder Zwang auszuüben. Sie sind ein zentraler Faktor für kooperatives Verhalten. Routinen und Rituale sind ebenfalls hilfreich, um Sicherheit zu geben und Vertrauen aufzubauen.</li>



<li><strong>Geduld und Respekt:</strong>&nbsp;Vertrauen entsteht nicht über Nacht. Katzen brauchen Zeit, um sich an Veränderungen in ihrer Umgebung oder in unserem Alltag und Verhalten anzupassen. Geduld und Respekt sind daher unerlässlich. Wenn unsere Katze spürt, dass wir ihr nichts aufzwingen, sondern ihr Zeit lassen, sie respektieren und idealerweise verstehen, wird sie mehr und schneller Vertrauen fassen. Hier gilt die Regel: Der Weg der kleinen Schritte bringt uns schneller ans Ziel! Zeit ist kein Luxus im Training, sondern Voraussetzung dafür, dass Vertrauen überhaupt entstehen kann. Im Übrigen führt ein Mangel an Zeit auch zu einer inneren Anspannung bei uns selbst. Ein angespannter Trainier kann aber nicht respektvoll kooperieren. Die Stimmung überträgt sich auf unsere Katze und überschattet das Training. Wenn keine Zeit für Training vorhanden ist- ist keine Zeit für Training.</li>



<li><strong>Selbstbestimmung:</strong>&nbsp;Aufgrund ihres unabhängigen Wesens und ihres freien Willens wollen Katzen die freie Wahl haben, wann sie was und wie in welchem Tempo machen. Sie möchten entscheiden können, wann sie auf uns zugehen oder sich auf uns einlassen. Dieses Bedürfnis nach Selbstbestimmung zu respektieren ist für den Aufbau von Vertrauen unerlässlich. Wenn unsere Katze die Freiheit hat, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und wir sie respektieren, fühlt sich sicherer und ist eher bereit, sich auf eine Zusammenarbeit mit uns einzulassen. Freiwilligkeit ist der stärkste Antrieb für nachhaltiges Lernen.</li>



<li><strong>Erfolg:</strong> Direkt im Anschluss an die Freiwilligkeit wirken positive Erfahrungen als Verstärker für die Bildung und Vertiefung von Vertrauen. Wenn unsere Katze erlebt, dass sie Raum, Zeit und echte Wahlmöglichkeiten hat und dabei Erfolg erfährt, erkennt sie: Kooperation lohnt sich. Aus diesen gemeinsamen Erfahrungen entsteht Vertrauen, das im Lauf der Zeit die Grundlage für weitere Lern- und Spielprozesse bildet. </li>
</ul>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Fazit: Warum Vertrauen entscheidend ist</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Katze kann nur dann kooperativ und zustimmend mit uns zusammenarbeiten, wenn sie sich sicher und respektiert fühlt. Vertrauen entsteht durch eine sichere Umgebung, klare Kommunikation und respektvolle Interaktionen im Alltag. Es bildet die Grundlage für freiwillige Zusammenarbeit, nachhaltiges Lernen und positive Erfahrungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fehlt diese Grundlage, wird sich unsere Katze aus Unsicherheit oder Angst zurückziehen und selbstständig Wege suchen, um sich zu schützen und ihre Bedürfnisse zu stillen. Besitzt unsere Katze dagegen ein Grundvertrauen, kann sie sich auf uns einlassen, Neues ausprobieren und aus den gemeinsamen Erfahrungen lernen. Das Vertrauen unserer Katze in uns, sich und ihre Umgebung wird zum Kriterium für Kooperation, Motivation und eine stabile Beziehung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vertrauen wirkt dabei auf beiden Seiten: Unsere Katze lernt, sich auf uns einzulassen, und wir lernen, aufmerksam, geduldig und respektvoll auf sie zu reagieren, ihr Verhalten einzuschätzen und uns wiederum auf sie einzulassen. Dieses Zusammenspiel ermöglicht Training, das nicht auf Dressur, sondern auf Kooperation und gegenseitigem Verständnis basiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer das Vertrauen seiner Katze gewinnt, schafft die Voraussetzung für ein Training, das Freude bereitet, Lernerfolge ermöglicht und gleichzeitig die Bindung zwischen Mensch und Katze langfristig stärkt. Vertrauen ist der erste Schritt. Ohne ihn sind alle weiteren Schritte im Training nicht möglich.</p>
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			</item>
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		<title>Das Katzenevent des Jahres: der Online Katzenkongress 2025 &#8211; vom 23.10.-26.10.2025 &#8211; für 0€ dabei sein!</title>
		<link>https://marahoffmann.de/online-katzenkongress-2025/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mara Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Oct 2025 10:55:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Katze & Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Katzentraining mit Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Online Katzenkongress ist das Katzenevent des Jahres! Bring die Beziehung zu Deiner Katze auf ein neues Level! Und für 2025 habe ich ein tolles Angebot für Dich!]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Seit wenigen Jahren hat sich im deutschen Sprachraum ein ganz besonderes Katzenevent etabliert. Was genau das ist und wie Du von einem besonderen Angebot profitieren kannst, liest Du hier!</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>





<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2023 öffnet <strong><a href="https://clickercat.ch/" target="_blank" rel="noopener">Katzentrainerin Christianne Gasser</a></strong> die Pforten zum größten Event in der Deutsch-sprachigen Katzenwelt: dem Online Katzenkongress. An 4 Tagen haben KatzenhalterInnen und jene, die es werden wollen, die Möglichkeit, geballtes Experten-Wissen rund um das beliebteste Haustier der Welt zu erhalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht nur das: Die Teilnahme am Katzenkongress ist kostenlos möglich &#8211; wem die 4 Tage nicht ausreichen oder wer zu einem späteren Zeitpunkt, die Inhalte noch einmal nachsehen möchte, kann dies tun, indem er/ sie sich das Kongresspaket gönnt. <strong><a href="https://myablefy.com/s/katzentraining/okk25_df/payment?pid=115703&amp;prid=16600&amp;utm_campaign=OKK25&amp;utm_source=Marah" target="_blank" rel="noopener">Den Link hierfür findest Du hier</a></strong> und noch einmal weiter unten.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Online Katzenkongress 2025- geballtes Wissen an 4 Tagen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für den OKK 2025 hat Christianne auch dieses Jahr zahlreiche Expertinnen der Katzenwelt versammelt: Tierärztinnen, Katzenverhaltensberaterinnen und Katzentrainerinnen ließen es sich nicht nehmen, ihre Herzensanliegen und besonderen Schwerpunkte ihrer Arbeit mit einem breiten Publikum zu teilen. In Interviews, Impulsbeiträgen und Live-Sessions teilen sie ihr Wissen mit Dir!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei reicht die Themenpalette von Ernährung, über Krankheiten, Phytotherapie, Streit in Mehrkatzenhaushalten, Tierarztbesuche begleiten, Selbstreflexion als KatzenhalterInnen bis zu Training, Spiel und DIY. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin dieses Jahr ebenfalls mit dabei und freue mich sehr darauf, Familien einen Impuls mitgeben zu dürfen, wie sie gemeinsam mit (Angst-)Katze &amp; Kind ein entspanntes und zufriedenes Leben gestalten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du siehst: es ist ein unglaublich facettenreiches Programm mit ExpertInnen auf dem neusten Stand der Wissenschaft!</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Hier kannst Du für 0€ dabei sein</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du Lust auf den OKK 2025 gewonnen hast, habe ich hier ein tolles Angebot für Dich: Über den nachfolgenden Affiliate-Link kannst Du Dich kostenlos zum Online Katzenkongress anmelden und den gesamten Input an 4 intensiven Tagen anschauen. Darüber hinaus kannst Du das Kongresspaket über meinen Link zu einem Vorteils-Preis buchen, mit den Du für ein Jahr Zugriff auf alle Inhalte hast. Christianne bietet die Möglichkeit ein komplettes Bundle aus den Katzenkongressen von 2023-2025 zu buchen. Das ist ein riesiger Fundus an Informationen! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber Achtung: <strong>Der Kongress startet bereits diese Woche: vom 23.10.-26.10.2025!</strong></p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><a href="https://myablefy.com/s/katzentraining/okk25_df/payment?pid=115703&amp;prid=16600&amp;utm_campaign=OKK25&amp;utm_source=Marah" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" width="568" height="711" src="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/okk-2025-marah.jpg" alt="Kater Louis von Katzentrainerin Christianne Gasser als Hintergrund für das Plakat des OKK 2025. Dem Bild ist ein Link hinterlegt. Wenn Du darauf klickst, gelangst Du zur Anmeldeseite." class="wp-image-2642" style="width:520px;height:auto" srcset="https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/okk-2025-marah.jpg 568w, https://marahoffmann.de/wp-content/uploads/okk-2025-marah-480x601.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 568px, 100vw" /></a></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Lasst uns die Welt der Katzen mit neuen Augen sehen und uns begeistern von diesen faszinierenden Geschöpfen! Katzen können so viel mehr als &#8220;nebenbei&#8221; zu sein &#8211; und sie geben uns so unglaublich viel! Sie haben es verdient, gesehen, gehört und verstanden zu werden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teile diesen Artikel sehr gerne mit allen Deinen KatzenfreundInnen! Ich wünsche Dir ganz viel Spaß beim <strong><a href="https://myablefy.com/s/katzentraining/okk25_df/payment?pid=115703&amp;prid=16600&amp;utm_campaign=OKK25&amp;utm_source=Marah" target="_blank" rel="noopener">Online Katzenkongress 2025</a></strong> &#8211; und wer weiß, vielleicht sehen wir uns ja in einer der Live Sessions?</p>
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		<title>Was ist Katzentraining und warum ist es gerade heute für Deine Katze und Dich so wichtig?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mara Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2025 22:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Katzentraining mit Kind]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ist Katzentraining? Warum ist es wichtig und welche Auswirkungen hat es, wenn Du mit Deiner Katze trainierst? Verstehe Katzentraining als Ausdruck verantwortungsbewusster Katzenhaltung!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Viele Katzeneltern wünschen sich neben einem entspannten Alltag v. a. eine enge, vertrauensvolle Beziehung zu ihrer Katze, die auf gegenseitigem Respekt beruht. Doch oft bleibt dabei der Gedanke an Training außen vor. Während Hunde selbstverständlich erzogen und gefördert werden, gilt die Katze noch immer als „untrainierbar“ oder es heißt, „sie macht doch ohnehin, was sie will“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die gute Nachricht: Das stimmt nicht! <strong>Katzen lernen schnell, gern und mit Begeisterung, wenn man versteht, wie sie lernen und das Training richtig vorbereitet und durchführt.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Artikel geht es deswegen um die Fragen, was Du Dir grob unter Katzentraining vorstellen kannst und warum es so wichtig ist für Deine Katze und Dich.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Was ist Katzentraining?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich mit Menschen über Katzentraining rede, begegnen mir in der Regel zwei Reaktionen: Entweder halten sie es für unmöglich, dass man mit Katzen trainieren könne- oder sie denken dabei nur an Tricks wie High Five. Dabei ist Katzentraining so viel mehr! Und vor allem sind die Auswirkungen und Vorteile so viel mehr!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einer Katze zu trainieren bedeutet nicht, die Katze zu verbiegen. Es bedeutet, ihr <strong>Möglichkeiten</strong> zu geben, ihre Fähigkeiten zu entfalten, <strong>neue Erfahrungen</strong> zu machen, <strong>Dich und Deine Welt besser zu verstehen</strong> und selbstbewusster ihren Platz in Deinem Leben auszufüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl Freigänger als auch Wohnungskatzen profitieren enorm von Katzentraining. Es bringt Abwechslung und geistige Auslastung, stärkt das <strong>Sicherheitsgefühl</strong> und gibt Deiner Katze ein Stück <strong>Selbstbestimmung</strong> zurück. Es ist ein wertvoller Beitrag zu ihrer <strong>Gesundheit</strong> und <strong>Zufriedenheit</strong> – und nebenbei stärkt es das <strong>Verständnis</strong> und die <strong>Bindung</strong> zwischen Euch.<br><br>Im Training bauen wir gezielt Verhaltensweisen auf oder festigen diese, indem gewünschtes Verhalten verstärkt wird. Das Training orientiert sich dabei immer an den Bedürfnissen und Fähigkeiten Deiner Katze. Es ist ein partnerschaftlicher Prozess, der Freude machen soll – Dir und Deiner Katze.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Training ist nichts Anderes als üben und lernen. Der Unterschied zum alltäglichen Lernen oder informellen Training ist jedoch, dass wir im Training deutlich <strong>bewusster vorgehen</strong>: Wir setzen uns ein <strong>Ziel</strong> und <strong>planen</strong> den Weg, auf dem wir das Ziel erreichen wollen und legen die Zwischenschritte bzw. <strong>Etappenziele</strong> fest. Wir klären die <strong>Voraussetzungen</strong>, die <strong>Rahmenbedingungen</strong>. Wir bedenken <strong>mögliche Herausforderungen</strong> und überlegen uns im Vorfeld, wie wir ihnen idealerweise begegnen können. Und während des Trainingsprozesses wird jeder Schritt behutsam durchgeführt, um unserer Katze ein <strong>positives Erlebnis</strong> zu ermöglichen. Wir wollen sie vor Enttäuschungen schützen, Missverständnisse vermeiden und ihre Motivation im Training und ihrer Entwicklung hochhalten.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><a></a>Warum ist Training heute so wichtig für Dich und Deine Katze?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Du weißt, dass Deine Katze sehr wohl lernen kann- und erlebst es jeden Tag: Wenn Du ans Futter denkst und zum Schrank gehst, ist sie bereits da. Oder wenn Du an die Transportbox denkst, ist sie bereits weg. <strong>Katzen sind überaus lernfähig.</strong> Deine feinsten Bewegungen sind bereits Hinweis genug für sie, um zu verstehen, was Du vorhast. Katzen sind Meister der Beobachtung und Kombination. Und sie lernen schnell und gut! Die Frage ist also eher: Warum sollten wir nicht mit ihnen trainieren können?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du die Lernfähigkeit Deiner Katze anerkennst, wirst Du merken, wie viele Situationen in eurem Alltag ihren Schrecken verlieren. <strong>Was Dir bisher als ein Ding der Unmöglichkeit vorkam, wird nun machbar.</strong> Du kannst die Lernfähigkeit Deiner Katze nutzen, um ihr und Dir das Leben <strong>leichter</strong>, <strong>entspannter</strong> und <strong>abwechslungsreicher</strong> zu gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herausforderung besteht wohl darin zu verstehen, wie Katzen lernen. Denn m. M. liegt hier das Problem: Dadurch, dass Katzen als semi-domestizierte Spezies ihre Unabhängigkeit bewahrt haben und zudem dem Menschen eher als unabhängige Mäusefängerin nützlich waren, können sich viele Menschen nicht vorstellen, dass oder wie man mit Katzen trainieren kann- oder eben warum. Der Umkehrschluss ist, dass wir nicht das volle Potenzial unserer Katze und unserer Beziehung ausschöpfen, nur eine recht einfache Beziehung zu ihr entwickeln und sie in Situationen bringen, die das Vertrauen zu uns arg strapazieren. Dies kann eine <strong>Negativspirale</strong> in Gang setzen, die das <strong>Zusammenleben immer schwieriger</strong> werden lässt. Aus Sicht unserer Katze bedeutet es, dass sie unsere Welt nur aus ihrer Erfahrung verstehen lernt- und entsprechend ihrer natürlichen Handlungsweise reagieren kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du willst, dass Deine Katze entspannt und sogar aufgeschlossen den nächsten Terminen, Pflegeeinheiten oder Besuchen entgegenblickt, solltest Du auf Training nicht verzichten!</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">7 Vorteile des Katzentrainings</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Katzentraining wird künftig also nicht nur wichtiger, weil immer mehr Katzeneltern sich eine bewusstere Haltung und Beziehung zu ihrer Katze wünschen, sondern auch, weil es ganz pragmatisch einige Vorteile mit sich bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>1. Beziehung &amp; Vertrauen</strong><br>Durch Training lernst Du Deine Katze besser kennen und verstehst ihre Persönlichkeit. Euer Vertrauen zueinander wächst, und sie erlebt Dich als Partner, auf den sie sich verlassen kann. Die Bindung zwischen Euch wird enger und stabiler.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2. Sicherheit &amp; Stressbewältigung</strong><br>Training bereitet Deine Katze auf Alltagssituationen wie Tierarztbesuche, Umzüge etc. vor. Sie lernt, stressige Momente besser zu bewältigen und bleibt ruhiger, selbst wenn sich ihr Umfeld verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>3. Mentale Auslastung &amp; Problemlösung</strong><br>Geistige Aktivität ist essenziell für das Wohlbefinden Deiner Katze. Training fördert Problemlösefähigkeiten, Kreativität und Aufmerksamkeit, reduziert Langeweile und destruktives Verhalten und vermittelt ihr das Gefühl, dass ihr Handeln Wirkung hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>4. Gesundheit &amp; körperliche Fitness</strong><br>Training bewegt nicht nur den Geist, sondern auch den Körper. Muskulatur, Gelenke und Koordination werden aktiviert, Übergewicht wird vorgebeugt, und Kreislauf, Stoffwechsel und Immunsystem profitieren von regelmäßiger Aktivität.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>5. Alltagserleichterung &amp; Routine</strong><br>Durch Training lernt Deine Katze, Abläufe wie Pflege, Fütterung oder Tierarztbesuche besser einzuordnen. Sie weiß, was sie erwarten kann, und Veränderungen im Alltag lassen sich leichter integrieren – für Dich und Deine Katze wird euer Alltag entspannter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>6. Selbstvertrauen &amp; Selbstwirksamkeit</strong><br>Training vermittelt Deiner Katze, dass sie eine echte Wahl und ihr Handeln Konsequenzen hat. Sie gewinnt Selbstvertrauen, Mut und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, und entwickelt ein stärkeres Gefühl der Selbstwirksamkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>7. Persönliche Entwicklung der Menschen</strong><br>Nicht nur Deine Katze profitiert: Auch Du lernst, ihre Signale besser zu erkennen und angemessen zu reagieren. Du wirst selbstbewusster, achtsamer und geduldiger – und kannst in herausfordernden Situationen klar und sicher agieren.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>7 Vorteile – kompakt</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Beziehung &amp; Vertrauen:</strong> engere Bindung, tieferes Verständnis der Katze</li>



<li><strong>Sicherheit &amp; Stressbewältigung:</strong> ruhiger Umgang mit Alltagssituationen</li>



<li><strong>Mentale Auslastung &amp; Problemlösung:</strong> geistige Aktivität, weniger Langeweile</li>



<li><strong>Gesundheit &amp; Fitness:</strong> Bewegung, Gelenke, Stoffwechsel, Immunsystem</li>



<li><strong>Alltag &amp; Routine:</strong> Entspannung bei Pflege, Fütterung, Tierarzt</li>



<li><strong>Selbstvertrauen &amp; Selbstwirksamkeit:</strong> Katze erlebt Wirkung ihres Handelns</li>



<li><strong>Persönliche Entwicklung des Menschen:</strong> bessere Wahrnehmung, Achtsamkeit, Sicherheit</li>
</ul>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>Gesunde Katzen sind aktive, ausgeglichene Katzen, die ihre Umwelt bewusst und aufgeschlossen wahrnehmen und an ihrem Leben interessiert teilnehmen. Training hilft, diesen Zustand zu fördern und langfristig zu erhalten</p><cite>Mara Hoffmann</cite></blockquote></figure>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Katzen Orientierung durch Training bekommen, sind sie weniger ängstlich und reagieren entspannter auf Veränderungen. Das gemeinsame Lernen fördert Eure Bindung, weil ihr als Team zusammenarbeitet. Und: Katzen, die erleben, dass ihr Handeln eine Wirkung hat, sind eher bereit, mit Dir zu kooperieren und entwickeln mehr Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit. Schließlich erleichtert Training den Alltag enorm – sei es beim Tierarztbesuch oder in stressigen Situationen.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hinweis</strong> Ich habe eben geschrieben, dass einige Verhaltensauffälligkeiten wie nächtliches Miauen oder Unsauberkeit u.a. aufgrund von Langeweile entstehen. Obwohl jedes Verhalten auch andere Ursachen haben kann, spielt Langeweile bei vielen Katzen eine große Rolle! Langeweile kann zwar die Kreativität Deiner Katze anregen, doch die Ergebnisse sind nicht immer dergestalt, dass Du gut damit leben willst. Abgesehen davon ist die Kehrseite von Langeweile, dass Deine Katze sich überhört und ungesehen fühlt, was Frust auslöst und sogar bis zu Depressionen führen kann.</p>
</blockquote>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Katzen sind hochintelligente Lebewesen, die in freier Wildbahn eine Vielzahl von Herausforderungen lösen müssen. Diese Chancen, Probleme zu lösen, fehlen Deiner Katze. Insbesondere in <strong>Wohnungshaltung</strong> ist das Leben der meisten Katzen nicht nur <strong>langweilig</strong>, sondern aus ihrer Sicht auch sehr <strong>frustrierend</strong>. Wenn ihr dann <strong>neue Situationen</strong> begegnen, ist sie <strong>überfordert</strong>, weil sie dafür <strong>nicht vorbereitet</strong> ist. Sie hat kein Konzept entwickelt, wie sie mit den Herausforderungen umgehen soll. Erwarte also nicht, dass Deine Katze mit ihr unbekannten Situationen „easy peasy“ umgeht- und vor allem strafe sie nicht dafür! Das ist unfair!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Katze kann nur so gut mit Herausforderungen umgehen, wie Du ihr hilfst, diese zu ver- und bestehen! Viele Katzeneltern werden sich dessen bewusster, weshalb die Nachfrage an Katzentraining und mit ihr auch das Angebot steigt.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hinweis</strong> Ich persönlich gehöre zu den Menschen, die sich gerne tief in ein Thema einarbeiten. Das hilft mir, das Gesamtbild besser zu verstehen und die jeweiligen Anforderungen gründlich vorzubereiten. Du findest auf meinem Blog daher nicht nur „leichte Kost“, sondern auch „Vollkorn“- Artikel, die sich sehr detailliert mit einem Thema beschäftigen, wobei ich nicht die ganze wissenschaftliche Palette abbilde. Viele Themen sind nahezu unerschöpflich. Aber das Wichtigste will ich auf meinem Blog teilen und hoffe, Dir damit eine Hilfe zu bieten.</p>
</blockquote>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Hier soll es aber um den ersten praktischen Einstieg gehen: Denn wenn Du bis hierhin gelesen hast, dann willst Du sicher auch wissen, wie Du anfängst! Die Hintergründe findest Du dann in anderen Artikeln.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">So fängst Du mit dem Training an</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor wir in das eigentliche Training starten, müssen wir Denkarbeit leisten. Wir klären die Voraussetzungen, legen das Ziel und die Rahmenbedingungen fest und gehen dann die Schritte durch, die Du bedenken musst, um das Ziel zu erreichen. Kurz: Wir erstellen eine einfache Version eines Trainingsplans.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Voraussetzungen </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Katze ist vermutlich noch ungeübt im Training, im Übrigen ist sie gesund und hat keinerlei weitere Beeinträchtigung. Je nachdem, wie lange sie schon bei Dir ist und sich eine Routine und gewisse Erwartungshaltung in eurer Beziehung entwickelt hat, ist sie zunächst einmal skeptisch oder aufgeregt, was Du Neues auf Lager hast. Vielleicht ist sie aber auch äußerst ängstlich und Du bist auf meiner Seite gelandet, weil Du Dir Hilfe und Lösungen für Deine Angstkatze oder Deine unter-/ überforderte Familienkatze wünschst. Die Übung, die ich hier beschreibe, ist für jede Katze in nahezu jeder Konstellation geeignet. Lediglich, wenn Deine Katze eine körperliche Besonderheit mit bringt, wie z.B. Taubheit oder Blindheit, nutzen wir einen Marker, den sie wahrnehmen kann. Dazu aber gleich mehr.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Ziel</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Trainingsbeispiel für möglichst viele Katzeneltern zugänglich und es als Einstieg ins Training auch Deiner Katze so einfach wie möglich zu machen, entscheiden wir uns für ein niedrigschwelliges Ziel: Wir wollen Deine Katze lediglich aktivieren, dass sie lernt, sie kann durch ihr Handeln etwas bewirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Katze braucht nichts zu berühren, sich nicht zu bewegen oder akrobatische Kunststücke zu vollbringen. Sie braucht nur den Kopf zu heben. Diese Übung ist ein Pattern Game und nennt sich &#8220;Up &amp; Down&#8221;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das mag sich jetzt banal anhören, aber für Deine Katze ist dies bereits ein großer und sehr wichtiger Schritt! Wenn ihr beide im Training ungeübt seid, müsst ihr erst einmal eine gemeinsame Kommunikation finden und Deine Katze muss begreifen, dass sie nun aktiv werden und durch Handeln eine bestimmte Reaktion erzeugen kann- in einem gesetzten Rahmen und nicht auf „gut Glück“, wenn sie Dich ansieht und hofft, dass Du ihre Gedanken lesen kannst. Du hingegen kannst Dich ganz auf die Entwicklung Deiner Fähigkeiten konzentrieren: zu beobachten und schnell und bewusst zu reagieren.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>TIPP</strong> Übungen, die Katzen zu Beginn lernen und mit denen sie direkt gute Erfahrungen machen, verankern sich besonders stark im Gedächtnis. Sie können in schwierigen Situationen wieder abgerufen werden. Man nennt sie <em>Ankerverhalten</em>. Sie geben Orientierung, Sicherheit und helfen, den Stresspegel zu senken. Up &amp; Down ist ideal, um als Ankerverhalten zu dienen! Es wird Dir in vielen Situationen sehr gute Dienste leisten!</p>
</blockquote>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wir legen hier also Grundlagen und beginnen mit etwas vermeintlich Einfachem. Diese Grundlagen werden euer weiteres Training stark beeinflussen- gehe behutsam und gründlich vor!</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Setting</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Training sollte sich Deine Katze sicher fühlen. Wähle als Trainingsort daher einen Raum aus, in dem Deine Katze sich wohl fühlt und ihr beide ungestört ein paar Minuten verbringen könnt. Außerdem solltest Du eine Zeit wählen, zu der Deine Katze ausgeruht und zugänglich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten Katzen ist die Fehlerquote morgens am höchsten und abends am niedrigsten. Neue Dinge solltest Du daher am besten abends einführen. Up &amp; Down ist jedoch so niedrigschwellig, dass es unabhängig der Tageszeit Deiner Katze beibringen kannst. Noch ein Grund, warum diese Übung sich als Einstieg in die Welt des Katzentrainings perfekt anbietet.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Marker</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Vermutlich kennst Du bereits den sog. Clicker. Das ist ein kleines Werkzeug, das ähnlich wie Knackfrösche einen Klick-Laut von sich gibt, wenn man ihn drückt. Mit einem Clicker kannst Du den Zeitpunkt, in dem Deine Katze das gewünschte Verhalten zeigt, markieren bzw. clicken. Es ist wie ein Foto oder eine Momentaufnahme und Deine Katze wird sehr schnell den Zusammenhang verstehen, was dieses Geräusch für sie bedeuten soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchen Katzeneltern hilft es beim Training, wenn sie etwas in der Hand halten. Andere kommen damit nicht so gut zurecht. Clicker haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn Du alleine mit Deiner Katze trainierst, benötigst Du keinen Clicker. Es reicht, wenn Du ein leises Geräusch mit Deiner Zunge machst, ähnlich einem Zungenschnalz oder Du einen Luftkuss machst. Da die meisten Clicker recht laut für das Gehör von Katzen sind, hat ein Zungenschnalz oder Luftkuss den Vorteil, dass das Geräusch angenehmer ist. Außerdem bewegt man seinen Mund oft schneller als seine Hand, was sich positiv auf das Timing auswirkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Deine Katze ängstlich ist, solltest Du zu Beginn auf einen Marker verzichten. Das könnte ein Reiz zu viel sein. Achte auch darauf, dass Du Deiner ängstlichen Katze genug Raum zwischen Dir und ihr lässt, so dass sie nicht fliehen will. Dies ist besonders wichtig, wenn Du ihr ein Leckerli geben willst.</p>



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<h4 class="wp-block-heading">Verstärker</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Verstärker ist etwas, das Deiner Katze zeigt: <em>Genau das ist richtig!</em> – das kann Futter sein, aber auch ein Streicheln oder ein gemeinsames Spiel. Um es einfach zu halten, arbeiten wir zum Einstieg ins Training mit einem Leckerli. Idealerweise ist Deine Katze nicht zu hungrig, aber auch nicht zu satt. Viele Katzen sind sehr Futter motiviert, so dass es praktisch ist, mit einem Leckerli als Verstärker zu arbeiten. In einem anderen Artikel widmen wir uns dem Thema Verstärker detaillierter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du kein Leckerli zur Hand hast, nutze das reguläre Futter Deiner Katze. Das Leckerli sollte Deine Katze aber nicht so übereifrig werden lassen, dass sie nur darauf aus ist, es Dir aus den Händen zu reißen. Ist Deine Katze nämlich zu aufgedreht, lernt sie leider auch nichts oder nicht das, was Du Dir wünschst.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>TIPP</strong> Bei einer ängstlichen Katze kannst Du ihr das Leckerli auf einem Teleskoplöffel vorsichtig und dicht über dem Boden schwebend in ihrer Nähe ablegen. Ich bin kein Freund davon, wenn man einer ängstlichen Katze ein Leckerli entgegenwirft: Bewegungen, die schnell auf eine Katze zukommen, wirken auf sie bedrohlich. Wenn Deine Katze zu weit weg sein sollte und Du ihr das Lecerkli nicht mit dem Löffel heranbringen kannst, dann kullere es in ihre Richtung, aber so, dass es seitlich zu ihr rollt, nicht frontal auf sie zu.</p>
</blockquote>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Start-/ Ende-Signale</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Überlege Dir, ob Du euer Training Deiner Katze als solches klar kommunizieren willst. Ein Signal für den Beginn und das Ende eures Training macht es für sie <strong>einfacher die Trainingszeit als solche zu verstehen</strong>. Dafür eignen sich <strong>Worte</strong> wie „Training-Start“, „Anfang“, „Fertig“ oder „Ende“ sehr gut, aber auch Signale wie ein bestimmtes Licht, ein <strong>Tippen</strong> mit dem Fingernagel auf dem Boden oder <strong>Glöckchen</strong> können verwendet werden. Da unsere Katzen weder taub noch blind sind, nutze ich den Namen der Katze, mit der ich trainieren will und füge dann das Wort der Tätigkeit hinzu, die nun ansteht, z.B. „Milla, Training“. Und als Ende-Signal sage ich freundlich klangvoll „Fertig“. Interessanterweise lernen Katzen über Körpersprache besser als über Wortsignale. Daher beisteht mein „Fertig“- Signal aus einem <strong>Wort und</strong> einer <strong>Handbewegung</strong>. Nur für den Start habe ich noch keine geeignete Bewegung gefunden- wenn Du eine Idee hast, lass es mich gerne wissen! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich kannst Du auch außerhalb des angekündigten Trainings mit Deiner Katze trainieren. Das Training, das wir hier besprechen, ist jedoch das <strong>formale Training</strong>. Da hier viele Dinge festgelegt werden, bietet sich für diese Trainingsform ein Hinweis für den Start und das Ende an- ist aber kein Muss.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Durchführung</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Position finden</strong><br>Wenn Deine Katze sich bereits in dem Raum befindet, in dem ihr trainieren wollt, gehe langsam und geschmeidig in einem <strong>leichten Bogen</strong> auf sie zu. Das wirkt weniger bedrohlich als ein direktes Hingehen. Alternativ rufe sie und wenn sie Dir folgt, achte darauf, wo sie sich hinsetzt und setze Dich so hin, dass Du auf <strong>Augenhöhe</strong> mit ihr bist – egal, ob sie auf dem Boden, Sofa, Tisch oder in ihrer Höhle sitzt. Wichtig: Nicht über ihr sitzen oder stehen.</li>



<li><strong>Begrüßungs-Leckerli</strong><br>Lege gleich zu Beginn ein Leckerli vor Deine Katze. Damit bestärkst Du sie, dass sie an den Trainingsort gekommen ist, oder signalisierst bei skeptischen Katzen: <em>„Ich komme in friedlicher Absicht.“ </em><em>und erhöhst ihre Motivation mitzumachen.</em></li>



<li><strong>Bewegung markieren</strong><br>Warte, bis Deine Katze ihren Kopf hebt. In genau diesem Moment <strong>markierst</strong> Du diese Bewegung mit einem Click oder Zungenschnalz und legst sofort ein Leckerli vor sie hin.</li>



<li><strong>Wiederholung</strong><br>Deine Katze senkt ihren Kopf, um das Leckerli zu fressen – und hebt ihn danach wieder. Jedes Mal, wenn sie den Kopf hebt, markierst Du dies mit einem Click und legst erneut ein Leckerli vor sie hin. Wiederhole diesen Ablauf einige Male.</li>



<li><strong>Übung beenden</strong><br>Nach wenigen Wiederholungen beendest Du die Übung mit einem klaren Signal wie „Ende“ oder „Fertig“. Achte darauf, dass das Trainingsende angenehm für Deine Katze ist. Das kann bedeuten, dass sie ein letztes Mal das gewünschte Verhalten zeigt, Du markierst es, gibst ihr ein Leckerli, sagst Dein Ende-Signal und legst ihr noch einmal drei Leckerlis ohne Marker oder weitere Bewegung extra dazu – wie ein kleiner „Frei-Haus-Service“.</li>
</ul>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Nach dem Training</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Punkt ist mindestens ebenso wichtig wie das Training selbst! Als Stichwort nenne ich an dieser Stelle nur <strong>Backward Chaining</strong> und gehe in einem anderen Artikel darauf ein. Um Dir den Einstieg ins Training zu erleichtern merke Dir an dieser Stelle nur, dass es <strong>immer relevant ist, was nach dem Training passiert</strong>. Und nutze die Infos, die ich Dir hier gebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um das Lernen zu vereinfachen, zu vertiefen und zu beschleunigen, wollen wir die <strong>Anspannung lösen</strong>, die sich durch die Konzentration im Training ergeben hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was Du tun kannst, richtet sich nach der Persönlichkeit Deiner Katze. Was gefällt ihr am besten? Wobei kann sie gut entspannen? Wenn Du Dich für ein Angelspiel entscheidest, achte darauf, das Du Deine Katze auch da durch eine Erregungsspirale leitest und sie am Ende wirklich entspannt ist. Meist sind Stocherspiele eher geeignet, da sie Katzen nicht so sehr in Aufregung versetzen, wie Angelspiele. Denkbar sind aber auch Futter- Wurf- Spiele, ein Fummelbrett, Snackball oder eine ruhige Streicheleinheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bewegung nach Konzentration tut gut</strong> und hilft, dass sich das Gelernte besser verankert und Deine Katze zurückfindet in eine entspanntere Grundstimmung. Ist Deine Katze ängstlich und versteckt sich lieber in einer Höhle, kannst Du probieren, ihr etwas zum Riechen anzubieten. So hat sie eine Möglichkeit, noch einmal einen anders gelagerten Reiz wahrzunehmen, mit dem sie sich angenehm beschäftigen kann. Nutze dafür keine Katzenminze, da diese zu sehr aufputscht. Baldrian oder Olivenholz eignen sich besser, aber auch ein Teebeutel mit Kamille, ein Tannenzapfen oder Zweig von draußen tun ihre Wirkung!</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h5 class="wp-block-heading">Hurra!</h5>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast gerade erfolgreich Dein erstes Katzentraining absolviert! Der erste Schritt ist auch für Dich ein großer, weil sehr wichtiger Schritt! Genieße den Moment, gönne auch Dir eine Pause, dass Deine Aufregung sich ebenfalls legt. Notiere Dir in kurzen Stichworten Punkte, die Dir aufgefallen oder wichtig geworden sind: Die eigentliche Nachbereitung geschieht jedoch erst später, wenn Du wirklich wieder entspannt bist und Dich auf deine Notizen und das Video einlassen kannst. Auch, wenn Dir dies unnötig erscheint, wird Dir die <strong>Reflexion</strong> dabei helfen, Deine Fähigkeiten zu schulen, Veränderungen zu erkennen und die nächste Trainingseinheit gut vorzubereiten.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">So holst Du mehr aus eurem Training heraus</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Halte eure Trainingseinheiten so kurz wie möglich und so lange wie nötig. <strong>1 Minute reicht völlig aus</strong>. Maximal sollte bei 3 Minuten Schluss sein- selbst wenn Deine Katze mehr fordert. Aber ein Mehr würde auch schnell überfordern und das wollen wir vermeiden. Wenn Du Dir über den zeitlichen Rahmen unsicher bist, zähle zehn kleine Leckerlis ab. Sind diese aufgebraucht, ist die Übung bzw. das Training beendet.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>TIPP</strong> Nimm euer Training auf! Du siehst besser, was wie gelaufen ist, kannst Veränderungen dokumentieren und einordnen und sich während des Trainings wirklich auf Deine Katze konzentrieren, statt im Hinterkopf noch Details etc. behalten zu müssen.</p>
</blockquote>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mögliche Herausforderungen beim Katzentraining – worauf Du achten solltest</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Katzentraining ist ein <strong>starkes Werkzeug</strong>, um Vertrauen, Sicherheit und Selbstbestimmung zu fördern. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die Du im Blick haben solltest. Zunächst kann Training Stress verursachen, wenn Einheiten zu lang, zu häufig oder zu anspruchsvoll sind. Deine Katze zeigt Überforderung oft subtil: Kopf wegdrehen, weggehen, zuckende Ohren, Peitschen des Schwanzes etc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jede Katze reagiert gleich auf Futter, Spielzeug oder Streicheleinheiten als <strong>Verstärker</strong>. Wer hier nicht flexibel ist und keine Alternativen anbietet, riskiert Frust – bei Katze und Katzeneltern. Auch das <strong>Timing</strong> ist entscheidend: Wird ein Verhalten nicht genau markiert oder der Verstärker zu spät gegeben, lernt Deine Katze womöglich etwas anderes als das, was Du beabsichtigt hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Inkonsistenz</strong> kann ebenfalls zu Problemen führen. Unterschiedliche Personen, unklare Kommunikation, wechselnde Trainingsbedingungen oder wechselnde Regeln können Deine Katze verunsichern. Ebenso ist die <strong>körperliche Verfassung</strong> wichtig: Schmerzen, Gelenkprobleme oder andere Einschränkungen erfordern Anpassungen der Übungen, damit Training angenehm bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und schließlich: Katzentraining funktioniert in kleinen, individuell abgestimmten Schritten. Wenn Du zu viel erwartest, Geduld verlierst oder inkonsistent bist, wirst Du weniger Erfolg haben.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>7 Risiken – kompakt</strong></h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Überforderung:</strong> zu lange, zu häufige oder zu anspruchsvolle Einheiten</li>



<li><strong>Stressreaktionen:</strong> Kopf wegdrehen, weggehen, Ohren zucken, Peitschen des Schwanzes</li>



<li><strong>Falscher Verstärker:</strong> nicht jede Katze reagiert gleich auf Futter, Spielzeug oder Streicheln</li>



<li><strong>Timing-Fehler:</strong> Marker oder Verstärker zu spät gegeben → falsches Lernen</li>



<li><strong>Inkonsistenz:</strong> unterschiedliche Personen, wechselnde Regeln oder Trainingsbedingungen</li>



<li><strong>Körperliche Einschränkungen:</strong> Schmerzen, Gelenkprobleme oder andere gesundheitliche Limits</li>



<li><strong>Überhöhte Erwartungen:</strong> zu viel auf einmal wollen, Geduld verlieren → geringere Motivation</li>
</ul>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit <strong>kurzen Einheiten</strong>, <strong>klaren Signalen</strong>, <strong>positivem Abschluss</strong> und <strong>Beobachtung des Wohlbefindens</strong> Deiner Katze <strong>minimierst Du Risiken</strong> und schaffst gleichzeitig ein Training, das Freude, Motivation und echte Lernerfolge bringt. Aber all dies darfst Du ebenso wie Deine Katze Schritt für Schritt lernen. Es ist also eher falsch durchgeführtes Katzentraining, das gewisse Risiken birgt.</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Katzentraining? Weil Verantwortung zählt!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Katzentraining setzt Du ein Zeichen für bewusste Katzenhaltung, gegen Vorurteile und trägst dazu bei, dass Katzen aus ihrem Stiefkind-Dasein herausgeholt und als vollwertige Lebewesen ernst genommen werden! Katzentraining bedeutet, <strong>Verantwortung zu übernehmen</strong>, <strong>Deiner Katze eine Stimme zu geben</strong> und <strong>eure Beziehung auf eine respektvolle Basis zu stellen</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht nicht per se um Tricks, sondern um <strong>Respekt</strong>, <strong>Vertrauen</strong>, <strong>Sicherheit</strong> und <strong>echtes Miteinander</strong>. Du bereitest Deine Katze auf ihr Leben an Deiner Seite vor, unterstützt ihre Selbstbestimmung, minimierst Stress und Fehlverhalten und gibst ihr gleichzeitig Freude, Erfolgserlebnisse und die Möglichkeit, eigene Entscheidungen zu treffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Training zeigt Deiner Katze: „Dein Handeln hat Wirkung. Deine Meinung ist wichtig. Du bist wichtig.“ Jede kleine Übung stärkt ihr Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz nebenbei hat Training auch Auswirkungen auf Dich: Du wirst ebenfalls entspannter in brenzligen Situationen. Du weißt, was ihr könnt, kannst Deine Katze besser einschätzen und selbstbewusster und klarer für ihren Schutz eintreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um es auf den Punkt zu bringen: <strong>Training ist Respekt ist Liebe.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche Dir und Deiner Katze von ganzem Herzen alles Liebe.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h6 class="wp-block-heading">Du hast Fragen zu Deiner Katze oder zum Katzentraining?</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Du tiefer ins Katzentraining einsteigen oder Unterstützung bei Herausforderungen suchst, <strong><a href="http://marahoffmann.de/blog/">nutze meine Artikel</a></strong>, <strong><a href="https://marahoffmann.de/beratung/">komm ins 1:1 Coaching</a></strong> oder <strong><a href="https://marahoffmann.de/kontakt/">schreibe mir direkt eine Nachricht</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsame verbessern wir die Welt von Katzen und ihren Familien. Wir holen sie aus ihrem Stiefkind-Dasein heraus und zeigen, was wir alles von diesen wundervollen Geschöpfen lernen können!</p>



<div style="height:32px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>
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			</item>
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		<title>Erfolgreiches Training (Teil 2): Lernprinzipien im Überblick</title>
		<link>https://marahoffmann.de/lernprinzipien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mara Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2025 22:00:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Katzentraining mit Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Angstkatze]]></category>
		<category><![CDATA[Angstkatzen]]></category>
		<category><![CDATA[Basis des Katzentrainings]]></category>
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		<category><![CDATA[Katze und Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Katzentraining]]></category>
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		<category><![CDATA[Negative Strafe]]></category>
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		<category><![CDATA[Tiertraining]]></category>
		<category><![CDATA[Training auf Augenhöhe]]></category>
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		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
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					<h1 class="entry-title">Erfolgreiches Training (Teil 2): Lernprinzipien im Überblick</h1>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><strong>Überblick</strong>| In diesem Beitrag erhältst Du einen Überblick über die verschiedenen Prinzipien, die Lernen zugrunde liegen bzw. deren Auswirkungen auf das Verhalten und das Wohlbefinden unserer Katzen. Trainingsmethoden, die auf<span> </span><strong>Positiver Verstärkung</strong><span> </span>beruhen, sind die respektvollsten und effektivsten Methoden, da sie das Vertrauen und die Bindung zwischen Mensch und Katze stärkt und Kreativität sowie Selbstvertrauen fördert. Training, das auf<span> </span><strong>Negativer Verstärkung</strong><span> </span>basiert, kann in speziellen Situationen nützlich sein, aber nur in Verbindung mit positiven Verstärkungen, um die Katze nicht in ihrer sozialen Bindung und ihrem Vertrauen zu beeinträchtigen. Es gibt aber auch Trainingsmethoden, die mit<span> </span><strong>Strafen</strong><span> </span>arbeiten. Die dahinter stehenden Prinzipien führen zu Angst, Aggression und Vertrauensverlust, weshalb sie im Umgang mit Katzen oder im Katzen-Training vermieden werden müssen. Eine respektvolle, belohnungsbasierte Herangehensweise ist der Weg der Wahl zu einem harmonischen Zusammenleben und einem erfolgreichen Training.<strong></strong><strong></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 class="western"><strong>Warum das Verständnis darüber, wie wir lernen so wichtig sind</strong></h3>
<p>Das Training unserer Katzen ist ein zentrales Element für ein entspanntes Zusammenleben und das Wohlbefinden unserer Samtpfoten. Dabei ist es entscheidend, mit den richtigen Wirkmechanismen zu arbeiten, die nicht nur das gewünschte Verhalten fördern, sondern auch die Beziehung zwischen uns und unserer Katze stärken. Und das macht es so wichtig, sich zumindest ein Mal mit den Auswirkungen der verschiedenen Prinzipien, die Lernen zugrunde liegen, auseinanderzusetzen. Die Wahl der richtigen Wirkung hängt maßgeblich davon ab,<span> </span><strong>wie</strong><span> </span>wir als Katzeneltern unsere Katze verstehen und<span> </span><strong>wie</strong><span> </span>wir ihre Bedürfnisse respektieren.</p>
<p>Es gibt verschiedene Ansätze, um das Verhalten einer Katze zu beeinflussen – von der Positiven Verstärkung bis hin zu Negativer Verstärkung oder Bestrafungen. Wir möchten uns zunächst auf das respektvollste Lernprinzip konzentrieren,  die<span> </span><strong>Positive Verstärkung</strong>, anschließend werfen wir einen Blick auf die weniger bzw. nicht empfohlenen Prinzipien wie<span> </span><strong>Negative Verstärkung</strong><span> </span>und<span> </span><strong>Straftechniken</strong>, um den Unterschied zur Positiven Verstärkung zu verdeutlichen.<strong></strong><strong></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 class="western"><strong>Die vier Lernprinzipien im Überblick</strong></h3>
<h4 class="western"><strong></strong></h4>
<h4 class="western"><strong>Positive Verstärkung (R+)</strong></h4>
<p>Positive Verstärkung ist eine der beliebtesten und effektivsten Prinzipien im Katzen-Training- vorausgesetzt, dass man Wert legt auf eine vertrauensvolle Beziehung auf Augenhöhe. Das Prinzip basiert darauf, das gewünschte Verhalten einer Katze zu fördern, indem wir ihr etwas Angenehmes anbieten, sobald sie dieses Verhalten zeigt.</p>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Was ist Positive Verstärkung?</strong></h5>
<p>Positive Verstärkung bedeutet, dass wir ein Verhalten belohnen, sobald es auftritt. Diese Belohnung kann z.B. in Form von Leckerlis, Streicheleinheiten, Spiel oder Lob erfolgen. Der Schlüssel dabei ist, dass unsere Katze die Belohnung als solche bewertet und unmittelbar nach dem gewünschten Verhalten erhält, damit sie die Verbindung zwischen der Handlung und der Belohnung verstehen kann. Das stärkt ihre Motivation, dieses Verhalten zu wiederholen. dahinter steckt das Lernen aufgrund angenehmer Erfahrungen.</p>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Vorteile der Positiven Verstärkung</strong></h5>
<p>Die Vorteile dieses Lernprinzips sind vielfältig:</p>
<ul>
<li><strong>Fördert Vertrauen und Zusammenarbeit:</strong><span> </span>Da Positive Verstärkung auf angenehmen Folgen für bzw. auf ein Verhalten basiert, stärkt sie das Vertrauen zwischen uns und unserer Katze. Unsere Katze erhält auf ihr Verhalten positives Feedback und lernt, dass der Mensch eine Quelle von schöner Erfahrung ist.</li>
<li><strong>Baut Stress ab:</strong><span> </span>Positive Verstärkung ist i.d.R. frei von negativem Beigeschmack und fördert eine entspannte Lernumgebung. Unsere Katze muss keine Angst vor Bestrafung oder negativen Erfahrungen haben.</li>
<li><strong>Stärkt die Bindung:</strong><span> </span>Die Belohnung durch Spiel, Lob oder Streicheleinheiten stärkt die emotionale Bindung zwischen unserer Katze und uns. Die angenehme Folge (aka Belohnung) auf ihr Verhalten zeigt, dass wir das Verhalten unserer Katze schätzen.</li>
<li><strong>Langfristige Wirkung:</strong><span> </span>Katzen, die mit Positiver Verstärkung gehandelt und trainiert werden, entwickeln nicht nur ein besseres Verständnis für die gewünschten Verhaltensweisen, sondern sind auch motivierter, in Zukunft weiterhin mit dem Menschen zusammenzuarbeiten.</li>
<li><strong>Fördert Kreativität:</strong><span> </span>Unsere Katzen sind von Natur aus neugierig und erlernen neue Verhaltensweisen am besten, wenn sie in einem sicheren und wertschätzenden Umfeld selbstständig ausprobieren können, was funktioniert. Auf diese Weise werden sie stets zu neuen Verhaltensweisen, aber auch zu selbstständigen Entscheidungen angeregt.</li>
<li><strong>Fördert Selbstvertrauen:</strong><span> </span>Wenn ihre Neugier mit einem angenehmen Ereignis beantwortet wird, entsteht ein Positiv-Kreislauf, der unsere Katzen dazu ermutigt, stets weitere Erfahrungen zu sammeln und noch mutiger zu werden und Neues auszuprobieren. Hier stimmt der Satz voll und ganz: Mut kommt durch (angenehme) Erfahrungen.</li>
</ul>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Nachteile der Positiven Verstärkung</strong></h5>
<p>Es wäre schön zu schreiben, dass dieses Lernprinzip frei von Nachteilen sei… Aber weitestgehend stimmt es: Stets bejahende Rückmeldung zu erhalten, reduziert Nachteile auf ein Minimum. Dennoch gibt es evtl. einen Nachteil, der v. a. Deiner Bewertung und Prioritäten unterliegt:</p>
<ul>
<li><strong>Forderung nach mehr:</strong><span> </span>Katzen, die aktiv gefördert werden, beginnen, aktiv zu fordern: D.h., dass Deine Katze sich auf Dich verlässt, dass Du täglich exklusiv Zeit mit ihr verbringst und kann bei Langeweile ihre Intelligenz, Kreativität und Erwartungshaltung auch zu Unsinn einsetzen und z.B. Schubläden ausräumen, Schränke öffnen, sich selbst Futter suchen oder zärgeln etc. Wenn Du Dir dessen bewusst bist, dass Deine Katze ein komplexes, intelligentes und anspruchsvolles Lebewesen ist, dann lege Deine Prioritäten so, dass Du ihren Bedürfnissen gerecht wirst. Ihr führt eine Freundschaft auf Lebenszeit, in der Du die Verantwortung für euer Wohl trägst.</li>
</ul>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Beispiel aus dem Alltag</strong></h5>
<p>Nehmen wir an, unsere Katze springt immer wieder in einen bestimmten Karton. Wir können dieses Verhalten nutzen und mit einem Spiel belohnen. Dadurch kommunizieren wir klar: „Wenn Du in den Karton springst, spielen wir.“ So bauen wir den Platz in dem Karton zugleich als leicht verständliches Signal für den Spielwunsch unserer Katze auf. Sie lernt, dass der Karton ein Signal an uns ist, dass sie einsetzen kann, um uns zu sagen, dass sie spielen möchte. Und wir erkennen ihr Verhalten als ihren Spielwunsch und können ihr Bedürfnis entsprechend stillen.</p>
<p><strong>Achtung:</strong><span> </span>Wenn Du mal keine Zeit für ein Spiel hast, solltest Du Deiner Katze eine alternative Beschäftigung wie z.B. ein Futterspiel anbieten. So verhinderst Du, dass der Karton als Startsignal fürs Spiel nicht an Bedeutung verliert und vermeidest Frust bei Deiner Katze, weil Du ihr Bedürfnis gerade jetzt nicht stillen kannst. Aber: nutze diese Alternative nur selten, da die eigentliche Bedeutung des Kartons als ein Jagdspiel mit Dir aufgebaut wurde.</p>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Gefühle der Katze und Auswirkungen</strong></h5>
<p>Die Auswirkungen dieses Lernprinzips machen die Positive Verstärkung (auch R+ abgekürzt*) so attraktiv: Unsere Katze fühlt sich durch Positive Verstärkungen sicher und geschätzt, da sie für ihr Verhalten sofortige und angenehme Reaktionen erhält. Diese Methode steigert ihr Selbstvertrauen und ihre Motivation, mit uns zusammenzuarbeiten. Langfristig führt diese positive Erfahrung zu einer stärkeren Bindung und einem besseren Verständnis zwischen unserer Katze und uns.</p>
<p>*R+ steht für „positive Reinforcement“ = „positive Verstärkung“, das „+“ ist im mathematischen Sinne zu verstehen, analog gilt später das „-“ im mathematischen Sinne: etwas wegnehmen.</p>
<hr />
<h4 class="western"><strong></strong></h4>
<h4 class="western"><strong></strong></h4>
<h4 class="western"><strong></strong></h4>
<h4 class="western"><strong>Negative Verstärkung</strong><span> </span>(R-)</h4>
<p>Obwohl negative Verstärkung oft in einem schlechten Licht gesehen wird, handelt es sich dabei nicht unbedingt um Bestrafung, sondern vielmehr um die Entfernung eines unangenehmen Reizes, um ein Verhalten zu fördern.</p>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Was ist Negative Verstärkung?</strong></h5>
<p>Negative Verstärkung bedeutet, dass ein unangenehmer Reiz (z. B. ein unangenehmes Geräusch oder die Nähe des Menschen) entfernt wird, sobald unsere Katze ein gewünschtes Verhalten zeigt. Bei einer ängstlichen Katze könnte dies bedeuten, dass wir uns zurückziehen und den physischen Abstand zu ihr vergrößern, wenn sie z.B. sitzen bleibt statt zu fliehen. Damit verschaffen wir ihr ein Gefühl der Erleichterung.</p>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Vorteile der Negativen Verstärkung</strong></h5>
<ul>
<li><strong>Nützlich bei Angstkatzen:</strong><span> </span>Bei ängstlichen Katzen können wir als Menschen der unangenehme Reiz sein. Wenn die Katze beispielsweise mit einem Blickkontakt oder einer Annäherung unser Verhalten als unangenehm empfindet, könnten wir uns zurückziehen. Diese Erleichterung schafft eine Verbindung zwischen dem Verhalten der Katze und der angenehmen Konsequenz.</li>
<li><strong>Hilft bei der Lösung von Problemen:</strong><span> </span>Wir setzen übrigens die Negative Verstärkung auch in Fällen ein, in denen unsere Katze in eine missliche Lage geraten ist. Ein Beispiel hierfür wäre, wenn sie sich in etwas verheddert hat, und wir ihr helfen, sich zu befreien oder wir entfernen einen Splitter aus ihrer Pfote. Ein sehr häufiges- uns aber oft nicht bewusstes Beispiel wäre außerdem, dass wir unserer Katze meist erst Futter geben,<span> </span><em>nachdem</em><span> </span>sie vor Hunger gemaunzt hat! Unsere Hilfe verschafft unserer Katze eine Erleichterung und stärkt einerseits ihr Vertrauen in uns, dass wir sie sehen, wenn sie Hilfe braucht oder sie um Hilfe bitten kann und wir zuverlässig ihr Linderung verschaffen- was wir unbedingt tun sollten! Andererseits kann es ein Abhängigkeitsgefühl verstärken, wenn unsere Katze uns zunächst um Hilfe bitten muss, bevor sie Linderung erfährt. Gerade für ängstliche oder unsichere Katzen besteht hier die Gefahr, dass sie sich hilfloser fühlen, als ohnehin schon.</li>
</ul>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Nachteile der Negativen Verstärkung</strong></h5>
<p>Einige Nachteile sind eben schon angeklungen. Hier erfolgt noch einmal der Überblick mit ein paar evtl. überraschenden Erweiterungen.</p>
<ul>
<li><strong>Hilfslosigkeit und Selbstzweifel:</strong><span> </span>Wird die Negative Verstärkung nicht mit der Positiven Verstärkung und Haltungsoptimierungen gekoppelt, sowie mit der Zeit ausgeschlichen, stellt sich über kurz oder lang ein Gefühl der Abhängigkeit zu uns ein. Diese Abhängigkeit mindert das Selbstbewusstsein und führt zu einem Gefühl der Hilf- evtl. auch Hoffnungslosigkeit. P.S.: Beim Menschen führt Hoffnungslosigkeit zu Depression..</li>
<li><strong>Frust und Vertrauensverlust:</strong><span> </span>Sich nicht selbst helfen zu können, birgt für unsere unabhängige Katze Frustpotenzial- und am Ende auch Vertrauensverlust uns gegenüber. Ihr ungutes Gefühl wird sie irgendwann auf uns übertragen. Verknüpft sie ihre negativen Gefühle mit uns, dann entsteht unweigerlich eine innere Distanz zu uns und damit Vertrauensverlust.</li>
<li><strong>Geminderte Kreativität und Kooperationsbereitschaft:</strong><span> </span>Wenn Du stets helfen musst, Deiner Katze aus ihrer misslichen Lage zu befreien, bedeutet dies auch, dass sie weniger Übung darin hat, sich selbst zu helfen. Bei Notsituationen, wie dem Splitter in der Pfote steht es außer Frage, dass unsere Katze unsere Hilfe braucht und wir eingreifen sollten. Im Falle von Futter jedoch sind Futterspiele wie Fummelbretter oder Futterparcours eine sehr gute Variante, dem Hungergefühl abzuhelfen, ohne dass unsere Katze uns bitten muss oder auf uns direkt angewiesen ist. Rechtzeitig vorbereitet, z.B. während der Schlafenszeiten, kann sich sich darauf verlassen auf ihren Streifzügen durch ihr (Wohnungs-) Revier ihrem Bedarf nach beute abzuhelfen. Eine Katze, die sich selbstbewusst und sicher fühlt, ist eher bereit, mit uns zusammenzuarbeiten.</li>
<li><strong>Mangelnde Resilienz:</strong><span> </span>Ist Deine Katze stets auf Deine Hilfe angewiesen, verliert sie die Fähigkeit, ihre Probleme selbst zu lösen und damit auch Resilienz- die Widerstandskraft, um mit unangenehmen Situationen lösungsorientiert umzugehen. Sie wird zunehmend unsicher und das wiederum legt den Grundstein für unvorhergesehenes Angst- oder Aggressionsverhalten.</li>
</ul>
<p>Daher ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Katzen sollten nie um Futter bitten müssen. Feste Fütterungszeiten in kleinen Abständen entsprechen ihrem natürlichen Wesen. Wenn sie zudem ihr Futter erarbeiten dürfen, stärkst Du nicht nur ihr Selbstbewusstsein und ihre Selbstständigkeit, sondern beugst zudem ein Stück weit Langeweile vor.</p>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Gefühle Deiner Katze und Auswirkungen</strong></h5>
<p>Unsere Katze erlebt eine Erleichterung durch die Entfernung des unangenehmen Reizes. Dieser Prozess kann dazu beitragen, Ängste abzubauen, aber nur, wenn er in Verbindung mit positiven Verstärkungen geschieht und nicht vorrangig als Antwort auf ihre Hilferufe angewendet wird. Langfristig kann negative Verstärkung dazu führen, dass unsere Katze lernt, Situationen zu vermeiden, die sie als unangenehm empfindet, ihr Selbstbewusstsein kann sinken und sie wird mutloser oder fühlt sich hilfloser als zuvor. Dies kann sie in ihrer Fähigkeit, sich auf uns einzulassen, einschränken, wenn die positiven Aspekte nicht ebenfalls gefördert werden.</p>
<hr />
<h4 class="western"><strong></strong></h4>
<h4 class="western"><strong></strong></h4>
<h4 class="western"><strong></strong></h4>
<h4 class="western"><strong>Positive Strafe (P+)</strong></h4>
<p>Positive Strafe bedeutet, dass ein unangenehmer Reiz hinzugefügt wird, um ein unerwünschtes Verhalten zu reduzieren. Ein Beispiel könnte das Erzeugen eines lauten Geräusches sein, wenn die Katze auf einem verbotenen Möbelstück sitzt. Dieses Verhalten mag kurzfristig zu einer Verhaltensänderung führen, jedoch wird die Katze dadurch in ihrem persönlichen Sicherheitsempfinden verletzt.</p>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Vorteile der Positiven Strafe</strong></h5>
<p>Der einzige Vorteil, wenn es so genannt werden sollte, ist, dass unsere Katze in dem Moment, in dem der Schreck sie trifft, tatsächlich ihr Verhalten abbricht oder unterbricht. Da der vermeintliche Erfolg sofort einsetzt, ist die Methode effektiv.</p>
<ul>
<li><strong>Zeiteffizienz:</strong><span> </span>Durch das unmittelbare Erleben eines Schreckens unterbricht Deine Katze sofort ihr Verhalten.</li>
</ul>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Nachteile der Positiven Strafe</strong></h5>
<p>Die langfristigen Folgen sind oft nicht sofort erkennbar. Abgesehen davon, dass es durchaus zu physischen Folgen kommen kann (ich habe auch schon Katzen kennengelernt, die aufgrund des Einsatzes von Strafen z.B. Knochenbrüchen, Augenschäden etc. erlitten), sind die seelischen Folgen schwerer zu erkennen und zu heilen.</p>
<ul>
<li><strong>Misstrauen, Angst, Aggression</strong><span> </span>gegen sich und/oder uns, Angst, in gesteigerter Form auch Aggression, extremes Meideverhalten oder Krankheiten sind nur einige der Auswirkungen.</li>
<li><strong>Krankheiten:</strong><span> </span>Ein unsicheres Leben führt unweigerlich zu Krankheiten. Bewegungsmangel, mangelnde Gesundheitsvorsorge, weil Deine Katze „schwierig“ sei, Hunger und damit Nahrungs- oder Nährstoffmangel etc. sind nur einige Schritte auf der Stufe von Strafe zu Krankheit.</li>
<li><strong>Mangelnde Resilienz und Kooperation:</strong><span> </span>Auch der zerstörungsarme, lösungsorientierte Umgang mit Problemen wird beeinträchtigt. Die Erwartungshaltung Deiner Katze versetzt sie in Alarmbereitschaft, so dass sie nicht offen ist für Verhalten, dass ohne Zerstörung auskommt geschweige denn auf Zusammenarbeit mit Dir. Stressfreier TA-Besuch, entspannter Alltag oder glückliche Katze-Kind-Beziehungen sind so nicht mehr möglich.</li>
<li><strong>Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit:</strong><span> </span>Unvorhergesehene oder unverständliche Strafen, denen Deine Katze nicht entkommt führt zudem zu einem Gefühl der Hilflosigkeit oder Aggression. Bei sensibleren Katzen tritt vermehrt die sog. Erlernte Hilflosigkeit auf, die mit einer enormen Passivität und Selbstaufgabe einhergeht. Diese Katzen glauben nicht mehr daran, dass sie ihrem „Los“ entkommen können und vegetieren vor sich hin.</li>
<li><strong>Aggression:</strong><span> </span>Katzen, die sich selbst nicht aufgegeben haben und sich ihrer noch irgendwie bewusst sind, neigen zu dem anderen Extrem: gesteigertes Aggressionsverhalten. Auch ist ein entspannter Alltag nicht mehr möglich und es besteht u.U. Lebensgefahr für andere Familienmitglieder. Aggressive Katzen werden aufgrund ihres unberechenbaren Verhaltens oft eingeschläfert oder in Tierheimen abgegeben, in denen sie dann als unvermittelbar ihr Dasein fristen müssen.</li>
</ul>
<p>Da der Einsatz Positiver Strafe von mehreren Faktoren abhängt, die alle zusammen perfekt ablaufen und ineinander greifen müssen und zusätzlich erfordern, dass wir die innere Motivation unserer Katze für ihr Verhalten mit absoluter Gewissheit verstehen und benennen können müssen, um eine Wirkung ohne Schaden zu erzielen, rate ich absolut von dieser Methode ab! Ich sehe keinen Sinn und keine Möglichkeit für irgendeinen Menschen, die extremen Voraussetzungen von Strafe erfüllen zu können- und sehe keinen Nutzen oder „echten“ Vorteil, der den Einsatz von Strafe rechtfertigen würde. Nicht, wenn es um Vertrauen in Beziehungen geht. Im Falle von Aggressionen stellen diese i.d.R. Verhaltensantworten unserer Katze auf unser Handeln dar. M.E. stehen damit wir Katzeneltern, die wir eine Katze in unseren Haushalt aufnehmen, in der Verantwortung unser Handeln zu überdenken und eine entsprechende Entscheidung über die Art unseres Umganges mit den uns anvertrauten Seelen zu treffen.</p>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Beispiel aus dem Alltag</strong></h5>
<p>Es kommt leider häufiger vor, als mir lieb ist, aber der Vollständigkeit und Aufklärung halber gebe ich Beispiele zur positiven Strafe, die mir aus meinen Beratungsfällen bekannt sind. Ein weit verbreitetes Beispiel ist, eine Katze mittels eines Wasserstrahls aus einer Sprühflasche zu bestrafen. Sie soll ihr aktuelles Tun unterbrechen und durch den Schreck, den sie erlebt, daran gehindert werden künftig ihr Verhalten zu wiederholen. Andere Beispiele sind Anstarren, Verfolgen, die Katze abduschen, anschreien, mit einem Kissen o.ä. bewerfen, aus- oder einsperren usw.</p>
<p>Ein Hinweis an dieser Stelle: Bei der Positiven Strafe geht es um das bewusste Zufügen eines unangenehmen Reizes. Wenn unsere Katze in unserem respekt- und liebevoll gestalteten Alltag aber etwas tut, z.B. auf die Anrichte springen, und es fällt ihr z.B. eine Küchenrolle entgegen, die sie aus ihrer Perspektive von unten nach oben nicht sehen konnte, so stellt dies ebenfalls eine Erfahrung im Sinne einer Positiven Strafe dar. Wichtig ist an dieser Stelle: Unsere Katze verknüpft Situationen anders als wir Menschen. Für sie ist derjenige, der in der Sekunde in ihrem Blickfeld erscheint, in der sie sich erschreckt und aufblickt, der Auslöser für den Schreck. Daher sollten wir Katzeneltern darauf achten, potenzielle Gefahrenquellen zu beseitigen, eine katzengerechte Einrichtung zu gestalten sowie stets die Ruhe zu bewahren.<br />Sollte Dir in dem Umgang Deiner Katzen untereinander oder einem anderen Familienmitglied gegenüber eine Veränderung auffallen, dann beobachte Deine Katzen bitte genau und hole Dir rechtzeitig Hilfe für eine Einschätzung. Wenn wir unsere Katzen ihre Probleme alleine lösen lassen, dann kommen meist Ergebnisse heraus, die nicht unserer Vorstellung entsprechen.</p>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Gefühle der Katze und ihre Auswirkungen</strong></h5>
<p>Durch Strafen wird unsere Katze in ihrer emotionalen Sicherheit erschüttert. Sie kann unsicher werden, was zu einer zunehmenden Distanz und weniger Bereitschaft führt, mit uns zusammenzuarbeiten. Sie entwickelt Ängste, kann aggressiv werden oder sich sogar in Verstecke zurückziehen. Strafen führen dazu, dass unsere Katze das Vertrauen in uns verliert und sich emotional von uns abwendet.</p>
<hr />
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong></strong></h5>
<h5 class="western"><strong>Negative Strafe</strong><span> </span><strong>(P-)</strong></h5>
<p>Negative Strafe bedeutet, dass wir einen angenehmen Reiz entfernen, um ein unerwünschtes Verhalten zu unterbinden. Ein Beispiel wäre, die Katze nicht zu streicheln oder ihr Spielzeug wegzunehmen, wenn sie sich auf ein verbotenes Möbelstück setzt oder ihr das Futter zu verweigern oder wegnehmen, wenn sie z.B. nicht ihr Kunststück aufführt oder sich streicheln lassen will. Negative Strafe wird aber auch im Training eingesetzt. Sie tritt dann auf, wenn wir z.B. mit einer sog. „Schnapp-Schildkröte“ arbeiten. Damit bezeichnen wir eine Katze, die ziemlich futteraffin ist und nach unserer Hand, mit der wir Futter halten, pfötelt und gerne auch die Krallen einsetzt. Im Rahmen von Höflichkeitstraining wird die Negative Strafe gezielt eingesetzt und soll unserer Schnapp-Schildkröte-Katze dieses Pföteln durch Wegnehmen unserer Hand verleiden. Es gibt aber auch hier Alternativen, denn diese Methode ist ebenfalls nicht unproblematisch. Da die Negative Strafe nicht durch aktives Hinzufügen eines Schmerzes gekennzeichnet ist, empfinden viele Menschen das Vorenthalten oder Entfernen von etwas Angenehmen als „weniger schlimm“.</p>
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<h5 class="western"><strong>Vorteile der Negativen Strafe</strong></h5>
<p>Auch hier sehe ich persönlich keinen Vorteil, der die Anwendung negativer Strafe als regelmäßige Trainingsmethode ethisch rechtfertigt. Lediglich im Falle der Gefahrenverhütung fällt mir ein Grund ein, der den Einsatz Negativer Strafe sogar fordert.</p>
<ul>
<li><strong>Lebensrettung:</strong><span> </span>Sollte Deine Katze etwas finden, was sie unbedingt essen will oder mit dem sie unbedingt spielen will, kann die Wegnahme durchaus ihr Leben retten. Man denke an vergiftete Mäuse oder Stromkabel.</li>
</ul>
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<h5 class="western"><strong>Nachteile der Negativen Strafe</strong></h5>
<p>Die Negative Strafe bringt Nachteile mit sich, deren Auswirkungen wir kaum abschätzen können bzw. uns selten bewusst sind. daher zähle ich an dieser Stelle einige auf, ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben.</p>
<ul>
<li><strong>Frust und Aggression:<span> </span></strong>Eine Katze, der Futter vorenthalten wird, entwickelt relativ schnell Frust. Meist folgt, dass unsichere, aber dominantere Katzen noch eindringlicher auf ihr Futter bestehen und regelrecht übergriffig werden können.</li>
<li><strong>Selbstzweifel und Angst:</strong><span> </span>Sensiblere Katzen sind ebenso unsicher, weil sie die Situation nicht verstehen, aber sie reagieren eher mit Rückzug, begünstigt durch Ängste und Misstrauen.</li>
<li><strong>Vertrauensverlust:</strong><span> </span>Werden wichtige Ressourcen vorenthalten oder der Zugang von bestimmtem Verhalten abhängig gemacht, spannt dies die Beziehung zwischen Dir und Deiner Katze an und führt am Ende zu einem Verlust an Vertrauen- damit auch zu mangelnder Kooperation und unberechenbarem Verhalten.</li>
</ul>
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<h5 class="western"><strong>Beispiel aus dem Alltag</strong></h5>
<p>Ich greife das obige Beispiel auf, in dem Deine Katze etwas findet, das gerade ihre ganze Aufmerksamkeit fesselt und gebe Dir ein analoges Beispiel, um diese Trainingsmethode besser zu verstehen.<br />Wenn Deine Katze Freigänger ist, kennst Du bestimmt die „Geschenke“ vor Deiner Tür oder hast schon Mal beobachtet, wie Deine Katze ihre Beute mitten vor Deinem Eingang verspeist. Warum sie genau vor Deinem Absatz ihre Maus isst, habe ich bereits in einem anderen Beitrag erklärt. Du findest ihn hier → verlinken</p>
<p>Stell dir vor, Du bist Gärtner und hast Dich intensiv um Deinen Garten gekümmert mit der Aussicht auf eine reiche Ernte: Du hast Dir die Hände schmutzig gemacht, Unkraut gejätet, gegrubbert, gesät, Kartoffeln gelegt und Tomaten gepflanzt und warst bei Wind und Wetter draußen, um sicherzugehen, dass mit deinem Garten alles in Ordnung ist. Du freust Dich auf Deine Ernte und kannst es kaum erwarten, sie einzuholen. Schließlich fährst Du die Ernte ein- doch in dem Moment, als Du Dir deine Belohnung- ein wohlverdientes Essen- gönnen möchtest, wird Dir alles genommen. Es ist, als ob dir jemand einen Teil Deiner selbständigen Errungenschaft und das Vertrauen, das Du in die eigene Belohnung gesetzt hast, abspricht. Du wolltest Dir Deinen Erfolg gönnen und plötzlich wird dir der Zugang zu deiner belohnten „Ressource“ verweigert.</p>
<p>Auf emotionaler Ebene empfindest Du das als Verlust, als eine Infragestellung Deines Rechts auf die Mühen und Leistungen, die Du investiert hast. Es ist nicht nur die Tatsache, dass Dir etwas weggenommen wird, was Du als Deine wohlverdiente Belohnung ansiehst, sondern dass Du in diesem Moment von einem „Rivalen“ in Deiner eigenen Lebenssituation konfrontiert wirst, der die Kontrolle über Deine Bedürfnisse beansprucht und Dir das Gefühl gibt, dass Deine Selbstbestimmung und die Kontrolle über Dein eigenes Leben fraglich wird. Es ist der Unterschied zwischen „ich habe es verdient“ und „ich werde übergangen“.</p>
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<h5 class="western"><strong>Gefühle Deiner Katze und Auswirkungen</strong></h5>
<p>Genau diese Gefühle von Ungerechtigkeit, Frustration oder Wut kann unsere Katze erleben, wenn wir ihr die Maus wegnehmen, die sie als „belohnte Ressource“ ansieht. Für sie ist es nicht einfach der Verlust eines kleinen Nagetiers, sondern der Verlust von etwas, das sie durch ihre Jagdinstinkte und ihre Selbstständigkeit „verdient“ hat. Sie sieht uns in dem Moment nicht nur als eine Quelle der Futtergabe, sondern als denjenigen, der ihre Fähigkeit, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, infrage stellt. In diesem Moment sind wir nicht nur ein „Konkurrent“, sondern jemand, der ihr die Möglichkeit, ihre eigenen Instinkte und ihre Selbstbestimmung auszuleben, aktiv verwehrt.</p>
<p>Es ist wichtig zu verstehen, dass unsere Katzen ein tiefes Bedürfnis nach Autonomie und Kontrolle über ihr eigenes Verhalten und ihre eigenen Ressourcen haben. Wenn wir dieses Bedürfnis missachten oder in den Augen der Katze als „unfaire Konkurrenz“ erscheinen, kann es zu negativen Gefühlen und einer Verschlechterung des Vertrauens in uns kommen. Dies kann sich langfristig auf das Verhalten unserer Katze auswirken – sie könnte misstrauisch werden oder sich in gewissen Situationen zurückziehen. Der Verlust der „belohnten Ressource“ durch uns könnte für sie den Beginn einer Widersprüchlichkeit darstellen, in der sie unser Verhalten und ihre eigenen Handlungen nicht mehr in Einklang bringen kann.</p>
<p>Wenn wir uns dieses psychologische Zusammenspiel bewusst machen, können wir besser darauf achten, dass wir in der Interaktion mit unserer Katze respektvoll und aufmerksam handeln, ihre Instinkte und Bedürfnisse anerkennen und ihre Autonomie respektieren. Das Erlegen einer Beute ist für unser Katzen ein natürlicher Vorgang- und den müssen wir akzeptieren, wenn wir mit ihr zusammenleben wollen. Unsere Katze ist eben auch ein Jäger. Wir können ihr ihre Maus lassen. (Und das schreibe ich als Veganerin.) I.d.R. sind unsere Katzen reinliche Esser und übrig bleiben nur Magen oder seltener auch Federn im Falle von gefiederter Beute. Sobald unsere Katze sich anderen Dingen zuwendet, können wir die Überreste entfernen. Wenn unsere Katze uns sog. „Geschenke“ mitbringt, sollten wir diese ebenfalls in ihrer Abwesenheit entfernen.</p>
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<h3 class="western"><strong>Strafmethoden: Warum wir darauf verzichten</strong></h3>
<p>Ich setze bewusst keine Strafen im Umgang oder Training ein, da die Risiken und negativen Folgen für das Wohlbefinden meiner Katzen oder die meiner BeratungskundInnen einfach zu hoch sind und ich Strafen ethisch nicht vertrete. Strafen führen zu ernsthaften Problemen, die das Vertrauen unserer Katze in sich, ihre Umgebung oder uns stark beeinträchtigen. Sie schaffen eine Umgebung der Unsicherheit, in der unsere Katze nicht weiß, was sie tun muss, um das zu vermeiden, was sie als unangenehm empfindet. Neben Misstrauen können sich auch extreme Ängste bis zu Angststörungen sowie Aggressionsverhalten bilden.</p>
<p>Für eine wirksame Strafe ohne negative Folgen für unsere Katze müssten wir das<span> </span><strong>perfekte „Werkzeug“</strong>,<span> </span><strong>perfektes Timing</strong>, die<span> </span><strong>richtige</strong><span> </span><strong>Stärke</strong><span> </span>und<span> </span><strong>Dauer der Strafe</strong><span> </span>sowie ein absolutes Verständnis der<span> </span><strong>Motivation der Katze</strong><span> </span>haben – Dinge, die in der Praxis nicht zu gewährleisten sind. Es ist nahezu unmöglich, exakt zu wissen, was in dem Moment des Verhaltens im Kopf einer Katze vor sich geht. Zudem unterstellt die Strafe der Katze ein<span> </span><strong>Moralverständnis.</strong><span> </span>Eine Katze lebt im Hier und Jetzt. Sie hat kein Verständnis von richtig oder falsch. Dies sind moralische Begriffe. Wir Menschen entscheiden, was richtig und was falsch ist, und bewerten das Verhalten unserer Katze nach unseren menschlichen Wertvorstellungen.</p>
<p>Strafen basieren außerdem auf der Annahme, dass wir genau wissen, warum die Katze sich auf eine bestimmte Weise verhält, was in der Realität oft nicht der Fall ist. Daher ist es nicht nur praktisch unmöglich, sondern auch ethisch nicht vertretbar, Strafen anzuwenden.</p>
<p>Ich hoffe, dass ich Dir mit diesem Überblick über die Lernprinzipien ein Verständnis geben konnte über ihre Auswirkungen und die Bedeutung der Wahl der darauf basierenden Trainingsmethoden. Unser ganzes Handeln ist von Auswirkungen begleitet und manchmal ist uns nicht bewusst, was für Folgen eine Tat hat. Ich ermutige Dich, Dein Verhalten zu reflektieren, ohne in Verzweiflung zu geraten- mach Dir einfach bewusst, wie Du bisher mit Deiner Katze umgegangen bist und wie Du künftig mit ihr umgehen willst- weil Du nun ein besseres Verständnis dafür hast, welche Folgen Dein Handeln haben kann.</p>
<p>Es gibt ein Zitat, das ich Dir zum Schluss gerne mitgeben möchte: „Gib Dein Bestes, was Du kannst- bis Du es besser weißt. Und wenn Du es besser weißt, mach es besser.“ Maya Angelou.</p></div>
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					<h4 class="et_pb_module_header">Hi, ich bin Mara</h4>
					
					<div><p><span>Als Katzenverhaltensberaterin &amp; Pädagogin begleite ich Dich mit Herz, Klarheit und Erfahrung dabei, Deine Katze auf Augenhöhe zu verstehen – und eine Beziehung zu gestalten, die auf Respekt und Vertrauen beruht.</span><br data-start="890" data-end="893" /><span>Mein Augenmerk liegt besonders auf ängstlichen Katzen in Familien mit Kindern oder mehreren Katzen – gerade dort, wo der Alltag oft hektisch und herausfordernd ist.</span><br data-start="1059" data-end="1062" /><span>Ich helfe Dir, Missverständnisse in Verbindung zu verwandeln – mit alltagstauglichen Schritten, die sich unkompliziert in Dein Familienleben integrieren lassen. Gemeinsam schaffen wir einen entspannten Alltag mit Nähe, Spiel und Geborgenheit.</span></p></div>
					
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